1.2.17: Hunderte Waffen bei Jäger beschlagnahmt

Bei einem SEK-Einsatz in Dessau ist bei einem Jäger ein ganzes Waffenlager beschlagnahmt worden. Die Beamten entdeckten 700 bis 800 funktionsfähige Kurz- und Langwaffen auf dem Dachboden. Außer den Waffen wurden geschätzte 1-2 Tonnen Munition sichergestellt. „Dem Jäger und Waffensammler war Anfang 2016 die waffenrechtliche Erlaubnis entzogen worden“, berichtet der MDR am 1.2.2017. Darauf war der 52-jährige Jäger aus Paderborn untergetaucht. Jetzt wurde der Jäger von einem Spezialeinsatzkommando in in Sachsen-Anhalt festgenommen.



31.1.17: Jagd verängstigt Spaziergänger

Eine Jagd am Sonntagmittag in einem Naherholungsgebiet in Usingen (Taunus) verängstigte Spaziergänger, die bei dem sonnigen Wetter auf einem Wanderweg unterwegs waren. Dies berichtet die Taunus Zeitung am 31.1.2017 und zitiert einige Betroffene: „Der beliebte Wanderweg zwischen Usingen-Friedhof und Wernborn war zu dieser Zeit von Spaziergängern mit Kinderwagen oder Hund, von Joggern, Radfahrern und anderen Erholungssuchenden bevölkert. Ohne Vorwarnung bewegten sich die selbst durch Warnwesten geschützten Jäger über die Felder und trieben das flüchtende Wild in Richtung Bundesstraße im Usatal."
Eine andere Spaziergängerin die mit ihrem Hund unterwegs war, schrieb an die Taunus Zeitung: „Man hörte Schüsse, Rufe, Gebelle und sah die zielgerichteten Gewehre.“ Der Hund habe große Angst vor den lauten Schüssen gezeigt. „Auch weitere Spaziergänger drehten um und zeigten sich sehr erbost und mit Unverständnis über das besagte Jagdvorgehen.“
Der Vorsitzende der örtlichen Jägervereinigung meint auf Nachfrage der Zeitung, es wäre wohl besser gewesen, Warnschilder aufzustellen. Andererseits seien die Jäger an ihren Warnwesten deutlich zu erkennen, die Spaziergänger also durchaus gewarnt gewesen.



29.1. Darf Jäger und Reichsbürger Waffen behalten?

Ein Jäger aus Niedersachsen, der 15 Waffen besitzt, wurde als „Reichsbürger“ eingestuft. Doch obwohl „Reichsbürger“ in Niedersachsen seit November 2016 keine Waffen mehr besitzen dürfen, musste der Jäger seine Gewehre, die er im Landkreis Osnabrück aufbewahrt, trotzdem noch nicht abgeben. Dies berichtet der NDR am 29.1.2017. Grund: Der Jäger hat sich vor zwei Jahren mit seinem Hauptwohnsitz nach Irland abgemeldet. „Der Landkreis ist in waffenrechtlicher Hinsicht deshalb nicht mehr für ihn zuständig“, so der NDR – obwohl der Jäger offenbar zeitweise im Landkreis Osnabrück lebt.
Laut Bundesverwaltungsamt werde von der Kreisverwaltung aber nicht direkt überprüft, wo der Mann tatsächlich lebt. „Nur bei einem begründeten Verdacht des Missbrauchs werde dieser Frage nachgegangen“, so der NDR.

Da stellt sich doch die Frage, ob es erst zu einem „Missbrauch“ der Jagdwaffen kommen muss.
Zur Erinnerung: Im Oktober 2016 hatte ein Jäger und Reichsbürger auf Polizisten geschossen und einen Beamten tödlich getroffen und einen weiteren verletzt.



10.1.17: Tödlicher Schuss entsetzt die Bürger

Ein betrunkener Jäger hat im mittelbayerischen Schwaig einen elf Monate alten Hund erschossen, weil er ihn für einen Fuchs gehalten hat. Jetzt melden sich immer mehr Bürger, die von „höchst gefährlichen“ Situationen mit Jägern berichten. Dies berichtet die Mittelbayerische Zeitung am 10.1.2017 und zitiert eine Bewohnerin, die selbst mehrere gefährliche Begegnungen mit Jägern erlebt hat und von Bekannten Ähnliches erzählt bekam. An einem Herbsttag habe sie mit anderen Reitern einen Ausritt unternommen. Die Sichtweite habe wegen Nebel maximal 30 Meter betragen. „Wir sind am Ortsrand von Schwaig unterwegs. Plötzlich hören wir Gewehrsalven.“ Nichts sei zu sehen gewesen, deshalb seien die Reiter sehr beunruhigt gewesen. Der Gedanke der Reiter: „Wenn wir die Jäger nicht sehen, sehen die uns ja auch nicht. Kann es sein, dass hier geschossen wird, ohne zu sehen, wo man hin schießt?“
Aus dem Nebel sei ihnen plötzlich aufgeregt ein Spaziergänger mit Hund entgegen gekommen. „Er sagt, dort hinten – und zeigt auf die Nebelwand – sind mehrere Jäger mit einem Dutzend Hunde unterwegs.“ Schüsse sind zu hören - und das alles am unmittelbaren Ortsrand.



7.1.17: Zwei Personen mit Schussverletzungen

In Arnstein (Lkr. Main-Spessart) hat ein Hausbewohner zwei Familienangehörige, einen Mann und eine Frau, mit Schussverletzungen leblos in der Wohnung gefunden. „Beide Personen wiesen lebensgefährliche Verletzungen auf und wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht“, berichtet der Bayerische Rundfunk am 7.1.2017. Es scheint sich um ein Familiendrama zu handeln: Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei davon auszugehen, dass keine dritte Person in die Tat verwickelt war. Laut dem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken habe sich die Tatwaffe legal im Haus befunden, so die Main Post, am 7.1.2016. Ob ein Familienmitglied die Schusswaffe als Jäger oder als Sportschütze besessen hat, wurde noch nicht bekannt. Der Landkreis Main-Spessart ist sehr ländlich geprägt und eine Jägerhochburg.



5.1.17: Ehefrau und sich selbst erschossen?

In Oberösterreich hat die Feuerwehr beim Löschen eines brennenden Wohnhauses zwei Leichen mit Schussverletzungen gefunden. In der Nähe des Mannes wurde eine Langwaffe gefunden - vermutlich die Tatwaffe. Die Polizei geht von einer Familientragödie aus: "Der 52-jährige Hausbesitzer hatte allem Anschein nach seine 46-jährige Frau mit seiner legal besessenen Langfeuerwaffe getötet, anschließend in dem Holzhaus Feuer gelegt und sich dann umgebracht", berichtet die Kleine Zeitung am 5.1.2017. Ob der Mann die Waffe als Jäger oder als Sportschütze legal besessen hat, wurde noch nicht bekannt.