Jagdunfälle / Straftaten 2026
7.2.26: 82-Jähriger schießt im Streit auf Enkelin und richtet sich selbst
In Lengau in Oberösterreich hat ein 82-jähriger Großvater offenbar im Streit auf seine Enkelin geschossen und sich anschließend selbst erschossen – mit einer Waffe, die er legal besaß. Demnach Die 78-jährige Großmutter, die Tat mitansehen musste, sagte gegenüber der Polizei, der Auslöser könnte ein Streit um einen kleinen Geldbetrag gewesen sein. Dies berichtet der ORF am 7.2.2026. Demnach war die junge Frau bei den Großeltern zu Besuch. Als sie aufbrechen wollte, zog der Großvater plötzlich eine Pistole aus der Hosentasche und schoss seiner Enkelin in den Bauch – dann richtete er die Waffe gegen sich selbst. Die 30-Jährige musste mit dem Notarzthubschrauber in das Landeskrankenhaus Salzburg geflogen und notoperiert werden. Ob der Senior die Waffe legal als Jäger oder Sportschütze besessen hat, war der Presse nicht zu entnehmen
26.1.26: 42-jähriger Jäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen
Ein 42-jähriger Hobbyjäger wurde in der Steiermark aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins. Dies berichtet der Kurier am 26.1.2026. Demnach waren drei Hobbyjäger von der Jagd zurückgekehrt und wollten das tote Wildschwein ins Auto verladen: Um das tote Tier gemeinsam mit dem 42-Jährigen in das Fahrzeug zu heben, übergab ein 57-jährige Jäger sein Jagdgewehr vorübergehend an einen 36-Jährigen. Nach dem Verladen gab der 36-Jährige die Waffe wieder zurück. Dabei löste sich ein Schuss, erklärt die Landespolizeidirektion Steiermark. Der 42-Jährige wurde in den Kopf getroffen und starb an der Unglücksstelle.
Laut Polizei konnten bislang keine Hinweise auf eine vorsätzlich begangene Straftat ermittelt werden - es handele sich um zutiefst tragisches menschliches Versagen.
17.1.26: Joggerin von Hobby-Jäger angeschossen
In der Schweiz wurde am 17. Januar 2026 eine 25-jährige Frau während eines Jogginglaufs auf offener Straße nahe der Gemeinde Lent im Jura durch einen Schuss eines Hobby-Jägers schwer am Fuß verletzt – offenbar war in der Nähe eine Jagdgesellschaft unterwegs. Dies berichtet wildbeimwild.com am 22.1.2026. Demnach musste die junge Frau von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie operiert wurde.
13.1.26: 71-jähriger Jäger schießt Spaziergängerin ins Gesicht - Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl
Bei einer Treibjagd im niedersächsischen Harkebrügge wurde eine 59-jährige Spaziergängerin im Dezember durch einen Schrotschuss im Gesicht getroffen und schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat gegen einen 71-jährigen Hobbyjäger einen Antrag auf Erlass eines Strafbefehls wegen fahrlässiger Körperverletzung beim Amtsgericht Cloppenburg gestellt und die Verhängung einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe sowie die Zahlung eines Geldbetrags beantragt. Weil der Beschuldigte den Strafbefehl mit Bewährungsstrafe nicht akzeptiert, kommt es zum Verfahren vor dem Amtsgericht Cloppenburg, berichtet om-online.de am 13.1.2026.
10.1.26: Schuss eines Jägers trifft anderen Jäger tödlich
Tödlicher Jagdunfall in einem Waldstück bei Warburg (Nordrhein-Wesfalen): Der Jagdausflug einer Gruppe von vier jungen Hobbyjägern am Freitagabend endet mit dem Tod eines 23-Jährigen. Dies berichten SPIEGEL online und das Westfalen-Blatt am 10.1.2026. Ein 22-jähriger Hobbyjäger stieg mit zwei Jagdfreunden auf einen Hochsitz, der 23-Jährige sei bezog allein auf einem mindestens 100 Meter entfernten Hochsitz Position. Ein Schuss des 22-Jährigen traf den 23-jährigen Hobbyjäger und verletzte ihn so schwer, dass er rascher notärztlicher Reanimationsversuche noch im Wald starb. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.
Das Westfalen-Blatt erinnert an einen ähnlichen Jagdunfall in der Nähe von Warburg vor fast genau einem Jahr: Damals war bei einer Drückjagd ein Mann angeschossen und schwer verletzt worden. Die Hintergründe blieben weitgehend im Dunkeln“, so die Zeitung.
8.1.26: 77-jähriger Jäger verwechselt Spaziergänger mit Wildtieren – Frau schwer verletzt
Ein 77-jähriger Hobbyjäger hat in Beckeln (Landkreis Oldenburg) von seinem Hochsitz aus auf eine Gruppe Spaziergänger geschossen, die am Waldrand im Schnee unterwegs waren und eine 58-jährige Frau durch einen Schuss in den Oberschenkel schwer verletzt. Dies berichten der NDR und SPIEGEL online am 8.1.2026. Laut Ermittlungen der Polizei hat der Senior die Spaziergänger offenbar für Wildtiere gehalten.