Jagdunfälle / Straftaten 2022

6.5.22: 34-Jähriger mit Schrotflinte angeschossen

Im Landkreis Verden (Niedersachsen) wurde ein 34-jähriger Mann durch einen Schuss aus einer Schrotflinte am Bein schwer verletzt und musste mit dem Rettungswagen in eine Klinik gefahren werden. Dies meldet das Nachrichtenportal butenunbinnen.de am 6.5.2022. Demnach hatte nach bisherigem Stand der Ermittlungen ein 69-jähriger Nachbar des Verletzten den Schuss abgegeben. Ob der 69-Jährige die Schrotflinte als Jäger besessen hat, wurde noch nicht bekannt.

28.4.22: 84-jähriger Jäger schwer verletzt

Bei einem Jagdunfall in der Steiermark wurde ein 84-jähriger Hobbyjäger schwer verletzt. Dies meldet die Kronen Zeitung am 28.4.2022. Demnach rutschte der 84-Jährige bei Reparaturarbeiten bei einem Jagd-Hochsitz plötzlich aus und erlitt bei dem Sturz schwere Verletzungen.

27.4.22: 76-jährigen Vater und sich erschossen

In einem Mehrfamilienhaus in Dülmen-Buldern hat offenbar ein 40-jähriger Mann erst seinen 76-jährigen Vater mit mehreren Schüssen getötet und dann sich selbst erschossen. Dies berichten die Ruhr Nachrichten am 27.4.2022. Demnach hatte ein Nachbar bemerkt, dass die Wohnungstür offen stand und der Hund im Hausflur herumlief. In der Wohnung fand er zwei Leichen mit Schussverletzungen am Boden liegend. Die Kriminalpolizei ermittelt. Ob der Mann die Waffe legal als Jäger oder Schütze besessen hat, wurde noch nicht bekannt.

26.4.22: Familiendrama mit Schusswaffen

Bei einem Familiendrama mit Schusswaffen in Wesseling bei Köln musste das SEK-Einsatz eine Frau und ihre beiden Kinder vor der Gewalt des Familienvaters retten. Als die von Nachbarn alarmierte Polizei gegen 20 Uhr eintraf, stand die Frau auf dem Balkon und schrie um Hilfe. Der Familienvater bedrohte offenbar mit Schusswaffen seine Familie und drohte laut Polizei sogar seinen eigenen Suizid an. „Wenig später habe der 50-Jährige dann eine Langwaffe aus dem Fenster geworfen, weshalb sich der Verdacht erhärtete, dass sich in der Wohnung weitere Schusswaffen befinden könnten“, berichtet tag24 am 26.4.2022. Das daraufhin angeforderte Spezialeinsatzkommando verschaffte sich gegen 2 Uhr Zugang zu der Wohnung und überwältigte den Familienvater. Rettungskräfte kümmerten sich um die Frau und die Kinder. Ob der Mann die Waffe legal als Jäger oder Schütze besessen hat, wurde noch nicht bekannt.

5.4.22: Vater bedroht Sohn mit Waffe

Bei einem Familienstreit mit Schusswaffe im Burgenland soll ein Mann im Einfamilienhaus zur Waffe gegriffen und seinen Sohn bedroht haben. Dies meldet die Kronen Zeitung am 5.4.2022. Demnach wurde der bewaffnete Mann bei einem Großeinsatz der Polizei festgenommen. Ob er die Schusswaffe legal als Jäger oder Schütze besessen hat, wurde noch nicht bekannt.

6.3.22: Jäger schießt sich in den Fuß

Im österreichischen Stroheim (Bezirk Eferding) hat sich ein 56-jähriger Jäger aus Versehen in den Fuß geschossen, als er im Garten seines Hauses zwei Schafe aus eigener Haltung mit einem Kleinkalibergewehr "erlegen" wollte. Dies berichtet die Kronen Zeitung am 6.3.2022. Nachdem der Jäger das erste Schaf erschossen hatte, durchschlug beim zweiten Schaf das Projektil den Schädel des Tiers und traf den Weidmann in den eigenen Fuß.

21.2.22: Jägerin erschießt Wanderin

In Frankreich hat eine 17-jährige Jungjägerin bei der Wildschweinjagd versehentlich eine Wandererin erschossen. Dies berichtet die Luzerner Zeitung am 21.2.2022. Demnach spazierte die 25-Jährige mit ihrem Freund am Samstagnachmittag auf einem ausgeschilderten Wanderweg in der Region Cantal, als sie plötzlich von einem tödlichen Schuss in die linke Körperseite getroffen zusammenbrach. Jede ärztliche Hilfe sei zu spät gekommen.
„In Frankreich werden jedes Jahr über 20 tödliche Jagdunfälle gezählt“, so die Zeitung. „Getroffen werden vor allem Jäger, aber auch Mountain-Biker oder Hausbesitzer im eigenen Garten.“

20.2.22 Prozess: Jäger erschoss 3 Menschen

Am 23.2.2022 beginn in Kiel der Prozess gegen einen 48-jährigen Zahnarzt und Jäger, der im Mai letzten Jahres drei Menschen erschossen haben soll: seine von ihm getrennt lebende 43-jährige Frau, einen 53-Jährigen - offenbar der neue Lebensgefährte der Frau - sowie einen 52-Jährigen aus dem näheren Umfeld. Dies berichtet das Westfalenblatt am 20.2.2022. Demnach hinterlässt die getötete Frau vier minderjährige Kinder.
Laut einem NDR-Bericht vom 21.5.2021 soll der Zahnarzt Waffen gehortet haben und Jäger gewesen sein. Auch RTL berichtete am 20.5.2021, dass der Mann einen Jagdschein haben soll.
Das Urteil wird für Ende März erwartet.

20.2.22: 65-jähriger erschießt Bruder und sich

Ein 65-jähriger Mann soll in der Nähe von Hannover zuerst seinen 59-jährigen pflegebedürftigen Bruder und dann sich selbst erschossen haben. Dies berichtet stern.de am 20.2.2022. Demnach hatte ein Pflegedienst-Mitarbeiter die Rettungskräfte alarmiert. Der 59-Jährige wurde erschossen in seinem Pflegebett gefunden. Im Obergeschoss fand die Polizei den ebenfalls erschossen 65-jährigen Bruder und die mutmaßliche Tatwaffe. Zunächst war ein Verfahren wegen Totschlags eingeleitet worden. Weitere Details wollte die Polizei mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte nicht nennen. Woher der Todesschütze die Waffe hatte und ob er Jäger war, wurde nicht bekannt.

13.2.22: Tödlicher Schuss: Jäger verurteilt

Das Amtsgericht Geestland hat einen Jäger wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt. Dies berichtet nord24.de berichtet am 13.2.2022. Demnach hatten drei junge Jäger über Waffen gefachsimpelt und Alkohol getrunken. „Als zwei von ihnen mal zum Pinkeln rausgehen, hören sie wenig später einen Schuss“, so das Nachrichtenportal. Ein 28-jähriger Jäger hatte sich beim Hantieren mit der Waffe seines Freundes aus Versehen tödlich in den Kopf geschossen. Der Besitzer der Waffe wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil er hätte prüfen müssen, ob noch Patronen im Magazin waren.

12.2.22: 83-jähriger erschießt Frau und sich

Im österreichischen Landsee hat offenbar ein 83-jähriger Mann seine 80-jährige Lebensgefährtin auf der Veranda ihres Einfamilienhauses erschossen. BKF TV berichtet, dass ein Abschiedbrief gefunden wurde und beide Partner offenbar krank gewesen seien. Die kriminaltechnischen Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Ob der 83-Jährige die Waffe als Jäger oder als Schütze besssen hat, wurde noch nicht bekannt.

12.2.22: 15-Jähriger erschießt seine Familie

Ein 15-jähriger Junge hat in Spanien bei einem Streit wegen schlechter Schulnoten erst seine Mutter und dann seinen 10-jährigen Bruder erschossen - mit dem Jagdgewehr des Vaters. Als der Vater später nach Hause kam, habe er auch diesen erschossen. Dies berichtet die Potsdamer Neue Presse am 12.2.2022.

10.2.22 Mann erschießt 55-Jährigen und sich selbst

Ein 51-Jähriger hat womöglich im Streit offenbar erst einen anderen Hausbewohner und dann sich selbst erschossen. Dies berichtet der Merkur am 10.2.2022. Demnach hatte eine Frau ihren 55-jährigen Lebenspartner sowie einen weiteren 51-jährigen Hausbewohner erschossen in ihrer Wohnung in Tirschenreuth aufgefunden. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz fanden Polizeibeamte in unmittelbarer Nähe der toten Männer eine Schusswaffe, die der 51-Jährige legal besaß. Ob der 51-Jährige die Schusswaffe als Jäger oder Schütze besessen hat, wurde nicht bekannt.

8.2.22: Jäger (82) droht Tochter zu erschießen

Der Notruf einer 46-jährigen Frau führte zu einen Großeinsatz von Polizei und Spezialeinsatzkommando in St. Ingbert-Hassel (Saarland): Ihr 82-jähriger Vater, ein ehemaliger Jäger, habe gedroht, sie zu erschießen. Anschließend wolle er sich dann selbst das Leben nehmen. Dies berichtet die Saarbrücker Zeitung am 8.2.2022. Demnach hätten sofortige Überprüfungen der Polizei ergeben, dass der 82-Jährige als ehemaliger Jäger womöglich noch Waffen habe. Das SEK riegelte daraufhin das Haus und die direkte Umgebung ab. Zum Glück wurde bei dem Einsatz niemand verletzt, der 82-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung wurden mehrere Schusswaffen gefunden und beschlagnahmt.

1.2.22: Mann erschießt Mutter, Bruder und sich

In Graz-St. Leonhard hat ein 60-Jähriger seinen Bruder (58), die Mutter (81) und sich selbst getötet. Dies berichtet vienna.at am 1.2.2022. Demnach sollen in der Wohnung legal mehrere Schusswaffen aufbewahrt worden sein. Ob der 60-Jährige die Waffen als Jäger oder Schütze besessen hat, wurde nicht bekannt.

31.1.22: Zwei Polizisten erschossen - Jäger?

Mindestens einer der beiden tatverdächtigen Polizistenmörder ist offenbar als Jäger legal im Besitz von Waffen und betreibt einen Wildhandel.
Am Montag den 31.1.2022 schockte eine dramatische Meldung ganz Deutschland: Bei einer nächtlichen routinemäßigen Fahrzeugkontrolle in Rheinland-Pfalz wurden zwei junge Polizisten erschossen: eine 24-jährige Polizeistudentin und ihr 29-jähriger Kollege.

„Die uniformierten Beamten waren in einem zivilen Einsatzfahrzeug unterwegs. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Kreisstraße 22 etwa um 4:20 Uhr wurden zwei Polizeibeamte durch Schüsse tödlich verletzt“, hieß es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und des Polizeipräsidiums Westpfalz am 31.1.2022 um 16.01 Uhr. Die ermordeten Polizisten sollen totes Wild in dem verdächtigen Fahrzeug gefunden haben, als plötzlich und völlig unvorbereitet auf sie geschossen wurde. Beide wurden offenbar mit gezielten Kopfschüssen getötet.
In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Staatsanwaltschaft und Polizei bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe: Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 38-jährigen Andreas Johannes S. aus Spiesen-Elversberg.“
Ein Eintrag im Firmenverzeichnis northdata.de zeigt: Der zur Fahndung ausgeschriebene Andreas Johannes S. aus Spiesen-Elversberg betreibt einen Wildhandel im benachbarten Neunkirchen.

Um 17.29 Uhr meldete das Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass der gesuchte Tatverdächtige sowie ein weiterer 32-jähriger Verdächtiger festgenommen wurden. Weiter heißt es: „Der Mann soll einen Waffenschein haben.“
BILD meldet am 1.3.2022, dass der Tatverdächtige bei der Festnahme in Metzgerschürze zu einem Polizeiauto geführt wurde. "Er soll gerade Wild zerlegt haben, als die Polizei eintraf", so BILD. Bei der Durchsuchung seien unter anderem Waffen sichergestellt worden.
Nach SOL.DE-Informationen ist der 38-Jährige bereits seit vielen Jahren als Jäger aktiv.
Er soll der Polizei in der Vergangenheit bereits wegen Unfallflucht auffällig geworden sein.

Und der Tatverdächtige hat offenbar schon bei einen Jagdunfall einen Jagdkollegen getroffen: Laut Staatsanwaltschaft in Saarbrücken hatte der heute 38-Jährige 2006 einen anderne Jäger im Hals- und Brustbereich sowie im Bereich eines Auges schwer verletzt und sei wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldbuße von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt worden. Dies berichtet snanews.de am 3.2.2022.
Die Saarbrücker Zeitung berichtet am 3.2.2022, dass der Jäger 2020 wegen Insolvenzverschleppung seine „Zuverlässigkeit“ und damit seine Waffenbesitzkarte nebst Jagdschein verloren habe.

Ob mit Jagdschein oder ohne: Tatsache ist, dass der Tatverdächtige weiterhin regelmäßig auf die Jagd ging, was in der saarländischen Jägerschaft bekannt war und gedeckt wurde.
Tatsache ist auch, dass der mutmaßliche Polizistenmörder das gezielte Töten jahrelang an Tieren geübt hat. "Er hat wahllos Tiere abgeballert", sagt ein Jagdkollege gegenüber der Saarbrücker Zeitung. „Er hat bei der Jagd immer sehr sauber getroffen“, erklärt ein weiterer Jäger. Andreas S. sei durchaus jederzeit in der Lage gewesen, auch „mit der Kurzwaffe auf eine Entfernung von über zehn Meter genau zu treffen“.

Der Deutsche Jagdverband beeilte sich, darauf hinzuweisen, dass dem Jäger 2020 der Jagdschein entzogen worden sei. Es handle sich bei den beiden mutmaßlichen Täter um Wilderer und nicht um Jäger.
Am 20.2.2022 erschien dazu ein beachtenswerter Beitrag des Saarländischen Rundfunks: »Sie war verräterisch – jene Sprachnachricht, die nach den tödlichen Schüssen von Kusel in Jagdkreisen die Runde machte. Der Präsident der rheinland-pfälzischen Weidmannschaft Dieter Mahr berichtete auf WhatsApp wenige Stunden nach den schrecklichen Geschehnissen erstaunlich detailliert über die Tat und das von Wilderei geprägte Leben des Andreas S.. Zum Schluss richtete er einige beruhigende Worte an die Seinen. Zwar gebe es von den Medien zahlreiche Anfragen auch an den Jagdverband. Darin gehe es derzeit jedoch rein um das „fürchterliche Verbrechen“ nicht um die „Jagerei“ oder um „legalen oder illegalen Waffenbesitz“. Mahr gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das auch so bleibt.«
Und weiter heißt es: »Bei den Jägern geht also ganz offensichtlich die Angst um, der Tod der beiden jungen Polizisten könnte ihnen eine weitere Verschärfung des Waffenrechts bescheren. Eine Diskussion über Jagdschein, Waffenbesitzkarte (WBK) und Kontrollen der Behörden sollte möglichst vermieden werden – war Andreas S. doch lange Jahre Jäger, hatte Jagdschein und WBK.«

Der Beitrag des saarländischen Rundfunks wirft auch die Frage auf, ob die Behörden bei den Tatverdächtigen die nötigen Waffenkontrollen ordnungsgemäß durchgeführt haben. Denn die beiden Tatverdächtigen hatten ein riesiges Waffenarsenal. Im für Waffenkontrollen zuständigen Landratsamt des Kreises Neunkirchen sei der zuständige Sachbearbeiter gleichzeitig stellvertretender Landesjägermeister und Kreisjägermeister. "Angesichts dieser Konstellation könnte man vermuten, dass da jemand quasi sich selbst nebst Jagdkollegen kontrolliert", heißt es in dem Beitrag.

Der SPIEGEL fragt am 4.3.2022: „Mutmaßlicher Polizistenmord bei Kusel - Schoss Andreas S. mit den Waffen seiner Frau?" Demnach gehörten die zwei Jagdwaffen, mit denen Andreas S. Ende Januar zwei Polizisten erschossen haben soll, offiziell wohl seiner Frau, die ebenfalls Jägerin war: "Waffen desselben Typs und Kalibers – eine doppelläufige Schrotflinte und ein Bergara-Jagdgewehr im Kaliber .308 Winchester – waren nach Informationen des SPIEGEL seit Mitte 2021 auf der Waffenbesitzkarte der Frau von Andreas S., Sarah S., eingetragen." Denn Andreas S. durfte zum Zeitpunkt der Tat keine Waffen besitzen und auch nicht jagen.

15.1.22: "Todesangst" - Spaziergänger in Drückjagd

Beim Spaziergang im Rabensteiner Wald bei Chemnitz gerieten mehrere Spaziergänger ohne Vorwarnung mitten in eine Gesellschaftsjagd mit 35 Jägern und Jagdhunden. Frizzi A. war mit ihren beiden Hunden im Wald unterwegs, als Schüsse fielen und Jagdhunde ihre Tiere belästigten: "Ich hatte Todesangst, genauso wie meine kleinen Hunde. Ein Jäger schnauzte mich noch an, als ich rief, er solle seine Hunde anleinen. Ein kleines Mädchen in der Nähe schrie wie am Spieß, weil es knallte und Hunde sie umzingelten!", berichtet die Frau auf tag24.de am 15.1.2022. Und offenbar standen noch weitere verängstige Spaziergänger plötzlich zwischen den Flinten: Drei Notrufe gingen bei der Polizei ein!
Doch die Polizei sah keinen Grund zum Eingreifen, weil laut einem Poizeisprecher die Jagd von Landratsamt und Forstbehörde bestätigt wurde.

