Jagdunfälle / Straftaten 2020

18.1.20: Treibjagd - Jäger getroffen

Bei einer Treibjagd am Samstag, den 18.01.2020 in Kröv (Rheinland-Pfalz), wurde ein Jäger von Teilen eines Projektils getroffen und am Hals verletzt, als Jäger auf eine Rotte Wildschweine schossen. Dies meldet die Polizeiinspektion Bernkastel-Kues am 18.1.2020 in einer Pressemitteilung. Der Jäger musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus in Trier geflogen werden.

16.1.20: Jägern droht hohe Schmerzensgeldzahlung

Ein Mountainbikefahrer verletzte sich 2012 schwer, als er in vor zwei waagerecht über einen Feldweg gespannten Stacheldrähten eine Vollbremsung machen musste. Der Mann stürzte kopfüber in die Absperrung, blieb mit seiner Kleidung hängen und konnte sich nicht mehr bewegen. Zwei Jagdpächter hatten den Feldweg gesperrt und nutzen ihn regelmäßig, um zu einer hinter der Absperrung gelegenen Wiese zu gelangen, wo sich ein mobiler Hochsitz/Jagdwagen befand. Der Mountainbikefahrer, ein Bundeswehroffizier, erlitt durch den Sturz einen Bruch des Halswirbels und als Folge eine komplette Querschnittslähmung unterhalb des vierten Halswirbels. Er ist seit dem Unfall dauerhaft hochgradig pflegebedürftig und bedarf lebenslang einer querschnittslähmungsspezifischen Weiterbehandlung mit kranken-, physio- und ergotherapeutischen Maßnahmen.

Am 16.1.2020 fand die Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof statt. Der Bundeswehroffizier und die Bundesrepublik Deutschland als sein Dienstherr machen unter dem Vorwurf einer Verkehrssicherungspflichtverletzung gegen die Beklagten, eine Gemeinde und zwei Jagdpächter, hohe Schadensersatzansprüche geltend.

In einer Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs heißt es: „Der Kläger verlangt von den beiden Jagdpächtern sowie von der Gemeinde ein Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 500.000 Euro, die „Feststellung der Ersatzpflicht bezüglich materieller und immaterieller Schäden aus dem Unfall“ sowie die Erstattung von außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten. Die Bundesrepublik Deutschland verlangt, da der Mann Bundeswehroffizier war, zudem einen Ersatz der Ausgleichszahlungen und Versorgungsbezüge in Höhe von 582.730,40 Euro. Die Kläger machen geltend, dass sowohl die Gemeinde als auch die beiden Jagdpächter ihre Verkehrssicherungspflichten verletzt hätten.“

15.1.20: 76-jähriger Jäger bedroht Frau

Ein 76-jähriger Jäger ging in Fischach (Landkreis Augsburg) bewaffnet auf eine 66-jährige Frau los und soll gedroht haben, ihren Hund zu erschießen. Aufgrund der Bedrohungslage kam es zu einem größeren Polizeieinsatz mit etwa 20 Polizisten. Dies meldet Bayerisch-Schwaben aktuell am 15.1.2020. Nach Kontaktaufnahme mit dem 76-Jährigen sei dieser freiwillig auf die Einsatzkräfte zugekommen. Die Schusswaffen wurden sichergestellt.

7.1.20: Wildschwein-Jagd - Jäger trifft Jäger

Bei einer Wildschweinjagd in Polen wurde ein 67-jähriger Jäger aus Deutschland von einem anderen Jäger angeschossen und in den Brustkorb getroffen. Er wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Dies berichtet web.de am 7.1.2020.

6.1.20: Spaziergänger geraten in Treibjagd

Bei einem Spaziergang am Samstag im Naherholungsgebiet Grutholz in Deininghausen (Nordrhein-Westfalen) ist eine Frau aus Castrop-Rauxel in eine Treibjagd geraten. Dies berichten die Ruhr-Nachrichten am 6.1.2019. Demnach hatten keine Schilder auf die Treibjagd hingewiesen. Der Revierförster vom Regionalverband Ruhr erklärt gegenüber der Zeitung, dass der Jagdpächter nicht verpflichtet sei, mit Schildern auf die Jagd hinzuweisen, auch ankündigen müsse er sie nicht.

3.1.20: Vater und Tochter von Jäger erschossen

Bei einem Jagdausflug am Neujahrstag wurden ein 30-jähriger Familienvater und seine 9-jährige Tochter in einem Wald in Walterboro/South Carolina USA von Jagdkollegen erschossen. Anscheinend wurden die beiden für Wildtiere gehalten. Dies meldet WILD BEIM WILD am 3.1.2020.

1.1.20: Treibjagd - Auf Grundstück geschossen?

Am Silvestertag meldete ein 46-jähriger Anwohner aus Mainburg bei der Polizei, dass Jäger gegen 11 Uhr anlässlich einer Treibjagd auf sein Grundstück geschossen hätten. Dies meldet das Wochenblatt am 1.1.2020. Demnach wurde als Schütze ein 69-jähriger Jäger ermittelt. Dieser bestritt jedoch, auf das Grundstück des 46-Jährigen geschossen zu haben. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen.