Niedersachsen:

Weiterhin Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten

Niedersachsens rot-grüne Landesregierung hat das Landesjagdgesetz novelliert. Doch die Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten bleibt weiterhin erlaubt - entgegen der Versprechen des grünen Landwirtschaftsministers Meyer vor der Wahl.#
Bild: Illegal geschossene Nonnengans (diese Art darf nicht bejagt werden), NSG "Petkumer Deichvorland", Ems, EU-Vogelschutzgebiet


Der Wattenrat schreibt in einer Pressemitteilung vom 1.10.2014:

„Bezogen auf die Wasservogeljagd ist nur die Einstellung der Jagd auf Bläss- und Saatgänse zu begrüßen, das war aber auch schon zu Zeiten der CDU-FDP-Landesregierung bis Dezember 2007 so, erst dann wurde die Gänsejagd vor der Landtagswahl 2008 auf diese beiden Arten wieder ausgeweitet. Die nun beabsichtigte Verkürzung der Jagdzeiten auf Wasservögel (Enten und Gänse) in EU-Vogelschutzgebieten bis zum 30. November als “fairen Kompromiss” zu bezeichnen, ist völlig verfehlt.

“Kompromisse” beim Artenschutz gibt es nicht, die Tiere sind nach der Jagd im Ergebnis kompromisslos tot oder verletzt, auch die nicht jagdbare Arten werden weiträumig von ihren Rast-, Nahrungs- und
Schlafplätzen durch die Jagd vertrieben, in Vogelschutzgebieten, daran ist auch nichts “ökologisch”! Die Flächen dürfen von Normalbürgern
nicht betreten werden, Jäger dürfen darin töten.

Der “Kompromiss” wurde auf den Druck der gut organisierten Freizeitjäger, die die Jagd auf Wasservögel als Hobby betreiben, durchgesetzt. Die Landesjägerschaft in Niedersachsen darf sich “anerkannter Naturschutzverband” nennen, das ist der eigentliche Skandal!“




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