7.4.17: 88-Jähriger erschießt Ehefrau und sich

In Augsburg hat ein 88-Jähriger zuerst seine drei Jahre jüngere Ehefrau erschossen und sich danach selbst getötet. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 7.4.2017 und schreibt: „Die Polizei spricht von einer Verzweiflungstat“. Ob es sich um einen Jäger oder um einen Schützen handelte, wurde noch nicht bekannt.



3.4.17: 80-jähriger Jäger mit Kopfschuss im Wald

Ein 80-jähriger Jäger ist in einem Waldstück bei Beetz (Oberhavel) mit einem Kopfschuss tot aufgefunden worden. Dies berichtet die Märkische Oderzeitung am 3.4.2017 und schreibt: „Nach Auskunft der Polizei kann eine Fremdeinwirkung Dritter ausgeschlossen werden.“



30.3.17: Jugendliche böllern- Jäger schießt

Ein Jäger hat in einem Waldstück im brandenburgischen Rangsdorf mit seinem Gewehr hantiert und die die Luft geschossen, um zwei böllernde Jugendliche in Schach zu halten. Damit hat er einem 15-Jährigen und einem 14-Jährigen einen gehörigen Schrecken eingejagt, berichtet die Märkische Allgemeine am 30.3.2017. Anschließend habe er die Jugendlichen aufgefordert, sich auf den Boden zu legen und ihre Namen zu nennen. „Der Vorfall kam nur ans Licht, weil sich die verängstigten Jugendlichen einen Tag später einer Schulbetreuerin anvertrauten“, so die Märkische Allgemeine. Die Polizei ermittelt gegen den Jäger wegen Bedrohung. Möglicherweise muss er seinen Waffenschein abgeben.



20.3.17: Drei Verletzte nach Schießerei

Anlässlich eines Familienstreits im baden-württembergischen Öhringen Norden drang ein 87 Jahre alter Mann bewaffnet in die Wohnung seines Sohnes ein. Dort soll der 87-Jährige mindestens einen Schuss aus einer Pistole abgefeuert haben, wodurch die Lebensgefährtin seines Sohnes schwer verletzt wurde. „Um weiteres Unheil abzuwenden, griff der Sohn des Tatverdächtigen ein“, berichtet die Heilbronner Stimme am 20.3.2017. Darauf sei es zu einem Gerangel zwischen den Männern gekommen, bei dem offenbar weitere Schüsse fielen. Beide Männer wurden dabei verletzt. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Ob es sich bei dem 87-Jährigen um einen Jäger oder einen Schützen handelt, ist noch nicht bekannt.



19.3.17: Jäger erschießt sich selbst

Vier Tage lang war ein 55-jähriger Jäger aus dem österreichischen Hofstetten verschwunden. Bei einer großen Suchaktion mit 90 Helfern – Feuerwehr, Polizei, Rettungshunde-Staffel – wurde der vermisste Jäger in einem Waldstück tot aufgefunden. „Laut Ermittlern hatte sich der Jäger erschossen“, berichtet heute.at am 19.3.2017.



7.3.17: Jagdunfall endete fast tödlich

Unter dem Titel „Jagdunfall endete fast tödlich: Geschoss durchschlug Lunge“, berichtet die Wolfsburger Allgemeine am 7.3.2017 über den Prozess um einen Jagdunfall, der sich am 12.12.2015 in Heiligendorf ereignet hatte. Bei einer Treibjagd hatte ein 45-jähriger Jäger auf einen Frischling gezielt und einen 36-Jährigen getroffen. Das Geschoss durchschlug die Lunge und verletzte den Mann lebensgefährlich. Der Jäger war wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt worden. Jetzt wurde das Verfahren eingestellt. Der Angeklagte muss 2250 Euro Geldauflage zahlen. „Das dicke Ende aber wird auf den Mann wohl noch zukommen“, berichtet die Wolfsburger Allgemeine. Das Opfer werde erhebliche zivilrechtliche Ansprüche geltend machen.



