Repäsentative Umfragen zur Jagd

Einstellung der Deutschen zur Jagd

GEWIS-Institut vom 29.07.2002:

68% “Der Staat sollte die Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport verbieten.”

12% “Ich bin für die generelle Abschaffung der Jagd.”

4% “Ich bin für eine Begrenzung der Jagd zugunsten des Tierschutzes.”

3% “Ich bin grundsätzlich gegen ein Jagdverbot.”

Quelle: Initiative zur Abschaffung der Jagd



EMNID-Umfrage vom 10.09.2003:

78% halten das jagdliche Töten von Tieren durch Hobbyjäger für eher schlecht

81% fordern ein Verbot der Jagd auf Zugvögel

77% befürworten ein Verbot von Totschlagfallen

65% sind der Auffassung, der Grundeigentümer muss selbst entscheiden dürfen,
ob seine Ländereien bejagt werden oder nicht

86% sprechen sich für eine Wiederholung der Schießleistungsprüfungen mindestens alle
3 Jahre aus

Quelle: Vogelschutzkomitee e.V.



EMNID-Umfrage vom 09.09.2004:

76,3% stehen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie ab

68,1% sind der Meinung, dass die Bundesregierung die Jagdausübung künftig stärker nach Gesichtspunkten des Natur- und Tierschutzes regulieren sollte

67,4 % befürworten ein generelles Verbot der Fallenjagd

80,4% sprechen sich für ein Verbot von Bleimunition aus

90% wünschen eine Überprüfung der Schießleistung von Jägern

Quelle: Tierschutzorganisation Vier Pfoten




www.abschaffung-der-jagd.de

GEWIS-Umfrage 2002:

Repräsentative Umfrage des GEWIS-Instituts vom 29.07.2002:

68%: “Der Staat sollte die Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport verbieten.”

13% “Jeder Grundeigentümer sollte selbst entscheiden können, ob auf seinem Besitz
gejagt wird oder nicht.”

12% “Ich bin für die generelle Abschaffung der Jagd.”

4% “Ich bin für eine Begrenzung der Jagd zugunsten des Tierschutzes.”

3% “Ich bin grundsätzlich gegen ein Jagdverbot.”



EMNID-Umfrage 2003

Reform des Bundesjagdgesetzes
Repräsentative EMNID-Umfrage zu Kernfragen der Jagdrechtsreform

Zur Festigung seiner Argumentation und Vorschläge zur Reform des Bundesjagdgesetzes hat das Vogelschutz-Komitee repräsentative Umfrage durchführen lassen.
Die Befragung von 1004 BundesbürgerInnen (Abweichungsbreite der Ergebnisse +- 3%) wurde am 09. und 10. September 2003 durch das renommierte EMNID-Institut durchgeführt.

Danach sind

81% für Verbot der Jagd auf Zugvögel
96% für Verbot der Jagd auf vom Aussterben bedrohte Arten
61% für Verbot der Jagd auf nicht ziehend und nicht bedrohte Vogelarten
77% für Verbot von Totschlagfallen, die nicht sicher töten
73% für Verbot von Lebendfallen, in den Tiere Schaden erleiden können
78% der Auffassung, dass Jagdausübung durch Hobbyjäger eher schlecht ist
86% dafür, dass mindestens alle 3 Jahre eine Schießleistungsprüfung erfolgt
65% dafür, dass jeder Grundeigentümer selbst bestimmt ob auf seinem Grund
und Boden die Jagd ausgeübt wird und er nicht zwangsweise einer Jagd-
genossenschaft angehören muss



EMNID-Umfrage 2004

EMNID-Umfrage zum Tierschutz:
Mehrheit der Deutschen lehnt Jagd ab


ngo-online/09.09.2004 - Die Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber oder lehnt sie ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Tierschutzorganisation vier Pfoten. Demnach stehen 76,3 Prozent der Deutschen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie ab. 68,1 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Bundesregierung die Jagdausübung künftig stärker nach Gesichtspunkten des Natur- und Tierschutzes regulieren sollte.

