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Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder.

Lesen Sie unsere Dokumentation
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2016
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2015
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


Jagd - Gefahr für Autofahrer

Treibjagden: Tiere flüchten in Panik

Seit die Jagdsaison diesen Herbst begonnen hat, sind die Zeitungen voll mit Meldungen über Wildunfälle. Doch im Grunde sind es nicht die Tiere, welche den Straßenverkehr gefährden – Wildschweine und Rehe befinden sich auf der Flucht vor den tödlichen Kugeln der Jäger. Somit ist die Jagd, insbesondere Treib- und Drückjagden, eine Gefahr für Autofahrer - und sogar Passanten und Geschäftsleute in Ortschaften.


Treibjagden als Ursache für Wildunfälle

Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen und Autobahnen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen.
Wer haftet nun für den Schaden? Wer ist für den Verkehrsunfall verantwortlich? Werden dafür die Jäger zur Rechenschaft gezogen?
Sind also die Autofahrer selbst schuld, weil sie nicht mit der Treibjagd gerechnet haben? Oder müssten nicht vielmehr die Treibjagden verboten werden – wegen der Verkehrssicherheit ebenso wie aus Tierschutzgründen? Und: Ist eigentlich in der Öffentlichkeit bekannt, dass viele so genannte Wildunfälle durch Jäger verursacht wurden?



Treibjagden provozieren viele Unfälle

In Luxemburg gab es ausgelöst durch Treib- oder Drückjagden an einem einzigen Tag allein acht Wildunfälle. Dies berichtet die Tageszeitung Letztebuerg privat am 30.11.2016 und schreibt: "Da bei der Treibjagd das Wild mit unsäglich viel Lärm vor die Flinten der Jäger getrieben wird, überquert es in voller Panik auch Straßen. Provoziert damit Wildunfälle." Nach Treibjagden dauere es oft noch Tage, bis sich das Wild wieder orientiert habe: "Die Tiere sind deutlich aktiver. Häufige Querungen von Wegen und Straßen sind vorprogrammiert. Wie auch entsprechende Autounfälle."


Jäger legen auf Rügen Zugverkehr lahm

Eine Treibjagd mit 30 Jägern legte den Zugverkehr auf Rügen für zwei Stunden lahm. Dies berichtet die Ostsee-Zeitung am 26.11.2016. Demnach berichteten Augenzeugen, dass Jäger mit ihren Flinten zwischen den Gleisen bei Lietzow unterwegs gewesen sein sollen.
Etliche Zugreisende seien am Freitag über die Mittagsstunden nicht vom Fleck. Ein ICE und drei Regionalzüge verspäteten sich, zudem kam es zu vier Teilausfällen.
„Die Strecke zwischen Lietzow und Bergen musste von 11.03 bis 13 Uhr gesperrt werden, weil dort Jäger auf den Gleisen waren“, bestätigte Bahnsprecher Burkhard Ahlert gegenüber der Ostseezeitung.
Laut Bundespolizeiinspektion hätten Teilnehmer der Treibjagd erst nach Abgabe eines Achtungssignals und der Einleitung eines Bremsvorganges durch den Triebfahrzeugführer des RE13024 widerwillig die Gleise verlassen.
Die Bundespolizei habe sofort die Beendigung der Treibjagd angeordnet und die Ermittlungen gegen den Jagdleiter aufgenommen, berichtet die Ostsee-Zeitung. „Da ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliege, habe dieser mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Außerdem werde ein Verstoß gegen Bundesjagdgesetz geprüft.“
Der Inhaber des Jagdgebietes dagegen sagt, die Bundespolizei hätte überreagiert.


Rechtsextreme mit Jagdwaffenarsenal

Der NDR berichtete am 22.11.2016 über Rechtsextreme, die völlig legal Waffen besitzen, weil sie Jäger sind. Beispiel von Timo S., ein Rechtsextremist aus Göttingen: „Timo S. besitzt Schusswaffen, ganz legal. Denn er ist Inhaber eines Jagdscheins“, so der NDR in der Sendung Panorama 3. Das Problem laut NDR: Das Waffenrecht schreibe zwar eine ‚charakterliche Eignung’ zum Waffenbesitz vor - doch die Kontrolle sei schwierig: „Liegen keine einschlägigen strafrechtlichen Eintragungen oder Zweifel an der medizinischen oder psychischen Eignung für den Waffenbesitz vor, bekommt der Antragsteller in der Regel eine Waffenbesitzkarte und darf sich legal bewaffnen. Jäger dürfen dabei eine unbegrenzte Anzahl an Gewehren und in der Regel zwei Kurzwaffen besitzen.“


Jäger rastet aus: Autoreifen zerstochen

„Jäger rastet aus! Mit Messer Autoreifen zerstochen“, titelt Antenne Salzburg 24 am 16.11.2016. Demnach hatte ein 34-jähriger Tourengeher sein Fahrzeug am Parkplatz abgestellt und ging eine Skitour im Bereich der unteren Pleisslingalm. Weil der Sportler im felsigen Gelände Gämsen verschreckt haben soll, zerstach ihm ein 52-jähriger Jäger mit dem Messer zwei Autoreifen. Der Sportler erstattete Anzeige bei der Polizei. Der Jäger habe bei der Polizei zugegeben, die Reifen im Zorn zerstochen zu haben, berichtet der Radiosender.


Jäger nimmt Geisel - Schuss in Fuß

Ein 69-jähriger Hobbyjäger hat im Kreis Stade eine 19-Jährige als Geisel genommen, sie mit der Schusswaffe bedroht und ihr offenbar in den Fuß geschossen. Dies berichtet die Wolfsburger Allgemeine Zeitung in ihrer Printausgabe vom 15.11.2016. Der Jäger sei von einem Spezial-Einsatz-Kommando der Polizei Hannover überwältigt und festgenommen worden.
Laut dem Bericht „Jäger droht 19-Jähriger mit Schusswaffe“ in der
Neuen Presse Hannover vom 14.11.2016 wollte der Hobbyjäger mit der Geiselnahme der 19-Jährigen die Rückkehr der Mutter der jungen Frau, die gleichzeitig seine Ex-Frau ist, erzwingen.


Jäger schoss aus Versehen Bekannter in den Fuß

Ein 69-jähriger Jäger hat offenbar im Burgenland aus Versehen einer Bekannten in den Fuß geschossen. Dies berichtet Der Standard am 9.11.2016. Demnach soll der Waidmann in einem Wohnhaus einem 75-Jährigen sowie dessen Bekannten die Handhabung seines Jagdgewehres erklärt haben. Dabei löste sich ein Schuss aus der geladenen Waffe.
„Nach Abschluss der Erhebungen dürften den 69-Jährigen eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie waffen- und jagdrechtliche Verfahren erwarten“, meldet die Nachrichtenagentur APA.


Schuss trifft Jäger

In der Lausitz wurde ein 71-jähriger Jäger aus Versehen aus seinem eigenen Gewehr angeschossen. Dies berichtet die Sächsische Zeitung am 7.11.2016. Demnach saß der Jäger in seinem Auto. „Zeugen beobachteten, wie sein Hund bellend auf dem Vordersitz herumsprang, auf dem sich offenbar auch ein geladenes Gewehr befand“, so die Zeitung. Dabei löste sich ein Schuss, der den Waidmann in den Ellenbogen traf.
Die Zeugen riefen die Polizei, welche die Waffen des 71-Jährigen kontrollierten: Weil diese teilweise im geladenen Zustand und zusammen mit Munition in einem Waffenschrank gelagert waren, stellte die Polizei fünf Gewehre sicher. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet.