27.2.17: BH bewahrt Frau vor Schussverletzung

Ein Jäger aus Mecklenburg hatte im Rapsfeld auf Wildschweine geschossen und dabei eine Radfahrerin getroffen. Nur der Bügel ihres BHs hat die Urlauberin vor einer schlimmeren Schussverletzung bewahrt. Zum Glück prallten die Munitionsteile vom Schuss des Jägers am Metallbügel des Büstenhalters ab. Dennoch hatte die Frau Schmerzen und blaue Flecken.
Die Hamburger Morgenpost berichtet am 27.2.2017, dass die Staatsanwaltschaft Schwerin Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Jäger erhoben. Der Prozess werde voraussichtlich im April in Wismar beginnen.



17.2.17: Riesiges Waffenlager bei Jäger

Die Polizei hat bei einem Jäger in Pinneberg zahlreiche Waffen und Zehntausende Schuss Munition beschlagnahmt. Dies meldet der NDR am 17.2.2017. Demnach fanden die Beamten etwa 71.000 Schuss an scharfer Munition - ein Gesamtgewicht von über einer Tonne. Dazu kamen eineinhalb Tonnen an Hülsen und Projektilen und 114 Schusswaffen. Als Jäger durfte er bislang scharfe Waffen und Munition besitzen, so der NDR. Der 62-jährige hatte sich gegen den Polizeieinsatz widersetzt und Widerstand geleistet, so dass er schließlich in Gewahrsam kam.



1.2.17: Hunderte Waffen bei Jäger beschlagnahmt

Bei einem SEK-Einsatz in Dessau ist bei einem Jäger ein ganzes Waffenlager beschlagnahmt worden. Die Beamten entdeckten 700 bis 800 funktionsfähige Kurz- und Langwaffen auf dem Dachboden. Außer den Waffen wurden geschätzte 1-2 Tonnen Munition sichergestellt. „Dem Jäger und Waffensammler war Anfang 2016 die waffenrechtliche Erlaubnis entzogen worden“, berichtet der MDR am 1.2.2017. Darauf war der 52-jährige Jäger aus Paderborn untergetaucht. Jetzt wurde der Jäger von einem Spezialeinsatzkommando in in Sachsen-Anhalt festgenommen.



31.1.17: Jagd verängstigt Spaziergänger

Eine Jagd am Sonntagmittag in einem Naherholungsgebiet in Usingen (Taunus) verängstigte Spaziergänger, die bei dem sonnigen Wetter auf einem Wanderweg unterwegs waren. Dies berichtet die Taunus Zeitung am 31.1.2017 und zitiert einige Betroffene: „Der beliebte Wanderweg zwischen Usingen-Friedhof und Wernborn war zu dieser Zeit von Spaziergängern mit Kinderwagen oder Hund, von Joggern, Radfahrern und anderen Erholungssuchenden bevölkert. Ohne Vorwarnung bewegten sich die selbst durch Warnwesten geschützten Jäger über die Felder und trieben das flüchtende Wild in Richtung Bundesstraße im Usatal."
Eine andere Spaziergängerin die mit ihrem Hund unterwegs war, schrieb an die Taunus Zeitung: „Man hörte Schüsse, Rufe, Gebelle und sah die zielgerichteten Gewehre.“ Der Hund habe große Angst vor den lauten Schüssen gezeigt. „Auch weitere Spaziergänger drehten um und zeigten sich sehr erbost und mit Unverständnis über das besagte Jagdvorgehen.“
Der Vorsitzende der örtlichen Jägervereinigung meint auf Nachfrage der Zeitung, es wäre wohl besser gewesen, Warnschilder aufzustellen. Andererseits seien die Jäger an ihren Warnwesten deutlich zu erkennen, die Spaziergänger also durchaus gewarnt gewesen.



29.1. Darf Jäger und Reichsbürger Waffen behalten?

Ein Jäger aus Niedersachsen, der 15 Waffen besitzt, wurde als „Reichsbürger“ eingestuft. Doch obwohl „Reichsbürger“ in Niedersachsen seit November 2016 keine Waffen mehr besitzen dürfen, musste der Jäger seine Gewehre, die er im Landkreis Osnabrück aufbewahrt, trotzdem noch nicht abgeben. Dies berichtet der NDR am 29.1.2017. Grund: Der Jäger hat sich vor zwei Jahren mit seinem Hauptwohnsitz nach Irland abgemeldet. „Der Landkreis ist in waffenrechtlicher Hinsicht deshalb nicht mehr für ihn zuständig“, so der NDR – obwohl der Jäger offenbar zeitweise im Landkreis Osnabrück lebt.
Laut Bundesverwaltungsamt werde von der Kreisverwaltung aber nicht direkt überprüft, wo der Mann tatsächlich lebt. „Nur bei einem begründeten Verdacht des Missbrauchs werde dieser Frage nachgegangen“, so der NDR.