Laut Emnid lehnt der überwiegende Teil der Befragten insbesondere spezielle Jagdpraktiken ab. 70,7 Prozent wünschen sich ein Verbot von Schrotmunition, die häufig bei der Jagd auf kleine, schwer zu treffende Tiere eingesetzt wird, wie zum Beispiel Hasen. Bei Schüssen in
Tiergruppen wie Vogelschwärme würden durch Schrot zahlreiche Tiere verletzt. Ein generelles Verbot der Fallenjagd befürworten 67,4 Prozent. Besonders betrifft dies Tiere, die ihre Nahrung betasten und deshalb mit den Pfoten in die Fallen fassen, wie Waschbären. Hinzu komme, dass mit Fallen zumeist kleine Beutegreifer bejagt würden, für deren Verfolgung es keine ökologisch haltbaren Gründe gebe, so die Kritik der Tierschützer.

80,4 Prozent der Befragten sprechen sich für ein Verbot von Bleimunition aus. Durch die Verwendung von Bleikugeln gelangr ein großer Teil des für Mensch und Tier giftigen Bleis in die Umwelt, insbesondere in unsere Gewässer. Besonders Enten, die das Blei mit der
Nahrung aufnehmen, sterben qualvoll an der Vergiftung. Eine vorgeschriebene regelmäßige Überprüfung der Schießleistung von Jägern wünschen sich über 90 Prozent der Befragten. Derzeit sei nur beim Ablegen der Jagdprüfung ein Beweis für die Schießfähigkeit des Jägers
verbindlich verordnet. Zudem kontrollierten sich die Jäger in Deutschland weitgehend selbst. Der Jagdschutz, also die Überwachung der Einhaltung der Jagdgesetze, obliegr den sogenannten Jagdausübungsberechtigten und den Jagdbehörden. Da es sich bei diesen
ganz überwiegend selbst um Jäger handele, fehlt eine unabhängige Kontrolle, so die Kritk.

Nach dem Willen der Befragten sollte bei der Novellierung des Bundesjagdgesetzes auch der Gedanke der Nachhaltigkeit stärker beachtet werden. Von Jägern würden einige Tierarten wie Fasane regelmäßig ausgesetzt, um sie anschließend zu jagen. Nach Meinung von rund 70
Prozent sollte das Aussetzen von jagdbaren Tierarten künftig verboten sein.

Drei Viertel stimmten der Frage zu, ob das Bundesjagdgesetz künftig die Bejagung seltener und gefährdeter Tierarten verbieten sollte. Zur Zeit ist es erlaubt, auch gefährdete und seltene Tierarten zu bejagen, soweit diese im Katalog der jagdbaren Arten stehen und eine Jagdzeit
haben. So seien inDeutschland 2002/2003 7.500 Rebhühner erlegt worden, obwohl Rebhühner zu den bundesweit "stark gefährdeten" Tierarten zählten und in den vergangenen Jahrzehnten starke Bestandseinbrüche zu verzeichnen hätten.

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft will in diesem Herbst den Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes vorlegen. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hält eine umfassende Reform des seit 70 Jahren nahezu unveränderten Gesetzes für dringend erforderlich. "Das Bundesjagdgesetz regelt das 'Freizeitvergnügen' einer relativ kleinen Bevölkerungsgruppe und steht inzwischen größtenteils im Widerspruch zum zeitgemäßen ethischen Tierschutz, der seit 2002 in der Verfassung festgeschrieben ist," so Marlene Wartenberg, Geschäftsführerin von Vier Pfoten.



Österreich

Sensationelles Umfrageergebnis: ÖsterreichInnen lehnen Jagd ab!

Der Österreichische Tierschutzverein hat zusammen mit der „Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich“ im Dezember 2007 bei der renommierten
Dr. Karmasin Marktforschung, Österreichisches Gallup-Institut eine Umfrage zum Thema Jagd in Auftrag gegeben.

Das Ergebnis spricht für sich:

70% der ÖsterreicherInnen fordern ein Verbot für den Abschuss von Hunden und Katzen.

64% der ÖsterreicherInnen lehnen die Hobbyjagd ab und sind für ein Verbot.

63% sprechen sich dafür aus, dass Grundeigentümer selbst entscheiden dürfen, ob auf ihrem Grund gejagt werden darf oder nicht (Eigenjagdrecht)


Eindeutige Zahlen, die belegen, dass die Jagd in der jetzigen Form nicht mehr länger toleriert wird!

Die Jäger bezeichnen sich selbst gerne als Tier- und Naturschützer, in Wahrheit schaden sie Tier und Umwelt und töten ungestraft Haustiere und selbst unsere wenigen Braunbären.


Rückfragehinweis und Details zur Meinungsumfrage:
Österreichischer Tierschutzverein
Marion Löcker
0664/8468247
01/8973346



Tierschutzverein-Umfrage: Österreicher lehnen Jagd ab
70 Prozent gegen Haustierabschuss, 64 Prozent wollen die Hobbyjagd verbieten

Wien (APA) - Die Jagd in ihrer jetzigen Form werde nicht länger toleriert - das erklärte der Österreichische Tierschutzverein in einer Aussendung am Montag. Der Verein berief sich dabei auf eine Umfrage, die zusammen mit der "Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich" in Auftrag gegeben wurde: Demnach lehnten 70 Prozent von 500 befragten Österreichern einen Abschuss von Haustieren und 64 Prozent die Hobbyjagd ab.

Nur ein Drittel möchte laut der Umfrage den Abschuss von Tieren als Hobby weiter erlauben: Die Frage "Soll die Jagd auf freilebende Wildtiere als Freizeitsport (Hobbyjagd) verboten werden?" beantworteten 32 Prozent mit "Nein". Dass Grundeigentümer selbst entscheiden sollten, ob auf ihrem Grund gejagt werden soll, meinten 63 Prozent - dagegen waren 31 Prozent. Für ein Abschuss-Verbot von Haustieren stimmten 70 Prozent, 22 Prozent entschieden sich dagegen.

Der Tierschutzverein sah die Ergebnisse als "Zeichen, dass die Jagd abgelehnt wird", so Marion Löcker vom Tierschutzverein zur APA. "Man wird die Jagd nicht generell abschaffen können" - aber man könne Abstriche machen. Jäger würden sich selbst gerne als Tier- und Naturschützer bezeichnen - "in Wahrheit schaden sie Tier und Umwelt und töten ungestraft unsere wenigen Braunbären", so der Tierschutzverein.

Der Verein forderte, dass die Jagd im Bundestierschutzgesetz geregelt werden soll. Ebenso solle es ein Abschussverbot von Hunden und Katzen sowie ein Verbot der Hobbyjagd geben. Weiters seien stärkere Kontrollen, ein Verbot von Bleischrot und Treibjagden notwendig sowie ein Verbot von der Jagd auf eigens dafür gezüchtete Tiere. Die Umfrage wurde von der Karmasin-Marktforschung im Dezember 2007 unter 239 Männer und 261 Frauen ab 14 Jahren durchgeführt.

Quelle: APA, 28.1.2008



Schweiz:

Zahlreiche Jagd-Gegner

Mangelhafter Tierschutz wird besonders kritisiert

Eine Umfrage des Schweizer Tierschutzes ergab, dass nur 21 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Jagd ohne Einschränkung befürwortet.
Eine aktuelle Umfrage der GfK im Auftrag des Schweizer Tierschutzes (STS) deute darauf hin, dass nur mehr eine kleine Minderheit der Befragten vorbehaltlos die Jagd begrüsst. Dies schreibt der STS in einer Medienmitteilung. Bei 79 Prozent der Befragten steht die Jagd in der Kritik (19 Prozent sind grundsätzlich gegen die Jagd oder möchten sie abschaffen, 60 Prozent fordern, dass sie ökologischer und tierfreundlicher durchgeführt werden soll).

Quelle: www.zo-online.ch, 30.11.2009



Schweiz

Mehrheit der Bevölkerung gegen Jagd auf Füchse im Bau

Bern.
Das Hetzen von Hunden auf Füchse und Dachse im Bau stößt in der Bevölkerung auf Ablehnung. Gemäss einer Umfrage im Auftrag des Schweizer Tierschutzes (STS) befürworten 70,6 Prozent ein Verbot der Baujagd. 22,4 Prozent lehnen ein Verbot ab.

Es sei an der Zeit, diese «überholte, tierquälerische und unnütze» Jagdform abzuschaffen, schreibt der Tierschutz in einer Mitteilung vom Montag. Bei der Baujagd komme es zu heftigen Kämpfen unter dem Boden, bei welchen sich die Tiere verletzten.

Es gebe keinen Grund, Hunde auf Füchse und Dachse im Bau anzusetzen. Müssten die Bestände dezimiert werden, habe dies waidgerecht zu erfolgen. Der Regierungsrat des Kantons Bern, der im Rahmen der Revision des Jagdgesetzes die Baujagd abschaffen wolle, gehe mit gutem Beispiel voran, heisst es weiter.

Die Umfrage zur Baujagd wurde vom Marktforschungsinstitut IHA- GfK durchgeführt. Befragt wurden 1000 Personen aus der ganzen Schweiz.

Quelle: Basler Zeitung, 28.1.2008