Jagdunfälle und Straftaten Nov. 2016


30.11.16: Treibjagden provozieren viele Unfälle
26.11.16: 48-Jähriger erschießt seine Ehefrau
26.11.16: Jäger legen auf Rügen Zugverkehr lahm
23.11.16 Drogenhändler mit legalen Jagdgewehren
22.11.16: Rechtsextreme mit Jagdwaffenarsenal
16.11.16: Jäger rastet aus! Autoreifen zerstochen
15.11.16: Jäger nimmt Geisel - Schuss in Fuß
9.11.16: Jäger schoss Bekannter in den Fuß
7.11.16: Schuss trifft Jäger
7.11.16 Treibjagd: Keiler greift Jäger an
3.11.16: Jäger schießt sich in Oberarm
2.11.16: Noch ein Reichsbürger mit Waffen und Jagdschein


Jagdunfälle und Straftaten Aug.-Okt. 2016

28.10.16: Schwerer Jagdunfall
23.10.16: 84-Jähriger erschießt Ehefrau und sich
19.10.16: Razzia - Jäger schießt auf Polizisten
Sicherheitsratschläge zur Jagdsaison!
13.10.16: Wildschweinjagd: Schuss auf Terrasse
30.9.16: Jäger verwechselt Kollegen mit Hirsch
29.9.16: "Mein Gesicht ist für immer ruiniert"
27.9.16 Schweiz: Jagdunfälle - zwei Jäger tot
26.9.16: Wildschweinjagd: Einschussloch in Haus
24.9.16: Hochstand stürzt ein - 2 Jäger verletzt
23.9.16: Betrunkener Jäger schießt sich in den Arm
21.9.16: Tödlicher Jagdunfall bei Hochjagd
20.9.16: Ex-Frau mit Schrotflinte erschossen
7.9.16: Schüsse - Anwohner alarmieren Polizei
5.9.16: 80-jähriger bewaffneter Jäger drehte durch
4.9.16: Jäger stürzt auf der Pirsch in die Tiefe
4.9.16 Schüsse auf Krähen: Polizei-Großeinsatz
3.9.16 Schuss auf Wildschwein geht nach hinten los
3.9.16: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt
3.9.16: PETA fordert Verbot der Hobbyjagd
1.9.16: Zuckerl-König stirbt bei Jagdunfall
31.8.16: Jäger trifft Jäger
27.8.2016: Jäger erschießt seinen jungen Hund, weil er nicht zum Jagdhund taugte
24.8.16: Flüchtling bei Jagdunfall erschossen
14.8.2016 Von Hochstand gerutscht: Genickbruch
4.8.16 Erntejagd: Schießerei schreckt Anwohner auf


Jagdunfälle und Straftaten März-Juli 2016

26.7.16: Bewaffneter Jäger im Schwimmbad
25.7.16: Jäger erschoss Kollegen in der Slowakei
15.7.2016 Jäger verliert Gewehr auf Landstraße
7.7.16 Polizei erschießt Jäger bei Familienstreit
1.7.2016: Angler erschießt Ex-Frau
15.6.2016 Polizist in Jagdunfall verwickelt
14.6.16 Jäger bedroht Angler mit Gewehr
25.5.16: Jäger mit Gewehr an Bahnstrecke
25.5.16: Jäger schoss in Nachbarwohnung
22.5.16: 10-jähriger Junge gerät in Fuchsfalle
17.5.16: Jäger schießt Wildschwein und trifft Anwohner
16.5.16: Jäger erschießt Ehefrau
27.4.16: Jäger erschießt jugendlichen Einbrecher
24.4.16: Schüsse: Polizei stellt Jäger
16.4.16: Jäger zielen auf Windkraftgegner
15.4.16: Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich
11.4.16: Jäger schießt auf Motorrad 11.4.16: Jäger schießt sich ins Bein
11.4.16: Jäger läuft betrunken mit Waffe durch Ort
11.4.16: Jäger töteten zwei Hunde
10.3.16 Fahrt im Vollrausch: Jagdschein weg


Jagdunfälle und Straftaten Jan./Feb. 2016

27.2.16 Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 3 Jäger
24.2.16: Plötzlich im Kugelhagel
17.2.16: Jäger ballert in Auto auf A31
9.2.16: Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst
8.2.16: Betrunkener Jäger verliert Jagdschein
8.2.16: Jäger (74) bedrohte Spaziergängerin
1.2.16: Zwei Menschen erschossen: Jägerin in Psychiatrie
31.1.16: Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an
28.1.16: Waffenerlaubnis weg - Jäger klagt vergeblich
25.1.16 Alkoholisierter Jäger bedrohte Spaziergänger
17.1.16: Alkoholisierter Jäger mit Waffe im Auto
Vater, der 16-Jährige erschoss: Selbst erschossen?
11.1.16: Mann bedroht seine Frau mit Jagdgewehr
6.1.16 Schüsse am Spazierweg
5.1.16 Spaziergänger flüchteten vor Jägern
4.1.16: Jäger erschießt versehendlich Tochter
2.1.16: Fast 6 Millionen private legale Waffen
2.1. 71-Jähriger erschießt Jäger statt Wildschwein


8 Tipps, wie du die Jagdsaison überlebst

Die Tierrechtsorganisation PETA hat "8 Tipps, wie du die Jagdsaison überlebst" zusammengestellt, bei denen einem das Lachen mit der Zeit im Halse stecken bleibt...

1. Gehe niemals ohne BH aus dem Haus
Im August 2015 wird eine Frau in Mecklenburg-Vorpommern von einem Jäger im Brustbereich angeschossen, als sie mit dem Fahrrad an einem Rapsfeld entlang fuhr. Die Munition prallt an dem Bügel ihres BHs ab, die 41-jährige kommt mit leichten Verletzungen davon.

2. Keine Dates im Freien
Im September 2015 verwechselt ein Jäger ein Liebespaar in Brandenburg auf einer Decke am Rand eines Maisfelds mit einem Wildschwein und schießt. Der Mann wird dabei tödlich getroffen, die Frau schwer verletzt.

3. Trage IMMER eine Warnweste, sobald du das Haus verlässt
Nach mehreren „Jagdunfällen“ in kürzester Zeit im September 2015 rät der Jagdverband Schleswig-Holstein Joggern und Spaziergängern in der dunklen Jahreszeit immer Warnkleidung zu tragen.
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Karikatur: »Problemjäger« von Bruno Haberzettl


"Lebensgefahr! Sie betreten gerade ein Jagdgebiet"

PETA Aufkleber: „Lebensgefahr! Sie betreten gerade ein Jagdgebiet“

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"Der Schuss ins Brötchen": Tragischer Jagdunfall



Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Seit die Jagdsaison im Herbst begonnen hat, sind die Zeitungen voll mit Meldungen über Wildunfälle. Wildschweine und Rehe befinden sich auf der Flucht vor den tödlichen Kugeln der Jäger. Somit ist die Jagd, insbesondere Treib- und Drückjagden, eine Gefahr für Autofahrer.

Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen.

Auf Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine hin: »Ein Schuss ins Maisfeld. ... Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.« Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden. Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: »Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.«


Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

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Novellierung der Jagdgesetze JETZT!
Liste der Unterzeichner I
Liste der Unterzeichner II
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Fakten gegen die Jagd

Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben, und doch ist es in deutschen Wäldern blutige Realität: 320.000 Jäger bringen jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere ums Leben. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

Von einem »schnellen Tod« kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei »Expansionsgeschosse« aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als »Pirschzeichen« herausschlagen. Die »Nachsuche« dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Fallen bereiten Füchsen und Mardern, aber auch Hunden und Katzen einen oft tagelangen Todeskampf - oder hinterlassen Krüppel, z.B. Füchse oder Katzen mit abgeschlagenem Bein. Die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, dass in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde. Opfer der Waidmannslust sind aber auch jährlich einige Hunderttausend Haustiere wie Hunde und Katzen - durch Fallen oder Schrotschuss. Katzen sind beliebte Köder zum Anlocken von Füchsen.
Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Lesen Sie: Fakten gegen die Jagd - Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!


Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.

Vor diesem Hintergrund wagen immer mehr Jäger die Flucht nach vorne. Wir, die nichtjagende Mehrheit der Bevölkerung, sollen Verständnis für ihr Hobby, ihre »Passion« entwickeln.

Lesen Sie:
Warum jagen Jäger wirklich?


WDR-Fernsehen: Das Wider der Jagd

Für den Biologen Dr. Karl-Heinz Loske ist die Jagd aus ökologischer Sicht nicht zu verantworten. Früher war er selbst Jäger, bis er sein Tun unverantwortlich fand und seine Flinte an den Nagel hängte. In der WDR-Sendung In der WDR-Sendung „daheim + unterwegs“ vom 3.11.2016 anlässlich des Hubertustags stellt er seine Gründe vor. hier ansehen


Philosoph Precht über die Hobbyjagd

Precht im STERN: »Die Jägerei ist heute eine Mischung aus Romantik und Tötungswillen«

In seinem neuen Buch »Tiere denken« schreibt der prominente Philosoph Richard David Precht zum Thema Hobbyjagd: »Menschen, die regelmäßig töten müssen, um sich wohlzufühlen, brauchen professionelle Hilfe.«

Im Interview mit dem STERN vom 13.10.2016 erläutert Precht: »Spaß daran zu haben, Tiere im Wald zu erschießen, ist für mich ein sonderbares Verhalten und absolut kein vernünftiger Grund zu töten. Genau das verbietet im Grunde das Tierschutzgesetz. Die Lust-Tötung.«

Auf die Anmerkung des Interviewers, die Jägerschaft betone immer wieder ihren ökologischen Auftrag antwortet der Philosoph: »Ach was. Die Jägerei ist heute eine Mischung aus Romantik und Tötungswillen. Der Jäger jagt ja nicht aus ökologischen Gründen, wie er vorgibt. Dann würden Förster diesen Job erledigen. Oder man würde auf die Winterfütterung verzichten oder den Tieren Antibabypillen ins Futter mischen, um die Bestände zu regulieren.«

Karikatur: Bruno Haberzettl. Aus: Brunos Jagdfieber


Immer mehr jagdfreie Grundstücke

Von Bayern bis Schleswig-Holstein: In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke!

In
Bayern waren bereits Anfang 2013 die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden 2013 Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet.
Seit 2014 sind in
Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei.
Seit 1.4.2015 ist das erste Grundstück in
Sachsen-Anhalt und das erste Grundstück in Hessen jagdrechtlich friedet, auch weitere Grundstücke in Niedersachsen und Bayern sind seit 2015 offiziell jagdfrei. In Rheinland-Pfalz ist seit 1.4.2015 ein ganzes Bio-Weingut von den Behörden befriedet worden.
Und die Welle rollt: 2016 wurden viele weitere Grundstücke jagdfrei, zum Beispiel in
Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern. In Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Grundstück seit 1.4.2016 offiziell von der Jagdbehörde befriedet worden.
Diese jagdfreien Grundstücke bieten wertvolle Schutzgebiete für Natur und Tiere. Bundesweit haben Hunderte Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt.
Lesen Sie die Übersicht jagdfreier Grundstücke in Deutschland

Sind auch Sie Eigentümer eines Grundstücks und wollen die Jagd auf Ihrem Grund und Boden nicht länger dulden?
Hier finden Sie dazu alle wichtigen Informationen


GRATIS Flyer "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Sind auch Sie Eigentümer eines Grundstückes, das gegen Ihren Willen bejagt wird? Sie können davon ausgehen, dass die Jagd auf Ihrem Grund und Boden ausgeübt wird, sofern Ihre Wiese, Ihr Feld oder Waldgrundstück außerhalb der Ortschaft liegen und nicht befriedet sind. Sie sind dann zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft und müssen dulden, dass bewaffnete Jäger Ihr Grundstück betreten, dort Hochsitze errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten und Wildtiere sowie Haustiere (Katzen und Hunde) töten.
All dies müssen Sie nicht mehr länger dulden:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt.
pdf-downlod: Flyer "Zwangsbejagung ade" [159 KB]

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info@abschaffung-der-jagd.de


Oberösterreich: Waldbesitzer klagt gegen Jagd

Der Tierfreund und Vegetarier Josef Fischer-Greiner aus Oberösterreich will die Jagd auf seinem Waldgrundstück verbieten lassen. Nachdem die zuständigen Behörden seinen Antrag abgelehnt haben, klagt er nun vor dem Landesverwaltungsgerichtshof.
Beim Landesverwaltungsgerichtshof in Linz ist außerdem noch ein weiterer Fall eines Waldbesitzers anhängig. Immer mehr Österreicher beantragen ein Jagdverbot auf ihrem Grund und Boden.
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Jagd-Verbot: Kärntner Klage macht Schule

Der Aufsehen erregende Jagd-Prozess eines Kärntner Waldeigentümers vor dem Österreichischen Verfassungsgerichtshof hat jetzt Nachahmer gefunden. Unter dem Titel „Jagd-Verbot: Kärntner Klage macht Schule“ berichtet Radio Ö1 am 24.10.2016 über einen weiteren Waldbesitzer aus Kärnten. Der Tierfreund und Vegetarier will die Jagd auf seinem Grundstück aus ethischen Gründen verbieten. „Die Spannung vor dem Urteil ist groß, unter den Betroffenen, unter der Jägerschaft wie unter Juristen“, so Radio Ö1. Denn der Fall aus Kärnten hat weitere Waldbesitzer motiviert, auch zu klagen.


Österr. Verfassungsgerichtshof prüft Jagdgesetz

"Keine Jagd auf meinem Grundstück": Österreichischer Verfassungsgerichtshof entscheidet

Ein Tierfreund und Veganer aus Kärnten will die Jagd auf seinem Waldgrundstück nicht länger dulden und zog vor das Verfassungsgericht. Der Rechtsanwalt beruft sich auf sein Eigentumsrecht und seine Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen. Die Verhandlung vor dem höchsten österreichischen Gericht fand am 27.9.2016 statt. Ein Urteil sei frühestens Ende Oktober zu erwarten, hieß es auf Anfrage der Oberösterreichischen Nachrichten.

Am 15. Dezember 2015 hatte der Verfassungsgerichtshof beschlossen, die Beschwerde des Kärntner Waldbesitzers gegen die Zwangsbejagung zu prüfen. Eine Klärung der Frage sei dringlich, denn es handle sich um einen Eingriff ins Eigentumsrecht. Und der sei noch dazu besonders gravierend, weil der Kärntner die Jagd aus ethischen Gründen ablehne.

„Rechtsexperten sehen darin einen Hinweis darauf, dass die Höchstrichter die gängige Praxis der Zwangsbejagung letztlich für verfassungswidrig erklären und nach dem Vorbild von Deutschland eine Änderung des Jagdgesetzes anordnen könnten“, berichtet nachrichten.at am 28.9.2016.
weitere Informationen


Nach EU-Recht: Jagdgegner sperren Jäger aus

„Nach EU-Recht: Jagdgegner sperren Jäger aus“, titelt der Bayerische Rundfunk am 22.10.2016 und berichtet ausführlich über Grundstücksbesitzer im Landkreis Rottal-Inn, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger hinnehmen wollen. Rund 20 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung sind im Landkreis Rottal-Inn bisher gestellt worden.
Das Grundstück von Tierarzt Peter Zimmer - rund viereinhalb Hektar Wald und Wiesen bei Tann im niederbayerischen Landkreis Rottal Inn – ist inzwischen offiziell jagdfrei, heißt es in der Radiosendung. „Wir leben vegan, und das würde gegen unsere Ansichten gehen. Das Hauptargument ist, dass jedes Tier ein Recht hat, da zu sein. Und wenn dann gejagt wird, haben die Tiere Angst, werden verscheucht“, wird der Tierarzt in der Sendung zitiert.
Für das aufwändige Verfahren für die jagdrechtliche Befriedung hat Peter Zimmer einen Kostenbescheid über 1200 Euro erhalten. Dagegen will er laut Bayerischem Rundfunk jetzt klagen: "Das ist eigentlich nicht zu fassen, dass dafür Gebühren entstehen. Das ist doch ein Menschenrecht, dass wir auf unserem Grund und Boden bestimmen, was passiert."


Jagd kann Wildschweine nicht regulieren

Jägerlatein lehrt: Wildschweine müssen massiv bejagt werden. Die Realität zeigt: Je mehr Wildschweine geschossen werden, desto stärker vermehren sie sich. Jedes Jahr aufs Neue werden Argumente aus dem Bereich des Jägerlateins medienwirksam verbreitet, um Stimmung für die Jagd und gegen unsere heimischen Wildtiere zu machen. Was sagen dazu Wissenschaftler, Biologen und Berufsjäger?

Um ihr blutiges Hobby zu rechtfertigen, behaupten die Jäger, sie müssten Tierbestände durch Abschuss »regulieren«. Ohne Jagd würde es zu einer »Wildschweinschwemme« kommen.

Jägerlatein am Ende: "Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter"

Dass Jagd die Zahl der Wildschweine nicht nachhaltig regulieren kann, gibt Deutschlands größte Jagdzeitschrift längst offen zu: »Sind die Jäger überhaupt in der Lage, die Schwarzkittel dauerhaft zu regulieren?«, fragt WILD UND HUND und gibt auch gleich die Antwort: »Insgesamt haben jedoch alle Bemühungen der vergangenen Jahre keinen Erfolg gebracht. Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter.« weiterlesen


Faltblatt: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren

 



Neuauflage »Jagd kann Wildschweine nicht regulieren«
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GRATIS Flyer "Füchse - Gejagte Überlebenskünstler"

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Sicherheitsratschläge zur Jagdsaison!

„Sicherheitsratschläge zur Jagdsaison! Bleiben Sie lieber zu Hause, aber nicht auf ihrer Terrasse“, titelt die luxemburgische Zeitung Letzebuerg privat am 17.10.2016 anlässlich der Treibjagdsaison und greift einen aktuellen Jagdunfall auf: Kürzlich hatten Jäger eine Frau auf der heimischen Terrasse ‚erlegt“. „Da klingt es schon wie Hohn, wenn der Jägerverband von ‚hoher Sicherheitskultur’ redet“, schreibt die Zeitung.
Offenbar hat der Jagdverband eine Broschüre herausgegeben, in der Hinweise für die Bevölkerung zu lesen. Denn die Zeitung kommentiert, es klinge wie ein schlechter Witz, wenn Wanderer, Jogger und Spaziergänger im Wald nach Jagdhornbläser lauschen sollen. „Was, wenn man den Wald erst später betritt? Oder sich schon im Wald befindet, wenn losgeballert wird?“, wird in dem Artikel gefragt.
Der Gipfel aller Feststellungen des Jagdverbandes sei es, mit der Kanone auf alle Nicht-Jäger zu schießen, mit dem Hinweis, dass es gesetzlich verboten sei, eine Jagd zu stören.
Der Artikel schließt mit folgenden Worten: „Also, liebe Wanderer, Jogger, Spaziergänger, Naturfreunde und Autofahrer – bleiben sie während der Jagdsaison lieber zu Hause, bevor sie gegen Gesetze verstoßen.“ Aber besser nicht auf der Terrasse…

Karikatur: Bruno Haberzettl. Aus: Brunos Jagdfieber


Jagdunfall: "Mein Gesicht ist für immer ruiniert"

Bei einer Jagd auf Wildschweine wurde eine 46-jährige Frau im luxemburgischen Fentingen von einem Geschoss in die Wange getroffen. Sie hatte am Samstag gegen 17 Uhr mit Freunden auf einer Terrasse im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses gesessen, als es zischte und sie auf dem Stuhl zusammenbrach. „Ich habe einen gebrochenen Kiefer und immer noch Fragmente des Projektils in meiner Wange“, zitiert die luxemburgische Zeitung L’essentiel am 28.9.2016 das Opfer Natalie. „Mein Gesicht ist ruiniert, ich werde den Mund für den Rest meines Lebens nicht mehr schließen können – weil jemand sein Hobby ausüben wollte. Das ist nicht fair.“
Wie es genau zu dem Jagdunfall kam, muss jetzt die Polizei ermitteln. Fünf Jäger hatten ein Maisfeld umstellt, um Wildschweine zu schießen. Laut dem Pächter des Jagdreviers hatten drei Jäger Schüsse abgegeben. Doch der Jagdpächter wiegelt ab: Alle Sicherheitsregeln seien streng befolgt worden. Gegenüber
L’essentiel vom 29.9.2016sagt er: „Was hier passiert ist, ist kein Spaß. Aber diese Dinge können unglücklicherweise trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passieren.“





Wildschweinjagd: Einschussloch in Haus

Aufregung im Westerwald: Abends hörten Bewohner am Ortsrand von Lautzenbrücken Schüsse – während sie auf der Terrasse saßen und Kinder im Garten spielten. "Der letzte Schuss war extrem laut zu hören, als Treffer irgendwo auf Metall, oder auf irgendeinen anderen Gegenstand“, zitiert der SWR am 26.9.2016 einen Anwohner. Demnach seien mehrere Anwohner zu den Jägern gerannt, die neben der Ortschaft eine „Maisjagd“ auf Wildschweine veranstalteten. Doch die hätten die Schüsse aufs Dorf als Lappalie hingestellt, berichtet ein Betroffener. Später entdeckte einer der Anwohner kreisrundes Loch in der Schieferfassade seines Hauses. Das hat die Jagdbehörde jetzt untersucht. Ergebnis: Es könnte ein Einschussloch sein.


Betrunkener Jäger schießt sich auf Fahrrad in Arm

Ein betrunkener Waidmann fuhr im Bezirk Wien-Umgebung auf seinem »Waffenradl« durch eine Ortschaft und fiel plötzlich vom Fahrrad. Dadurch löste sich ein Schuss aus seiner offenbar geladenen Waffe. Dies berichtet heute.at am 23.9.2016. Die Anwohner hatten Glück, sie wurden nicht getroffen. Die Kugel traf den Arm des 62-jährigen Jägers, der schwer verletzt notoperiert werden musste.


Rhein-Berg (NRW): Zwei Anträge auf Jagdverbot

Im Kreis Rhein-Berg (Nordrhein-Westfalen) wollen zwei Grundstückseigentümer die Jagd auf ihren Flächen verbieten. Dies meldet der Kölner Stadt-Anzeiger am 20.9.2016. Auf Anfrage der Zeitung teilte die Pressestelle des Kreises mit, dass man sich als zuständige Behörde derzeit noch in der „Prüfphase“ befinde. Die Anträge müssten „ernsthaft und glaubhaft“ sein. „Was das denn genau sei, blieb allerdings offen“, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. „Zwischen den Zeilen wurde allerdings deutlich, dass die generellen Jagdgegner bei der Kreisverwaltung wenig Unterstützung zu erwarten haben.“

Die örtliche Jägerschaft nennt die Zielrichtung der Jagdgegner der Zeitung gegenüber als „weltfremd“ und „praktisch nicht durchführbar“. Die Jagd sei notwendig.
„Zumindest für die Mitglieder von ‚Zwangsbejagung ade“ ist das nicht nachvollziehbar“, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. Für die Natur sei Jagd nicht notwendig. Weiter heißt es: „Dieser Streit ist uralt. Neu ist, dass mit dem Instrumentarium der „jagdrechtlichen Befriedung“ tatsächlich Fakten geschaffen werden.“

In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen rund 170 Befriedungsanträge aus ethischen Gründen.


NRW: 173 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung

In Nordrhein-Westfalen haben bis Mitte August 2016 insgesamt 173 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. 37 Grundstücke sind inzwischen offiziell jagdfrei. Dies geht aus der Antwort der nordrhein-westfälischen Landesregierung vom 5.9.2016 auf eine Kleine Anfrage von FDP-Abgeordneten hervor.

20 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung wurden abgelehnt. Zwei Antragstellern ist es gelungen, ihren bereits abgelehnten Antrag auf Befriedung gerichtlich durchzusetzen.
Von den 20 abgelehnten Anträgen wurden 14 abgelehnt, weil es sich bei den Antragstellern um juristische Personen (also Tier- und Naturschutzverbände oder Stiftungen) handelte.

Lesen Sie die Übersicht der Bürgerinitiative "Zwangsbejagung ade" über jagdfreie Grundstücke und Fälle von Grundstückseigentümern in den einzelnen Bundesländern


Zwei Jäger als Tierquäler verurteilt

Ein 77-jähriger Jagdpächter und ein 54-jähriger Jäger wurden vom Amtsgericht Göppingen (Baden-Württemberg) wegen Tierquälerei verurteilt. Sie hatten einen angeschossenen Fuchs leiden lassen. Dies berichten die Göppischen Kreisnachrichten am 20.09.2016.
Demnach hatte der 54-jährige Jäger in der Nacht zu Heiligabend vom Hochsitz auf einen Fuchs geschossen, aber nicht tödlich getroffen. Doch offenbar organisierten weder der Jäger noch der Jagdpächter unverzüglich eine Nachsuche. Am nächsten Morgen fanden Spaziergänger den angeschossenen Fuchs und informierten den Jagdpächter. Doch erst um 16 Uhr am Heiligabend gab der Jäger den erlösenden Schuss auf das schwer verletzte Tier ab.
Der Jagdpächter wurde wegen Tierquälerei zu 50 Tagessätzen à 50 Euro, der Jäger zu 50 Tagessätze à 40 Euro verurteilt. Beide dürfen ihren Jagdschein behalten – den wären sie erst ab 60 Tagessätzen los gewesen.


"Rabauken-Jäger" ist keine Beleidigung

Freispruch für einen Journalisten: Die Bezeichnung »Rabauken-Jäger« ist keine Beleidigung. Dies berichtet der Nordkurier am 9.9.2016.

Ein Journalist des Nordkuriers hatte einen Jäger in einem Zeitungsartikel im Juni 2014 als „Rabauken-Jäger“ bezeichnet, weil der Jäger ein am Straßenrand gefundenes totes Reh etwa 100 Meter an der Anhängerkupplung über eine Bundesstraße schleifte, um es dann an einem Feldweg zu vergraben.
Daraufhin hatte der Jäger den Lokalredakteur angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hatte Anklage wegen Beleidigung erhoben, und das Amtsgerichts Pasewalk verurteilte den Journalisten zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro.

Nun sprach das Oberlandesgericht (OLG) Rostock den Journalisten letztinstanzlich vom Vorwurf der Beleidigung frei.


Schüsse - Anwohner alarmieren Polizei

Am Mittwoch, den 07.09.2016, meldeten gegen 18.30 Uhr mehrere besorgte Anwohner aus Lautzenbrücken der Polizeidienststelle Hachenburg, dass in der Ortsrandlage mehrere Schüsse gefallen seien.

„Von den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten wurde ermittelt, dass von mehreren Jägern außerhalb der Ortslage eine sogenannte ‚Maisjagd’ durchgeführt wurde. Hierbei wurde ein ‚Frischling’ angeschossen und anschließend jagdgerecht erlegt“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizeiinspektion Hachenburg. Weiter heißt es: „Vorgetragene Vermutungen, dass nach einer Schussabgabe ein Wohnhaus von einem Querschläger getroffen wurde, bestätigten sich nicht. Von den eingesetzten Beamten und dem vor Ort anwesenden Hausbewohner wurden keine Schäden festgestellt.“

Derzeit werde durch die zuständige untere Jagdbehörde geprüft, ob ein Verstoß gegen das Landesjagdgesetz vorliegt.


80-jähriger bewaffneter Jäger drehte durch

In Wiener Neustadt drehte ein bewaffneter 80-jähriger Jäger durch, so dass es zu einem Einsatz der Spezialeinheit Cobra kam. Dies berichten die Salzburger Nachrichten am 5.9.2016.
Demnach hatte der 80-Jährige Besuch von einem Gerichtsvollzieher erhalten, der die Zwangsräumung des Mannes durchführen sollte. Nach einer Attacke des Pensionärs – offenbar hat er den Gerichtsvollzieher mit Benzin übergossen – rief dieser die Polizei.
„Da es sich bei dem 80-Jährigen um einen Jäger handelte - und er somit im Besitz von Schusswaffen war - wurde auch die Spezialeinheit Cobra hinzugezogen. 25 Mann rückten aus, um den 80-Jährigen, der sich mittlerweile verbarrikadiert hatte, zur Aufgabe zu zwingen“, berichtet die Zeitung. Cobra und Verhandlungsgruppe konnten den Jäger schließlich zur Aufgabe überzeugen. Die Polizei stellte ein Jagdgewehr sicher.


Schüsse auf Krähen sorgen für Polizei-Großeinsatz

Als am Sonntag ab 6 Uhr in Bad Aibling immer wieder mehrere Schüsse hintereinander fielen, häuften sich bei der Polizeiinspektion Bad Aibling schlagartig Anrufe besorgter Bürger.
Zunächst wurden drei Streifen losgeschickt, meldet die Polizeiinspektion Bad Aibling am 4.9.2016. „Doch als die Schüsse um 06.30 Uhr noch nicht aufhörten, orderte die Polizeiinspektion Bad Aibling weitere Kräfte von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim und der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim nach, um der Sache auf den Grund zu gehen. So suchten insgesamt sechs Streifen in der Früh das Stadtgebiet Bad Aibling nach dem Verursacher ab.“
Schließlich stellte die Polizei fest, dass ein Jäger eines Jagdreviers zwischen Bad Aibling und Heufeld ein "Krähenschießen" durchführte.
„Dem Jäger wurde erklärt, dass die Bevölkerung verständlicher Weise zur Zeit auf Wahrnehmungen dieser Art sehr sensibel reagiert“, heißt es in der Pressemeldung.


PETA fordert Verbot der Hobbyjagd

Ein 21-jähriger Jäger ist bei einer Drückjagd bei Leibertingen angeschossen worden. Laut Polizei soll wohl ein 47-jähriger Jäger, den Schuss abgegeben haben. Im Hinblick auf diesen und ähnliche Jagdunfälle fordert die Tierrechtsorganisation PETA ein Verbot der, wie sie es nennt, „Hobbyjagd“ in Deutschland, berichtet die Schwäbische Zeitung am 3.9.2016.
„Immer wieder bringen die Weidmänner auch Passanten in Gefahr und gefährden die öffentliche Sicherheit durch fahrlässiges Handeln“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Tierrechtsorganisation rät der Bevölkerung zudem zu erhöhter Vorsicht während der anstehenden Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar.
„Der aktuelle Fall in Leibertingen zeigt wieder einmal: Bei der Jagd besteht Gefahr für jedes Lebewesen, das sich in der Nähe aufhält – ob Mensch oder Tier“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Jährlich ereignen sich Dutzende Vorfälle, bei denen Fehlschüsse oder Querschläger Menschen verletzen oder gar töten, Gewehrkugeln in Häuser einschlagen, Spaziergänger plötzlich unter Beschuss geraten oder sogar Menschen gezielt mit Jagdwaffen getötet werden. Die Hobbyjagd muss verboten werden.“


Jäger trifft Jäger

Ein Jäger ist vermutlich von einem Kollegen bei einer Wildschweinjagd in Leibertingen (Kreis Sigmaringen) angeschossen worden. Dies berichtet die Südwest Presse am 31.8.2016. Demnach hatte der 47-jährige Unglücksschütze in einem Maisfeld geschossen, um Wildschweine hinauszutreiben.


Jäger erschießt seinen jungen Hund

Ein Jäger aus dem Kreis Pinneberg soll seinen Hund erschossen haben - weil das junge Tier nicht so zum Jagdhund taugte, wie es sich sein Besitzer vorstellte. Dies meldet das Flensburger Tageblatt am 27.8.2016 und schreibt: "Vielleicht wäre das nie herausgekommen. Doch der Haseldorfer soll darüber offen gesprochen haben. Bei der Polizei gingen zwei Anzeigen ein. Das bestätigten Beamte auf Anfrage unserer Zeitung. Und sie bestätigten auch die Vorwürfe."
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Dem Jäger drohen bis zu drei Jahre Haft.


Fuchsbandwum: Keine Gefahr durch wilde Beeren

Regelmäßig wird in den Medien über den Fuchsbandwurm berichtet – bisweilen in einem Ton, der an Hysterie grenzt. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Pressearbeit der Jagdverbände sein, die die Angst vor dem Parasiten gezielt schüren, um die Jagd auf Füchse zu rechtfertigen. SPIEGEL online klärt jetzt in einem lesenswerten Artikel auf: Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm sei unwahrscheinlicher, als vom Blitz getroffen zu werden.
"Es gibt fast nichts, was seltener ist", zitiert das Magazin Klaus Brehm, der den Fuchsbandwurm am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg erforscht.
Insgesamt wurden im Jahr 2015 nur 45 Menschen vom Fuchsbandwurm befallen. "Bei 82 Millionen Einwohnern entspricht das einer Neuerkrankungsrate von 0,00005 Prozent", so SPIEGEL online (24.7.2016). Eine Studie von 2014 zeigte, dass 65 Prozent der mit dem Fuchsbandwurm Infizierten Jäger und Landwirte seien, die täglich auf Wald- und Feldböden arbeiten.
Anderne Studien zufolge ist das Erkrankungsrisiko bei Hunde- und Katzenbesitzern erhöht, wenn ihre Tiere auf Mäusejagd gehen oder umherstreunen und nicht regelmäßig entwurmt werden. Denn Mäuse sind Überträger des Fuchsbandwurms.
Dagegen sei die Wahrscheinlichkeit, dass ungewaschene Himbeeren zu einem Befall mit dem Fuchsbandwurm führen, so gering, dass man sie vergessen könne.


Schützt Jagd vor Tollwut und Fuchsbandwurm?

Füchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt und haben keine Schonzeit. Da Füchse nicht essbar und die Pelze schwer zu vermarkten sind, werden die Kadaver meist kurzerhand in der Tierkörperbeseitigung entsorgt. Diese gnadenlose Jagd auf Füchse versuchen die Jäger gegenüber der Öffentlichkeit mit zwei Argumenten zu rechtfertigen: dem angeblichen Schutz der Bevölkerung vor Tollwut und Fuchsbandwurm.

Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« als tollwutfrei. Und: Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass die Angst vor dem Fuchsbandwurm übertrieben ist: In Deutschland ist kein einziger Fall einer Infektion über Waldbeeren dokumentiert. »Dass man sich auf diese Weise mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann, darf endgültig ins Reich der Legenden verbannt werden« , berichtet das Magazin Welt der Wunder (18.6.2012) unter Berufung auf Mediziner vom Uniklinikum Ulm und von der Universität Würzburg, die offiziell Entwarnung gaben. Eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der Technischen Universität München wies nach, dass durch das konsequente Auslegen von Entwurmungsködern die Infektionsrate dauerhaft auf ein Minimum gesenkt werden kann. Bei einem Projekt im Landkreis Starnberg wurde die Befallsrate der Füchse innerhalb weniger Jahre auf unter 3 Prozent gesenkt. (Pressemeldung des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der TU München, Januar 2010)



Wittmund: Erste "jagdfreie Zone" im Landkreis

Der Landkreis Wittmund hat erstmals auf einer größeren Fläche das Jagen untersagt. Der Anzeiger für Harlingerland berichtet am 14.7.2016: „Die Behörde folgte einem Antrag des Grundbesitzers Ede Rieken aus Moorweg. Er wollte aus ethischen Gründen nicht länger hinnehmen, dass auf seinen insgesamt acht Hektar großen Flächen regelmäßig Tiere getötet werden.“ Seit dem 1. Juni ist sein Grundstück jetzt offiziell jagdfrei.
„Die jagdrechtliche Befriedung von Grundstücken ist erst neuerdings möglich“, so die Zeitung. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte in seinem Urteil vom 26.6.2012 gegen die Bundesrepublik Deutschland entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt.


Jagdfreie Zone in Eslohe

Im Kreis Eslohe (Nordrhein-Westfalen) hat eine Grundstückseigentümerin die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen beantragt. Sie beruft sich auf en Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der 2012 zu dem Urteil kam, nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.
Der Kreis will ihre Flächen aber erst 2020 befrieden – wenn der Jagdpachtvertrag ausläuft.
Dies berichtet
„Der Westen“ am 16.7.2016 und zitiert Kreissprecher Jürgen Uhl: . „Das Auslaufen des Vertrages ist der Esloherin zuzumuten.“
Die Grundstückseigentümer klagt nun vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg gegen den Bescheid. Noch weitere vier Jahre hinnehmen zu müssen, dass Jäger auf ihrem Eigentum Tiere tot schießen, kann sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren..


Alkoholisierte Jäger im Visier

Die Regierung im Schweizer Kanton Graubünden will bei Jägern in Zukunft Alkoholkontrollen durchführen lassen. Es soll verboten sein, die Jagd in angetrunkenem Zustand oder bei übermäßigem Betäubungsmitteleinfluss auszuüben. Dies berichtet SRF 1 am 15.8.2016. Die Regierung Graubündens will das Jagdgesetz ändern. Dabei werden einzelne Punkte der Volksinitiative „Für eine naturverträgliche und ethische Jagd“ übernommen. Diese seien zum Teil berechtigt. So soll weiterhin die Fallenjagd verboten und die Einführung bleifreier Kugel- und Schrotmunition vorgeschrieben werden.

Auch
in Deutschland kann die Jagd unter Alkoholeinfluss nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts den Jagdschein kosten: "Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist, auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt", so das Bundesverwaltungsgericht in seiner Pressemitteilung.

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus:
"Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


Erntejagd: Schießerei schreckt Anwohner auf

Eine Wildschweinjagd während der Ernte – kurz nach dem Münchner Amoklauf – schreckte Anwohner in Neuhausen auf. Eine Frau meldete im Rathaus, dass jemand mit einem Gewehr herumlaufe und schieße – der Mann trage keine Jägerkleidung. Dies berichtet die Pforzheimer Zeitung am 4.8.2016. Die Polizei Tiefenbronn starte einen großen Einsatz mit mehreren Streifenwagen und Schutzkleidung und erhielt Unterstützung von der Polizei Ludwigsburg.
„Ein Landwirt wurde durchsucht, ein Jäger musste seine Waffe niederlegen, was er nach mehrfacher Aufforderung auch getan habe“, berichtet die Pforzheimer Zeitung.
Der Kreisjägermeister erklärte zu dem Vorfall, dass die Jäger tagsüber nicht unbedingt an ihrer grünen Kluft zu erkennen seien. Die Jagd einzustellen, bis sich die nervöse Stimmung im Land etwas beruhigt hat – das sei nicht möglich, zitiert ihn die Zeitung.


Jäger schoss durch Zaun im Schwimmbad

"Jäger schoss durch Zaun auf Engener Bad-Gelände", titelt der Südkurier am 26.7.2016. Demnach hörten die Schwimmbadbesucher am Sonntagnachmittag einen Schuss, anschließend lief ein bewaffneter Jäger durch das Bad. "Das sorgte für große Unsicherheit und Verwirrung unter den Besuchern im Schwimmbad-Gelände", so die Zeitung und zitiert den Bademeister: "Der Jäger gab im Bereich des Bad-Geländes keinen weiteren Schuss ab. Aber schon, dass er mit einer Langwaffe für Badegäste sichtbar auf dem Areal umherlief, hat viele von ihnen erschreckt. Zumal er noch eine militärähnliche Tarnkleidung trug."
Die große Unsicherheit der Badegäste, wenn ein Bewaffneter durchs Schwimmbad läuft, ist mehr als verständlich, nicht nur vor dem Hintergrund der tödlichen Schüsse in München am Tag zuvor.
Der Jäger hatte zuvor von einem Nachbargrundstück auf einen Fuchs geschossen. Eine Kugel des Jägers sei laut Südkurier im Bad-Gelände gelandet. Nachdem er das Tier nicht richtig getroffen hatte, begab sich der Jäger auf "Nachsuche" im Erlebnisbad.


"Füchse sind intelligente Tiere"

Der Fuchsexperte Dag Frommhold ist überzeugt, dass Vorurteile über die Tiere auf Unkenntnis zurückzuführen sind. Die Stuttgarter Nachrichten führten ein lesenswertes Interview mit ihm.

Herr Frommhold, Füchse haben ein schlechtes Image. Was macht die Tiere schützenswert?
Das Frommhold:
Das schlechte Image haben sie zu Unrecht. Tatsächlich sind Füchse sehr intelligente Tiere mit einem bemerkenswerten Familienleben, die als „Gesundheitspolizisten“ in der Natur eine wichtige Aufgabe erfüllen. Die Vorurteile gehen stets auf Unkenntnis zurück. Nicht jedem ist beispielsweise bewusst, dass Deutschland schon seit 2008 tollwutfrei ist und dass das Risiko, am Fuchsbandwurm zu erkranken, ähnlich gering ist wie das, vom Blitz getroffen zu werden. weiterlesen


Ein Leben unter Füchsen



Der Naturfotograf Günther Schumann schloss bei seinen Streifzügen durch Wald und Flur Freundschaft mit einer jungen Füchsin: Feline. Schritt für Schritt gewann er ihr Vertrauen und sie verlor jegliche Furcht vor ihm. Mit Fotoapparat und Filmkamera begleitete er Feline über elf Jahre. Als sie Fuchsmama wurde, zeigte sie ihm sogar ihre Welpen und nahm ihn in die Familiengemeinschaft der Füchse auf. Sogar als die Jungfüchse ihre Partner fanden, zeigten diese keinerlei Scheu vor ihm. So erhielt der Naturfotograf Einblicke in das Familienleben von Füchsen, wie wohl noch kein Mensch vor ihm.
Der Dokumentarfilm »Mehr als Freunde - Ein Leben unter Füchsen« lässt uns jetzt an dieser ganz besonderen Freundschaft teilhaben.

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Mecklenburg-Vorpommern: Erstes Grundstück jagdfrei

Frau R. besitzt ein etwa 9 Hektar großes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. Weil sie das Töten jeglicher Art verabscheut, kann es die Tierfreundin nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger auf ihrem eigenen Grund und Boden Tiere tot schießen. Bereits im April 2013 beantragte Frau R. die sofortige jagdrechtliche Befriedung ihres Grundstücks bei der unteren Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Seit 1.4.2016 sind die 9 Hekatar jagdfrei – als erstes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. weiterlesen


Schleswig-Holstein: Landtag regelt Befriedung

Schleswig-Holstein hat ein neues Landesnaturschutzgesetz mit einer Neuerung im Landesjagdgesetz zur jagdrechtlichen Befriedung von Grundstücken: Nicht nur private Grundeigentümer, sondern auch Naturschutzverbände und Stiftungen (so genannte »juristische Personen«) künftig die Möglichkeit, aus ethischen Gründen ihre Flächen zu befriedeten Bezirken zu erklären.
In § 4 Landesjagdgesetz wurde der Absatz 2 neu angefügt:
»Abweichend von § 6a Absatz 1 Satz 1 Bundesjagdgesetz sind auch Grundflächen, die im Eigentum einer juristischen Person stehen, auf deren Antrag hin zu befriedeten Bezirken zu erklären, wenn diese glaubhaft macht, dass sie die Jagdausübung aus ethischen Gründen ablehnt.« Damit setzt das nördlichste Bundesland das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 in Landesrecht um. www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/3300/drucksache-18-3320.pdf (Seite 111)


Niedersachsen: 8 ha im Kreis Wittmund jagdfrei

Elektro-Meister Ede Rieken ist Eigentümer eines Grundstücks im Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen. Im Dezember 2014 beantragte er die Befriedung seiner Flächen, nachdem ein Jäger bei Dunkelheit in die Wohnzimmerscheibe geschossen hatte.
Seit 1.6.2016 ist sein Grundstück nun offiziell jagdrechtlich befriedet. Kosten: 450 Euro.
"Gut 8 ha landwirtschaftliche Fläche steht jetzt uneingeschränkt auch den frei lebenden Tieren zur Verfügung", freut sich Ede Rieken. weiterlesen


