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Broschüre des DJV

Hallo!
Vor ein paar Tagen hab ich ein kleines Heft in die Hände bekommen, mit dem Titel »Jagd heute. Behauptungen und Tatsachen«. Herausgeber ist der DJV, also ein deutlicher Befürworter der Jagd. Da ich davon nicht soviel Ahnung habe, bitte ich Sie um eine Stellungnahme dazu, um auch die Meinung eines Jagdgegners zu haben und so nicht einseitig zu beurteilen. Deshalb habe ich das erste Kapitel mal abgetippt.

Antwort von Marc Buchtmann, WIR FÜCHSE:

Eine kurze Stellungnahme zu dem komplexen Thema ist sicher nicht möglich. Und eigentlich auch nicht nötig, denn die typischen Jägermärchen finden Sie auf unseren HPs wiederlegt.

»Weil der wirtschaftende, erholungsuchende und sporttreibende Mensch in die Natur eingreift, bringt er das natürliche Gleichgewicht durcheinander.« (alle Zitate aus der Broschüre des DJV »Jagd heute. Behauptungen und Tatsachen«)

Falsch! Es gibt nur einen »erholungssuchenden Mensch« der »in die Natur eingreift«: Der Jäger. Er ist es, der das natürliche Gleichgewicht bewusst zerstören will, um die vermeintliche Berechtigung für sein Hobby zu erhalten.
Jagdsport, heißt es ja schon. Und eines der »10 Gebote der Waidgerechtigkeit« besagt: Du sollst die Jagd als Erholung und Entspannung betrachten, nicht als Fleisch- oder Geldquelle.«
Mehr auf unseren HPs www.wir-fuechse.de und www.abschaffung-der-jagd.de.

»Weil in der von Menschen beeinträchtigten Natur zahlreiche Tierarten bedroht sind, andere überhandnehmen und erhebliche Schäden verursachen können.«

Falsch! Der Bestand an Tieren richtet sich grundsätzlich nach dem Prinzip des Angebotes und der Nachfrage. Doch der Jäger bringt dieses Grundprinzip durcheinander. Z.B. mit den mehr als 600 Tonnen Futter allein in Baden Württemberg, die jedes Jahr für Rehe und Schwarzwild ausgelegt werden, zum Mästen dieser Tiere.
Mehr auf unseren HPs www.wir-fuechse.de und www.abschaffung-der-jagd.de.

»Weil der Jäger eine viel größere Zahl von Tierarten hegt und schützt, als er bejagt, fördert er ganz besonders den Wildtierschutz und Artenschutz.«

Falsch! Hier zwei Jägerzitate zum Thema »Hege« und »Pflege«:
»Wir jagen, weil es uns Freude macht, und was wir Hege nennen, ist blanker Eigennutz, gelegentlich Fressneid.« (Bruno Hespeler, Jäger)
»Die vielgepreiste Waidgerechtigkeit dient der Volksverdummung und der Verdeckung strafbarer Handlungen. Sie bemängelt tierquälerische Jagdmethoden mit falsch verstandener Traditionspflege.« (Rüsch, Jurist und Jäger)
Mehr auf unseren HPs www.wir-fuechse.de und www.abschaffung-der-jagd.de.

»Weil in unserer heutigen Kulturlandschaft zur Jagd untrennbar die Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume aller freilebenden Tiere durch die Jäger gehören.«

Falsch! Die angebliche Verbesserung der Lebensräume sieht so aus:
Nach eigenen Angaben (2001) hat die Jägerschaft folgende Naturschutzmaßnahmen durchgeführt:
3 Millionen Gehölze und 236.500 Bäume gepflanzt, 6.500 \"biotopverbessernde\" Arbeiten und 3.200 »Pflegemaßnahmen«.
Abgesehen davon, dass nicht weiter erwähnt wird, was eine »biotopverbessernde« Arbeit oder eine »Pflegemaßnahme« ist, ergibt sich daraus die ganz einfache Rechnung:
Jeder Jäger hat 9 Gehölze gepflanzt, dass ergibt eine Hecke von ca. 2,7 m Länge. Für einen Baum pro Jäger reicht es schon nicht mehr, sind nämlich nur 0,7 Bäume. Jeder 50. Jäger führt eine »biotopverbessernde« Maßnahme im Jahr durch und nur jeder 100. Grünrock kann sich jährlich zu einer »Pflegemaßnahme« durchringen.
Jeder Hobbygärtner leistet in seinem Vorgarten erheblich mehr Naturschutzarbeit pro Jahr, ohne dafür offiziell 16 Tiere zu »ernten« (= töten), von der Dunkelziffer sprechen wir besser erst gar nicht.
Mehr auf unseren HPs www.wir-fuechse.de und www.abschaffung-der-jagd.de.

Dies sollen nur einige Beispiele sein. Mehr finden Sie, wie gesagt, auf unseren HPs.
Gerne können Sie uns auch anrufen, wenn Sie umfangreiche Fragen haben. Das ist einfacher, als per Mail.

Waidmannsabschaffung

Marc Buchtmann