Jagdunfälle / Straftaten 2026
23.2.26: Hobbyjäger erschießt seine Frau, seine beiden Kinder und sich selbst
Ein 52-jähriger Hobbyjäger und Sportschütze hat am 20.2.2026 in Strullendorf im Landkreis Bamberg offenbar seine 49-jährige Frau, die beiden Kinder und sich selbst erschossen. Mieter des Mehrfamilienhauses hatten einen auffälligen Geruch festgestellt. Der Vermieter der Wohnung alarmierte daraufhin am Freitagabend gegen 19 Uhr über den Notruf die Polizei. Nachdem die Beamten die versperrte Wohnung geöffnet hatten, entdecken sie die vier Leichen. „Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und der Polizei erschoss der 52-jährige deutsche Mann zunächst seine Frau, den 14-jährigen Sohn und die sechsjährige Tochter, bevor er schließlich eine Waffe gegen sich selbst richtete. Der 52-Jährige besaß eine waffenrechtliche Erlaubnis und war im Besitz mehrerer Schusswaffen“, heißt es in der Gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bamberg und des Polizeipräsidiums Oberfranken vom 23.2.2026.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken besaß der 52 Jahre alte Deutsche eine waffenrechtliche Erlaubnis und hatte mehrere Schusswaffen. Warum der Mann mehrere Schusswaffen legal besaß, blieb zunächst unklar. Auf Nachfrage der Redaktion von infranken.de am 23.2.2026 teilte das Polizeipräsidium mit, dass der Familienvater Jäger und Sportschütze war. Aus diesen Gründen war er im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis.
20.2.26: Wildschweinjagd endet mit drei erschossenen Jägern
Vier Hobbyjäger waren in Sizilien auf Wildschweinjagd, die mit drei erschossenen Jägern endete. Dies berichtet der Kurier am 20.2.2026. Die Rekonstruktion der italienischen Polizei ergab:
Zunächst hatte ein 82-jähriger Hobbyjäger einen 44-jährigen Jäger für ein Wildschwein gehalten und auf ihn tödlich getroffen. (Jäger 1 tot)
Bei dem Schrotschuss wurde auch der 26-jährige Bruder des 44-Jährigen, der sich dicht neben ihm befand, vom Schrotkugeln getroffen. Es folgte eine tödliche Kettenreaktion aus Panikschüssen: Weil wie aus dem Nichts auf seinen Bruder geschossenen wurde, feuerte der 26-Jährige auf den 82-Jährigen und traf ihn tödlich. (Jäger 2 tot)
Daraufhin schoss der 50-jährige Jagdfreund des 82-Jährigen auf den 26-Jährigen. (Jäger 3 tot)
Der 50-Jährige und einzige Überlebende der vier Jäger floh anschließend vom Tatort. Laut Rai News gestand er später, auf den 26-Jährigen geschossen zu haben.
Jagdsaison 2025/2026 in Italien: 46 Tote
Mit der Präsentation des neuen Dossiers „Jagdopfer 2025/2026“ legt die AVC – Beobachtungsstelle für Jagdopfer in Italien erneut eine erschütternde Bilanz vor:
In der Saison 2025/2026 starben 33 Jäger infolge eigener Handlungen. Gleichzeitig kamen 13 Menschen ums Leben, die mit Jagdaktivitäten nichts zu tun hatten.
Zusätzlich zu den Todesfällen prägen schwere Verletzungen, Missbrauch von Jagdwaffen und kriminelles Verhalten prägen auch dieses Jahr die Chronologie. Besonders alarmierend ist dabei, dass immer häufiger Menschen betroffen sind, die in keinerlei Zusammenhang mit der Jagd stehen: Spaziergänger, Nachbarn, Familienangehörige oder zufällig Anwesende werden zu Opfern einer bewaffneten Freizeitaktivität, die sich dem gesellschaftlichen Wandel hartnäckig verweigert.
20.2.26: 41-Jährige erschießt sich selbst
Im österreichischen Mühlviertel hat sich eine 41-jährige Frau sich selbst mit einer Schusswaffe das Leben genommen. Dies berichtet die Kronen Zeitung am 20.2.2026. Demnach war die Frau in ihrem Haus mit einer tödlichen Schusswunde gefunden worden. Zunächst wurde der 43-jährige Lebensgefährte festgenommen. Doch die Obduktion ergab laut Staatsanwaltschaft, dass die Frau sich selbst erschossen hat. Ob die Frau die Schusswaffe als Jägerin oder Sportschützin besessen hat, war der Presse nicht zu entnehmen.
18.2.26: Mann erschießt Ehefrau und sich selbst mit Schrotflinte
In Feldkirchen bei Mattighofen wurde ein Ehepaar (beide Mitte 60) am 18.2.2026 von Verwandten mit Schüssen im Brustbereich tot aufgefunden worden. Nach Obduktion der Leichen bestätigte sich: Der Ehemann hat zuerst seine Frau, dann sich selbst getötet. Dies berichtet die Kronen Zeitung am 20.2.2026. Die Waffe, eine Schrotflinte, besaß er legal. Ob der Mann die Schrotflinte legal als Jäger oder Sportschütze besessen hat, war der Presse nicht zu entnehmen.
12.2.26: Streit unter Jägern eskaliert: Plötzlich liegt Gewehrmagazin unter dem Auto
Von einem jahrelangen Streit unter Hobbyjägern, der eskaliert ist und zu einem Prozess mit Verurteilung führte, berichtet die Schwäbische Zeitung am 12.2.2026:
Demnach hatte ein Jäger einer Jagdgemeinschaft im schwäbischen Bisingen einen 40-jährigen Jäger angezeigt, weil dieser illegale Böller vertickt haben soll. Dies konnte ihm zwar nicht nachgewiesen werden, doch bei der Hausdurchsuchung wurden nicht sachgemäß verwahrte Munition entdeckt, was den Hobbyjäger für fünf Jahre den Waffen- und den Jagdschein kostete.
