Jagdunfälle / Straftaten 2019

15.1.19: Jagender Bischof schoss anderen Jäger an

Bei einem organisierten Jagdausflug in Kroatien hat ein Bischof statt eines Wildschweins einen 64-jährigen Jagdkollegen getroffen und schwer verletzt. Dies berichtet die Tiroler Tageszeitung am 15.1.2019. Demnach will die Polizei ein Strafverfahren gegen den Schützen einleiten.

„Örtlichen Medien zufolge ist der Bischof als eifriger Jäger bekannt“, so die Tiroler Tageszeitung. In Online-Netzwerken erntete der katholische Geistliche wegen des folgenreichen Fehlschusses viel Kritik: „Was tut ein Bischof bei der Jagd? Gottes Geschöpfe töten? Ist das nicht gegen seinen Dienst und den Glauben, den er predigt?“

9.1.19: Jäger erschießt Hund 100 Meter vom Haus

„Jäger erschießt Hund – nur 100 Meter vom Haus seiner Halterin entfernt“, titelt das Göttinger Tageblatt am 9.1.2019 und schreibt: „Eigentlich wollte ein Ehepaar nur mit ihren beiden Hunden spazieren gehen. Doch einer der beiden Tiere konnte es nicht erwarten und rannte allein los – mit dramatischen Folgen.“ Laut Polizei Waldkirchen (Bayern) hat ein Jäger im am Abend des 3. Januar einen Australian Shepherd erschossen – nur etwa 100 Meter von ihrem Wohnhaus entfernt. Gegenüber der Polizei begründete der die Entscheidung damit, dass der Hund gewildert habe.

9.1.19: Schuss - Jäger erschreckt Spaziergänger

In Bielefeld hat ein Jäger mitten am Tag in der Grünanlage geschossen – während Spaziergänger unterwegs waren. Die Neue Westfälische berichtet am 9.1.2019 von einer 52-jährigen Bielefelderin, die mit ihrem Freund einen Spaziergang oberhalb der Winzerschen Gärten machte. Gegen 10.15 Uhr sei plötzlich in ihrer Nähe ein Schuss gefallen. „Im selben Moment fällt rechts von uns eine Taube tot vom Baum", so die Frau gegenüber der Zeitung. Eine Nachfrage beim Ordnungsamt bestätigte, dass ein Jäger vor Ort war. „Grundsätzlich haben wir Erlaubnisse zur beschränkten Jagd auf Friedhöfen sowie in Kleingarten- oder Grünanlagen“, so die Information vom Ordnungsamt. „An dem Ort und zu diesem Zeitpunkt hat der Erlaubnisinhaber tatsächlich eine Taube geschossen." Die Spaziergänger habe der Jäger erst zum Zeitpunkt der Schussabgabe im Augenwinkel gesehen. Ihm zufolge seien die Spaziergänger nicht in Gefahr gewesen. Das sehen die Spaziergänger aber anders: „Aus unserer Sicht war das ganz schön knapp."

7.1.19: Hat ein Jäger die Frau erschossen?

„Hat ein Jäger die dreifache Mutter erschossen?“, fragt RTL am 7.1.2019. In der Silvesternacht war eine Frau aus Kiel direkt vor ihrer Haustür zusammengebrochen – sie war von einem Projektil in den Kopf getroffen worden und starb im Krankenhaus. Laut Gerichtsmedizinern deuteten die Verletzungen auf ein Zerlegungsgeschoss hin, wie sie von Jägern verwendet werden. Die Untersuchungen zum Fall laufen noch.

4.1.19: Jogger angeschossen - Jagdschein weg

Ein Jäger aus Niedersachsen verliert wohl seinen Jagdschein. Dies berichtet der NDR am 4.1.2019. Demnach hatte der Jäger einen Jogger angeschossen: „Der 31-jährige Familienvater war mit seinen drei Kindern auf einem Feldweg bei Lauenhagen unterwegs, als er einen Schlag am Kopf spürte und zu Boden ging“, so der NDR. Der Jäger hatte wohl unachtsam mit seinem Gewehr hantiert. Nun hat die untere Waffenbehörde des Landkreises Schaumburg entschieden, dass der Mann Jagdschein und Waffenbesitzkarte abgeben muss. Der Jäger kann aber gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen.