Jagdunfälle / Straftaten 2021

29.3.21: Mutter erschießt Tochter und sich

In einem Waldstück in Niederösterreich wurden in einem abgestellten Auto die Leichen einer 25-jährigen Frau und ihrer vierjährigen Tochter gefunden - beide wiesen Kopfschüsse auf. Vom Autobesitzer - dem Ehemann und Vater des Kindes - fehlte vorerst jede Spur. Da es sich bei dem Gesuchten um einen Jäger handelte, wurde eine Großfahndung ausgelöst und auch die Elitetruppe Cobra alarmiert, berichtet die Kronen Zeitung am 29.3.2021. Der 59-jährige Jäger, der zunächst als Tatverdächtiger galt, stellte sich später der Polizei. Zuvor soll er damit gedroht haben, sich selbst zu erschießen. Das Paar habe sich erst vor Kurzem getrennt.
Die Ergebnisse der Obduktion, der Ermittlungen und der Tatortarbeiten legten nahe, dass die Frau das Kind und sich selbst erschossen hat, so die Polizei am 30.3.2021 laut vienna.at. Die Schusswaffe hatte die Frau ihrem Mann demnach wohl entwendet.

26.3.21: 59-Jähriger erschießt Ehefrau

In Düsseldorf hat offenbar ein 59-jähriger Mann seine 47-jährige Frau erschossen. Die Schusswaffe habe er als Inhaber eines Waffenscheins legal besessen. Anschließend habe sich der Mann mit Tabletten vergiftet. „Während die 47-Jährige, von mehreren Kugeln getroffen, in einer Düsseldorfer Klinik starb, konnten die Ärzte den Ehemann retten, der kurz nach seiner Festnahme das Bewusstsein verloren hatte“, berichtet tonight.de am 26.3.2021. Die Ermittler vermuten Eheprobleme als Auslöser der Tat. Gegen den 59-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.

25.3.21: Riesiges Waffenarsenal bei Jäger entdeckt

Bei einem 69-jährigen Hobby-Jäger im Main-Tauber-Kreis wurde ein riesiges Waffenarsenal entdeckt. Die berichtet Wild beim Wild am 25.3.2021. Demnach hatte die Staatsanwaltschaft Ellwangen zusammen mit der Zollfahndung Stuttgart Ermittlungen gegen den Rentner durchgeführt und einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Die Beamten fanden in dem Haus des einen erschwert zugänglichen Geheimraum, der bis unter die Decke mit illegalen Gegenständen gefüllt war. Es handelte sich um insgesamt rund 60 Kriegswaffen, 140 Kurzwaffen, 70 Langwaffen, 8.000 Schuss Munition und 6 Kilogramm Treibladungspulver für die Munitionsherstellung. Der 69-jährige besaß als Jäger die Erlaubnis für den Besitz und das Führen von bestimmten Zivilwaffen. Somit konnte auch mit dem Auffinden von legalen Waffen gerechnet werden. Der Fund überstieg dann doch alle Vermutungen der Beamten. Viele der aufgefundenen Waffen waren geladen. Die Ermittlungen wegen Verdachts von Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz dauern an.

12.3.21: Zwei Menschen bei Jagdunfall verletzt

In der Oberpfalz wurden bei einem Jagdunfall ein 28-jähriger Jäger und seine 33-jährige Begleiterin teils schwer verletzt. Dies meldet das Oberpfalzecho am 12.3.2021. Demnach saßen die beiden mit einem weiteren Jäger auf einem Waldparkplatz im Auto, als sich aus dem Gewehr des 28-Jährigen auf dem Beifahrersitz der Schuss löste. „Die Kugel durchschlug seinen linken Oberarm, eine Hundebox im Auto und schließlich das Fahrzeugdach. Auch die Frau auf der Rückbank bekam Splitter ab und verletzte sich im Gesicht“, so die Meldung. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung und prüft Verstöße nach dem Waffengesetz/ Jagdgesetz.

12.3.21: Jäger trifft Spaziergänger in Oberkörper

In der Elsteraue in Sachsen-Anhalt) hat ein 68-jähriger Jäger auf einen 21-jährigen Spaziergänger geschossen den Oberkörper getroffen. Dies berichtet die Mitteldeutsche Zeitung am 12.3.2021. Demnach stellten sich die Verletzungen des jungen Mannes glücklicherweise als nicht lebensbedrohlich heraus. „Der Jäger hat offenbar gedacht, dass es sich bei ihm um Wild handelt und hat geschossen“, zitiert die Zeitung einen Sprecher des Polizeireviers. Erst nach dem der Schuss gefallen sei, habe der Jäger bemerkt, dass sein Ziel doch kein Tier war. Gegen den Jäger wird jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

9.3.2021: Jäger erschießt Ehefrau und sich

Bei einem Familiendrama in Finnentrop-Rönkhausen (Sauerland) hatte ein 73-jähriger Mann im Oktober 2017 zunächst seine Ehefrau und dann sich selbst erschossen (Westfalenpost, 26.10.2017). Damals hieß es, der Täter habe die Schusswaffe legal als Sportschütze besessen. Nun wurde von der Staatsanwaltschaft bekannt: "Der Täter war kein Sportschütze, sondern Jäger. Die Tatwaffe (Flinte) wurde in seiner Eigenschaft als Jäger legal besessen."

9.3.21: 73-Jähriger erschießt Stiefsohn

Im sächsischen Limbach-Oberfrohna soll ein 73-jähriger Rentner mit seiner Waffe, die er legal besessen hat, den Sohn seiner verstorbenen Lebensgefährtin erschossen haben. Hintergrund ist ein Streit um die Erbschaft. Laut tag24.de vom 9.3.2021 ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes gegen den 73-Jährigen. Ob er die Schusswaffe als Jäger oder als Schütze besessen hatte, wurde nicht bekannt.

3.3.21: Hund und Halter in Schlagfalle

Bei einem Waldspaziergang im Landkreis Kulmbach (Bayern) verletzten sich ein Hund und sein Besitzer an einer Schlagfalle. Dies meldet das Jägerportal jagderleben.de am 3.3.2021. Demnach trat der Hund in die Schlagfalle, die unmittelbar am Wegrand aufgestellt war. Als der Hundebesitzer seinen Hund aus der Falle befreien wollte, verletzte er sich an der Hand. Die Polizei ermittelte den Besitzer der Schlagfalle. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet.

24.2.21: Jäger zielt mit 1,5 Promille aus Fenster

Ein alkoholisierter Jäger aus Neubrandenburg hat offenbar nachts an einem Fenster mit einem Gewehr hantiert. Eine Zivilstreife der Bundespolizei hatte beobachtet, wie zwei Menschen an einem Fenster standen und ein Gewehr mit einem Zielfernrohr heraus hielten, berichtet der Nordkurier am 24.2.2021. „Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden zwei Waffen beschlagnahmt, ein Atemalkoholtest ergab laut Polizei einen Wert von 1,5 Promille.“
Dem Jäger droht nun der Entzug des Jagdscheins und der Waffenbesitzkarte.

15.2.21 Frau erschossen - kein Gefängnis für Jäger

Unglaublich: Der Jäger, der im November 2018 in Dalberg (Kreis Bad Kreuznach) eine Frau in ihrem Garten erschossen hatte, muss nicht ins Gefängnis! Dies berichtet die Rheinpfalz am 15.2.2021.
In erster Instanz war der Jäger zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Nun hat das Landgericht Bad Kreuznach den Jäger in einem Berufungsprozess wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.
Der Jäger sich bei einer Treibjagd den Anweisungen des Veranstalters der Jagd widersetzt und in die falsche Richtung geschossen – und dabei aus Versehen eine 86-jährige Frau erschossen, die sich in ihrem eigenen Garten aufhielt. Im ersten Prozess hatte der Mann angegeben, ausgerutscht zu sein und deshalb hangabwärts geschossen zu haben.
Im Berufungsverfahren hatte der Jäger laut Gerichtssprecher zugegeben, dass er nicht ausgerutscht sei und bewusst den Hang herunter geschossen habe. „Der Mann sei durch das Ereignis zudem traumatisiert. Aus diesen Gründen sei das Strafmaß geändert worden.“



10.2.21: 69-Jähriger erschießt Nachbarn und sich

Ein 69-Jähriger hat im Landkreis Zwickau zunächst seinen Nachbarn in dessen Garage erschossen und sich dann anschließend in seinem Garten gegangen selbst erschossen. Dies berichtet die Frankenpost am 10.2.2021. Laut Polizei habe 69-Jährige legal Schusswaffen besessen – ob als Jäger oder als Schütze, wurde noch nicht bekannt.