Der 40-Jährige blieb zwar weiterhin Jagdpächter, durfte aber nicht mehr jagen. Da er sich offenbar von seinen Jagdkollegen gemobbt fühlte, kam es zu weiteren Streitigkeiten in der Jagdgemeinschaft, die schließlich eskalierten:
Der Jäger ohne Jagdschein deponierte nachts ein Gewehrmagazin samt fünf Patronen unter dem Auto eines Jagdkollegens, um ihn anschließend unter falschem Namen bei der Polizei für unsachgemäßen Umgang mit Munition anzuschwärzen.
Es kam zum Prozess vor dem Amtsgericht Hechingen und anschließend zu einem Berufungsprozess vor dem Landgericht, bei dem es schließlich zu einem Schuldeingeständnis des 40-Jährigen kam. Der Hobbyjäger wurde rechtkräftig verurteilt.
11.2.26: Mann erschießt 38-jährige Ehefrau
Im baden-württembergischen Schrozberg hat ein Mann seine 38-jährige Ehefrau mit mehreren Schüssen getötet. Dies berichtet der SWR am 11.2.2026. Demnach wurde der Mann festgenommen. Weitere Einzelheiten nannten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. So wurde nicht über die Tatwaffe bekannt und ob der Mann die Schusswaffe legal als Sportschütze oder Jäger besessen hat. Die Ermittlungen dauern an.
26.1.26: 42-jähriger Jäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen
Ein 42-jähriger Hobbyjäger wurde in der Steiermark aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins. Dies berichtet der Kurier am 26.1.2026. Demnach waren drei Hobbyjäger von der Jagd zurückgekehrt und wollten das tote Wildschwein ins Auto verladen: Um das tote Tier gemeinsam mit dem 42-Jährigen in das Fahrzeug zu heben, übergab ein 57-jährige Jäger sein Jagdgewehr vorübergehend an einen 36-Jährigen. Nach dem Verladen gab der 36-Jährige die Waffe wieder zurück. Dabei löste sich ein Schuss, erklärt die Landespolizeidirektion Steiermark. Der 42-Jährige wurde in den Kopf getroffen und starb an der Unglücksstelle.
Laut Polizei konnten bislang keine Hinweise auf eine vorsätzlich begangene Straftat ermittelt werden - es handele sich um zutiefst tragisches menschliches Versagen.
17.1.26: Joggerin von Hobby-Jäger angeschossen
In der Schweiz wurde am 17. Januar 2026 eine 25-jährige Frau während eines Jogginglaufs auf offener Straße nahe der Gemeinde Lent im Jura durch einen Schuss eines Hobby-Jägers schwer am Fuß verletzt – offenbar war in der Nähe eine Jagdgesellschaft unterwegs. Dies berichtet wildbeimwild.com am 22.1.2026. Demnach musste die junge Frau von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie operiert wurde.
13.1.26: 71-jähriger Jäger schießt Spaziergängerin ins Gesicht - Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl
Bei einer Treibjagd im niedersächsischen Harkebrügge wurde eine 59-jährige Spaziergängerin im Dezember durch einen Schrotschuss im Gesicht getroffen und schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat gegen einen 71-jährigen Hobbyjäger einen Antrag auf Erlass eines Strafbefehls wegen fahrlässiger Körperverletzung beim Amtsgericht Cloppenburg gestellt und die Verhängung einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe sowie die Zahlung eines Geldbetrags beantragt. Weil der Beschuldigte den Strafbefehl mit Bewährungsstrafe nicht akzeptiert, kommt es zum Verfahren vor dem Amtsgericht Cloppenburg, berichtet om-online.de am 13.1.2026.
10.1.26: Schuss eines Jägers trifft anderen Jäger tödlich
Tödlicher Jagdunfall in einem Waldstück bei Warburg (Nordrhein-Wesfalen): Der Jagdausflug einer Gruppe von vier jungen Hobbyjägern am Freitagabend endet mit dem Tod eines 23-Jährigen. Dies berichten SPIEGEL online und das Westfalen-Blatt am 10.1.2026. Ein 22-jähriger Hobbyjäger stieg mit zwei Jagdfreunden auf einen Hochsitz, der 23-Jährige sei bezog allein auf einem mindestens 100 Meter entfernten Hochsitz Position. Ein Schuss des 22-Jährigen traf den 23-jährigen Hobbyjäger und verletzte ihn so schwer, dass er rascher notärztlicher Reanimationsversuche noch im Wald starb. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.
Das Westfalen-Blatt erinnert an einen ähnlichen Jagdunfall in der Nähe von Warburg vor fast genau einem Jahr: Damals war bei einer Drückjagd ein Mann angeschossen und schwer verletzt worden. Die Hintergründe blieben weitgehend im Dunkeln“, so die Zeitung.
8.1.26: 77-jähriger Jäger verwechselt Spaziergänger mit Wildtieren – Frau schwer verletzt
Ein 77-jähriger Hobbyjäger hat in Beckeln (Landkreis Oldenburg) von seinem Hochsitz aus auf eine Gruppe Spaziergänger geschossen, die am Waldrand im Schnee unterwegs waren und eine 58-jährige Frau durch einen Schuss in den Oberschenkel schwer verletzt. Dies berichten der NDR und SPIEGEL online am 8.1.2026. Laut Ermittlungen der Polizei hat der Senior die Spaziergänger offenbar für Wildtiere gehalten.