9.1.22 Jagdunfall: 19-Jähriger erschossen

Bei einem Jagdunfall in Italien wurde ein 19-Jähriger durch einen Schuss aus der eigenen Waffe tödlich getroffen. Dies berichtet der STERN am 9.1.2022. Demnach war der junge Mann mit Freunden auf der Jagd in einem Wald bei Montecatini Val di Cecina (Provinz Pisa). Als er sich nach Patronen bückte, löste sich der Schuss aus seinem Gewehr und traf ihn in den Unterleib – er brach vor den Augen der Jagdgesellschaft zusammen und starb beim Transport ins Krankenhaus. Der 19-jährige war Junioren-Weltmeister im Tontauben-Schießen.

9.1.22: Förster erschießt Ehefrau

Bei einem Ehestreit in Oberösterreich soll ein 46-jähriger Förster seiner Ehefrau am Esstisch mit einer registrierten Pistole in den Kopf geschossen haben - offenbar im Beisein der fünf Kinder im Alter von sieben bis 18 Jahren. Dies berichtet die Kronen Zeitung am 9.1.2022. Demnach hatte der deutsche Staatsbürger nach dem Schuss selbst die Polizei verständigt. Die Frau wurde mit Rettungshubschrauber ins Uniklinikum nach Linz geflogen, wo sie an ihren schweren Kopfverletzungen starb. Am Tatort stellten Polizisten neben der Tatwaffe noch drei Gewehre sicher, die der Mann als Jagdscheininhaber allesamt legal besessen hatte.

8.1.22: Jäger bei Treibjagd erschossen

Tödlicher Jagdunfall in Unterfranken: Bei einer Treibjagd am Dreikönigstag wurde ein 78-jähriger Jäger erschossen aufgefunden. Dies berichtet der Bayerische Rundfunk am 8.1.2022. Demnach hatten sich mehrere Jäger am Vormittag des 6. Januar bei Volkach (im Landkreis Kitzingen) zu einer Treibjagd getroffen. Nach dem Ende der Jagd kehrte ein 78-jähriger Jäger aus Würzburg nicht zurück zum Treffpunkt. Seine Jagdkollegen fanden ihn schließlich leblos auf seinem Hochsitz. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde der Mann von einem Querschläger am Kopf getroffen. Die Kripo Würzburg ermittelt nun mit Unterstützung des Bayerischen Landeskriminalamtes, wie es zu dem Jagdunfnfall kommen konnte.

8.1.22 Angeschossenes Wildschwein greift Bauern an

Bei einer Treibjagd im oberösterreichischen Bezirk Pergn wurde ein Wildschwein von einem Jäger angeschossen. Offenbar waren dem Tier die beiden vorderen Füße abgeschossen worden. Das schwer verletzte Tier wurde nach der Treibjagd bei der Nachsuche nicht gefunden. Fünf Tage später kam ein Landwirt in die Nähe des Tieres und wurde angegriffen. Dies berichtet die Kronen Zeitung am 8.1.2022. Die Jäger sehen auf Anfrage der Zeitung keine Schuld.

7.1.22: Alkoholisierter Jäger mit Waffen im Auto

In Niederösterreich wurde ein 47-jähriger Jäger und Bürgermeister von nach einer Wirtshaus-Prügelei und einer alkoholisierten Verfolgungsjagd mit zwei Verletzten von der Polizei vorübergehend festgenommen. Dies berichtet Oe24 am 7.1.2022. Weil der passionierte Jäger seine Gewehre im Auto mitführte, wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt. Wegen Alkohols am Steuer ist der Kommunalpolitiker auch den Führerschein erstmal los.

3.1.22: Mann erschießt seine Frau und sich selbst

Im oberfränkischen Pegnitz hat 63-Jähriger seine 74-jährige Ehefrau und dann sich selbst mit einem Gewehr erschossen. Dies meldet der Kurier am 3.1.2022. Demnach hatten Nachbarn gegen 16.15 Uhr kurz hintereinander zwei Schüsse gehört und die Polizei gerufen. Daraufhin kam es zu einem SEK-Einsatz. Alle Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden aufgefordert, in der Wohnung zu bleiben. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Am Abend sprengte das SEK sprengte die Wohnungstür und fand zwei leblos Personen. Nachbarn berichten, der 63-Jähige habe mal erzählt, dass er 30 Jahre beim Forst gearbeitet und jetzt „die Nase voll vom Wald“ habe.