Da stellt sich doch die Frage, ob es erst zu einem „Missbrauch“ der Jagdwaffen kommen muss.
Zur Erinnerung: Im Oktober 2016 hatte ein Jäger und Reichsbürger auf Polizisten geschossen und einen Beamten tödlich getroffen und einen weiteren verletzt.



10.1.17: Tödlicher Schuss entsetzt die Bürger

Ein betrunkener Jäger hat im mittelbayerischen Schwaig einen elf Monate alten Hund erschossen, weil er ihn für einen Fuchs gehalten hat. Jetzt melden sich immer mehr Bürger, die von „höchst gefährlichen“ Situationen mit Jägern berichten. Dies berichtet die Mittelbayerische Zeitung am 10.1.2017 und zitiert eine Bewohnerin, die selbst mehrere gefährliche Begegnungen mit Jägern erlebt hat und von Bekannten Ähnliches erzählt bekam. An einem Herbsttag habe sie mit anderen Reitern einen Ausritt unternommen. Die Sichtweite habe wegen Nebel maximal 30 Meter betragen. „Wir sind am Ortsrand von Schwaig unterwegs. Plötzlich hören wir Gewehrsalven.“ Nichts sei zu sehen gewesen, deshalb seien die Reiter sehr beunruhigt gewesen. Der Gedanke der Reiter: „Wenn wir die Jäger nicht sehen, sehen die uns ja auch nicht. Kann es sein, dass hier geschossen wird, ohne zu sehen, wo man hin schießt?“
Aus dem Nebel sei ihnen plötzlich aufgeregt ein Spaziergänger mit Hund entgegen gekommen. „Er sagt, dort hinten – und zeigt auf die Nebelwand – sind mehrere Jäger mit einem Dutzend Hunde unterwegs.“ Schüsse sind zu hören - und das alles am unmittelbaren Ortsrand.



7.1.17: Zwei Personen mit Schussverletzungen

In Arnstein (Lkr. Main-Spessart) hat ein Hausbewohner zwei Familienangehörige, einen Mann und eine Frau, mit Schussverletzungen leblos in der Wohnung gefunden. „Beide Personen wiesen lebensgefährliche Verletzungen auf und wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht“, berichtet der Bayerische Rundfunk am 7.1.2017. Es scheint sich um ein Familiendrama zu handeln: Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei davon auszugehen, dass keine dritte Person in die Tat verwickelt war. Laut dem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken habe sich die Tatwaffe legal im Haus befunden, so die Main Post, am 7.1.2016. Ob ein Familienmitglied die Schusswaffe als Jäger oder als Sportschütze besessen hat, wurde noch nicht bekannt. Der Landkreis Main-Spessart ist sehr ländlich geprägt und eine Jägerhochburg.

Sowohl der Mann als auch die Frau sind an den schweren Schussverletzungen gestorben. Dies berichtet der Münchner Merkur am 2.3.2017.



5.1.17: Ehefrau und sich selbst erschossen?

In Oberösterreich hat die Feuerwehr beim Löschen eines brennenden Wohnhauses zwei Leichen mit Schussverletzungen gefunden. In der Nähe des Mannes wurde eine Langwaffe gefunden - vermutlich die Tatwaffe. Die Polizei geht von einer Familientragödie aus: "Der 52-jährige Hausbesitzer hatte allem Anschein nach seine 46-jährige Frau mit seiner legal besessenen Langfeuerwaffe getötet, anschließend in dem Holzhaus Feuer gelegt und sich dann umgebracht", berichtet die Kleine Zeitung am 5.1.2017. Ob der Mann die Waffe als Jäger oder als Sportschütze legal besessen hat, wurde noch nicht bekannt.