5.2.21: Jagd verunsichert Spaziergänger

Im Rautheimer Holz bei Braunschweig sind Spaziergänger in eine Wildschweinjagd geraten. Dies berichtet die Braunschweiger Zeitung am 5.2.2021. Demnach war ein 60-jähriger Mann mit Frau und Hund am Nachmittag unterwegs, als er Schüsse hörte und im Wald mehrere Jäger und Treiber mit roten Westen beobachtete. Auch Kinder seien dort unterwegs gewesen, so die Spaziergänger. Sie fragen: Sollten Jagden nicht angekündigt sein und das Gebiet dafür abgesperrt werden? Doch der Waldeigentümer betont gegenüber der Zeitung: Es gibt keine Pflicht, eine Jagd anzukündigen.

31.1.21: Jägerin auf Hochsitz verbrannt

War ein mit Gas betriebener Heizofen die Ursache? Beim Brand eines Hochsitzes auf einem Feld in Meerbusch bei Düsseldorf ist eine Frau gestorben - laut Polizei Rhein-Kreis Neuss hat es sich wahrscheinlich um eine Jägerin gehandelt. Derzeit werde geprüft, ob ein mit Gas betriebener Heizofen im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Feuers stehen könnte, meldet wildbeimwild.com am 31.1.2021. Die Ermittlungen dauern an.

18.1.21: Schüsse am Sonntagnachmittag

Spaziergänger – darunter Familien mit Kindern - sind am Sonntagnachmittag auf einem geteertem Weg durch die Weinberge zwischen Ayl und Saarburg (Rheinland-Pfalz) in eine Drückjagd geraten. Eine Spaziergängerin berichtet im Volksfreund vom 18.1.2021, sie hätte plötzlich Schüsse gehört. Schließlich habe sie Jäger mit Warnwesten und Gewehren in den Händen auf einer Wiese gesehen – aber keine Warnschilder, die auf eine Jagd aufmerksam machten. Daraufhin verständigte sie die Polizei. Dort gingen offenbar mehrere Anrufe wegen dieser Jagd ein. Als die Polizei um 15.10 Uhr vor Ort ankam, habe der Jagdausführungsberechtigte erklärt, dass er wegen eines verletzten Wildschweins kurzfristig eine Drückjagd mit zehn Jägern organisiert hätte.

18.1.21: 64-Jähriger erschoss Ehefrau und sich

Ein 64-jähriger Mann hat in der Oststeiermark offenbar erst seine 61-jährige Ehefrau und dann sich selbst erschossen. Dies meldet die Tiroler Tageszeitung am 18.1.2021. Laut Landespolizeidirektion wurden die Leichen des Ehepaars in der Küche des Wohnhauses gefunden. "Der Mann hat die Waffe ersten Informationen zufolge legal besessen", so die Zeitung - ob als Jäger oder Schütze, wurde noch nicht bekannt.

12.1.21: 79-Jähriger erschießt Ehefrau und sich

Ein 79-jähriger Mann hat im Kreis Karlsruhe erst seine schwer pflegebedürftige Ehefrau und anschließend sich selbst erschossen. Dies berichten die Stuttgarter Nachrichten am 12.1.2021. Laut Polizei hatte der Mann die Schusswaffe legal besessen - ob als Jäger oder als Schütze wurde noch nicht bekannt.

11.1.21: Mann erschießt Frau, Sohn und sich

Ein 65-jähriger Familienvater hat in Ludwigshafen erst seine 60-jährige Ehefrau und den 14-jährigen Sohn und anschließend sich selbst erschossen. Die berichtet polizeiticker.ch am 11.1.2021. Laut Polizeipräsidium Rheinpfalz war die Tatwaffe legal im Besitz des 65-Jährigen - ob als Jäger oder als Schütze wurde noch nicht bekannt.

5.1.2021: Schuss aus Jagdwaffe trifft Anwesen

Ein Jäger hat in Oberfranken offenbar fahrlässig in Richtung Ortschaft gezielt und ein Anwesen in Rattelsdorf getroffen. Dies berichtet der Bayerische Rundfunk am 5.1.2021. Demnach hatte ein Projektil vermutlich ein Metallgitter an einer Hauswand getroffen und sich dabei stark verformt, bevor es auf dem Anwesen einschlug. Laut Ermittlungen der Polizei sei der Schuss von einem Jäger vermutlich aus einer Entfernung von vier bis viereinhalb Kilometern abgegeben worden. „Es sei daher nur mit viel Aufwand herauszufinden, aus welchem Gewehr der Schuss abgefeuert wurde“, so der BR. Aufgrund des geringen Sachschadens von rund 100 Euro gehe die Polizei davon aus, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstelle.