Fuchsjagd der Kreisjägerschaft Euskirchen abgesagt

Aufgrund der heftigen Reaktionen der Öffentlichkeit und 15.000 Unterschriften in kürzester Zeit gegen das geplante Fuchsmassaker im Kreis Euskirchen hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen als oberste Jagdbehörde ein Gespräch mit der Kreisjägerschaft geführt.
Die Kreisjägerschaft Euskirchen sei nach eingehender Überlegung und Abwägung zu dem Ergebnis gekommen, die für das Wochenende kreisweit angekündigte Fuchsbejagung abzusagen.


Die Demo am 5.2.2015 findet statt - als Protest gegen die Fuchsjagd im Allgemeinen!



Offene Briefe an Minister Remmel und den Landrat

Fuchsjagd im Kreis Euskirchen: NRW zeigt sich beim Thema Fuchsjagd als Vertreter der Steinzeit

Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtanwalt Storr an Minister Remmel

Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtanwalt Storr an den zuständigen Landrat Rosenke



Während die Fuchsjagd in Luxemburg aufgrund überzeugender wissenschaftlicher Argumente verboten wurde, zeigt sich das Bundesland NRW bei diesem Thema einmal mehr als Vertreter der Steinzeit bzw. der Jäger. In über 300 Revieren im Kreis Euskirchen sollen am 07. und 08.02 2015 über 100 Füchse abgeschossen werden, berichtet die Kölnische Rundschau.

Als Begründung wird von Hegeringleiter Johann Jütten die hohe Bestandsdichte genannt. Diese müsse zur Bekämpfung der Tollwut und zur Eindämmung des Fuchsbandwurmes verringert werden. Das gewohnte Jägerlatein also!

Die geplante Fuchsjagd wird unter anderem vom Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. heftig kritisiert. Diese Maßnahme würde nicht nur für die Füchse, sondern für alle Wildtiere einen enormen Stress bedeuten. Dabei ist die Tollwut ausgerottet und eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen in Europa. Auch PETA Deutschland e.V. kritisiert neben vielen anderen Tierschutzorganisationen die geplante Fuchsjagd in Euskirchen und hat Strafanzeige für den Fall angekündigt, dass diese Jagd stattfindet.

Der Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. hat wegen der Fuchsjagd am 05.02.105 in 53909 Zülpich eine Demo geplant.



5.2.2015: Demo vor der Kreisjägerschaft Euskirchen

um 18 Uhr Demo in 53909 Zülpich (Sitz der Kreisjägerschaft Euskirchen)
Treffpunkt: Marktplatz
Die Demo wird organisiert vom Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V., um das geplante Fuchsmassaker vielleicht doch noch zu verhindern: „Wir treffen uns am Marktplatz und werden die Unterschriften anschließend nach einem kurzen Fußmarsch in der Kölnstr. 16 abgeben. Neben verschiedenen lokalen Printmedien hat jetzt auch der WDR Interesse an einer Berichterstattung bekundet.“

Kontakt: Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. · Markus Schmitz-Bongard · Tel.: 02441-778664
e-mail: mail@tsv-kall.de
www.tsv-kall.de



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