Initiative zur Abschaffung der Jagd

Schauriges Wochenendvergnügen

Lieber Herr Eicher,

ich lebe an der Kölner Stadtgrenze und konnte am vergangenen Samstag zu wiederholten Mal einem schaurigen Wochenendvergnügen zusehen.

Eine Horde von 30-40 Freizeitjägern durchquerte die an der Stadtgrenze liegenden Felder, und schoss mit sichtlichem Vergnügen auf eine Handvoll aufgeschreckter Feldhasen.
Teilweise quälten sich die angeschossenen Tiere minutenlang herum, bis sie dann endlich starben.

Angewidert von diesem Schauspiel habe ich dann, trotz Androhung einer Strafanzeige, das Aufscheuchen der Hasen zu verhindern versucht, indem ich mich lautstark unter die Horde der schießwütigen Jagdgesellschaft mischte, mit dem Erfolg, dass von da an kein Hase mehr auftauchte.

Neben dem Leid, das den Tieren angetan wird, ist mir aber auch unverständlich, wieso in diesem stadtnahen Gebiet geschossen werden darf, obwohl es sich hier um bewohntes Gebiet handelt, welches in diesem Bereich intensiv von Spaziergängern, Radfahrern und Joggern nebst Hunden und Kindern genutzt wird. Ich bin fest entschlossen, gegen dieses völlig unzeitgemäße Vergnügen vorzugehen.

Nachdem ich nun Ihre Website gefunden und studiert habe (insbesondere die Kommentare der Jägerschaft), verspüre ich eine gewisse Angst vor der offensichtlichen Unberechenbarkeit dieser bewaffneten Menschen. Die Veröffentlichungen zeigen, neben eklatanten Rechtschreibschwächen und ordinärem Ausdruck, eine Gewaltbereitschaft, die einem kalte Schauer über den Rücken jagen. Wieso reagiert die Politik nicht auf diese offensichtliche Gefahr für die Allgemeinheit. Man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass hier eine Zeitbombe tickt, die weite Teile der Bevölkerung bedroht. Jetzt erst ist mir klar geworden, in welche Gefahr ich mich begeben habe, als ich mich unter die Jagdgesellschaft gemischt habe. Der Schritt vom Töten eines Tieres zum Töten eines Menschen ist mir nie so klein vorgekommen.

Mein Entschluss steht immer noch fest. Ich sehe jedoch die Notwendigkeit, das Risiko besser abzuwägen.

Mit der Hoffnung auf mehr politische Unterstützung verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

GK

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