Niedersachsen hat Kosten zu Befriedung gesenkt

Bislang wurde betroffenen Grundstückseigentümern in Niedersachsen für die Bearbeitung des Antrags auf jagdrechtliche Befriedung eine Verwaltungsgebühr in Höhe bis zu 2.500 Euro angekündigt.
Nach viel öffentlicher Kritik in Presse und Fernsehen hat Landwirtschaftsminister Meyer reagiert:
"Der Minister hat ... die entsprechenden Gebühren korrigiert, so dass Niedersachsen jetzt ähnliche Gebühren nimmt, wie die anderen Bundesländer", heißt es am 17.5.2016 in einem Schreiben aus dem Landwirtschafstministerium.
"Auch die teilweise sehr restriktive Genehmigungspraxis der unteren Jagdbehörden sieht der Minister kritisch und ist hier mit den Landkreisen bezüglich möglichen Erleichterungen im Gespräch."

Die Niedersächsische Gebührenordnung sieht jetzt einen Kostenrahmen von 200 bis 700 Euro für die Befriedung von Grundflächen vor.
pdf-download: Auszug aus der Allgemeinen Gebührenordnung in der derzeit gültigen Fassung


NRW: Mehr als 150 Anträge zur Jagdbefreiung

In Nordrhein-Westfalen haben 151 Grundeigentümer (Stand: Oktober 2015) Anträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. Dies berichtet die Westdeutsche Zeitung am 19.5.2016.


Klare Gebührenregelung in NRW

Gemäß § 2, 1 des Gebührengesetzes Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit § 1 der Allg. Verwaltungsgebührenordnung ist nach Tarifstelle 8.3.3.7 des Allgemeinen Gebührentarifs für die Erklärung von Grundflächen zu befriedeten Bezirken aus ethischen Gründen eine Gebühr je nach Zeitaufwand zu erheben, jedoch in Abhängigkeit von der Grundfläche höchstens
- 200 Euro bis zu einer Flächengröße von 2,0 ha
- höchstens 600 Euro bei einer Flächengröße über 2,0 ha bis zu 10,0 ha
- höchstens 1.000 Euro bei einer Flächengröße über 10,0 ha.



NRW: 6 Hektar im Kreis Mettmann jagdfrei!

Seit 1.4.2016 sind 6 Hektar zusammenhängende Wald- und Wiesengrundstücke im Kreis Mettmann offiziell jagdfrei.
Der Eigentümer, ein engagierter Tier- und Naturschützer, hat auf seinem Grundstück Biotope angelegt. »Wir sind sehr froh, dass nun die Füchse und Wasservögel sowie ein bis zwei übrig gebliebene Hasen bei uns sicher sind. Rehe gibt es leider seit etwa zwei Jahren keine mehr, wir fürchten, dass sie alle den Jägern zum Opfer gefallen sind.«
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VG Minden: 34,5 Hektar ab sofort jagdfrei

Das Verwaltungsgericht Minden hat der Klage eines Landwirts aus stattgegeben, dass seine 34,5 Hektar jagdrechtlich befriedet werden müssen.
„Auf einer 34,5 Hektar großen Fläche in Hille müssen Rehe künftig nicht mehr vor Jägern davonlaufen“, schreibt das Mindener Tagblatt am 18.5.2016.
Der Landwirt hatte nach § 6a Bundesjagdgesetz die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen beim Kreis Minden-Lübbecke beantragt, weil er die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Der Kreis Minden-Lübbecke lehnte diesen Antrag jedoch ab, weil der Landwirt nicht ausreichend glaubhaft gemacht hätte, dass er die Jagd aus Gewissensgründen ablehne. Der Landwirt klagte gegen diesen Bescheid und erhielt vom Verwaltungsgericht Minden Recht: Die Behörde muss die Grundstücke des Landwirtes mit sofortiger Wirkung für jagdrechtlich befriedet erklären. (VG Minden, Urteil vom 03.05.2016 – 8 K 1480/15)


NRW: 5,5 Hektar in Königswinter jagdfrei

Ein 5,5 Hektar großes Grundstück in Königswinter bei Bonn ist jetzt offiziell jagdfrei. Dies berichtet der Deutschlandfunk am 19.5.2016.
Til Macke hat hier in jahrzehntelanger Arbeit ein privates Naturschutzgebiet angelegt: mit Blumenwiese, Wald und See. Die Artenvielfalt an Schmetterlingen, Libellen und Vögeln ist groß. Doch mindestens einmal im Jahr kamen Jäger, und schossen die Enten über dem See. "Sie haben mich auch angerufen, meistens um den 20. Dezember, dann sind sie gekommen, mit Hunden, haben hier eine Kette gebildet, ich weiß nicht, wie viele, mindestens sieben Jäger waren das“, berichtet die Tier- und Naturfreund gegenüber dem Deutschlandfunk.
Nach der Jagd sei das Gelände zertrampelt gewesen, tote und verletzte Enten lagen herum, Vögel seien für Wochen vertrieben worden.
Til Macke stellte einen Antrag auf Befriedung seines Grundstücks – er wurde abgelehnt. Aber er gab nicht auf und klagte, berichtet er dem Deutschlandfunk: „Das zog sich auch hin, also mit Widersprüchen der Jagdbehörde und so weiter. Und am 17. Dezember letzten Jahres kam es zur Verhandlung und da wurde meiner Klage stattgegeben." Jetzt ist das Biotop offiziell jagdfrei.


Jäger erschießt Ehefrau

Ein 75-jähriger Unternehmer und Jäger hat in Metelen offenbar seine 69-jährige Ehefrau mit Kopfschuss in der Küche erschossen. Anschließend versuchte er sich selbst mit einem Kopfschuss das Leben zu nehmen und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Dies meldet die Polizei Münster am 16.5.2016.
„Die Vermutungen gehen auf einen Streit im privaten Bereich zurück“, berichtet das Regionalmagazin
klick.news. „Als Jäger hatte der Mann in seinem Haus Waffen gelagert.“


Baden-Württemberg: Grundstück in Asch jagdfrei

Ein 0,7 Hektar großes Grundstück in Asch im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) ist jetzt offiziell jagdfrei. Dies meldet die Südwestpresse am 25.4.2016.
Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 hatten die Grundstückseigentümer Eveline Jedynak und Ralf Rieks bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde den Antrag auf "Befreiung vom Zwang der Mitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft aus Gewissensgründen" gestellt. "Wir wollen nicht, dass auf unserem Grundstück ein Tier zu Schaden kommt", zitiert die Zeitung Grundstückseigentümerin Eveline Jedynak.
14 Monate mussten die Grundstückseigentümer auf den Befriedungsbescheid warten. Kosten: 352 Euro.


Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich selbst

Bluttat in Esslingen: Ein 47-jähriger Jäger hat seine 38-jährige Lebensgefährtin und dann sich selbst erschossen. Der Sohn der 38-jährigen fand die beiden Toten in der Wohnung seiner Mutter, als er heim kam. Dies meldet FOCUS online am 15.4.2016.


Abschaffung der Hobbyjagd JETZT

Seit dem Jahr 2002 dokumentiert die »Initiative zur Abschaffung der Jagd« die Opfer von Straftaten mit Jägerwaffen und Jagdunfällen. Lesen Sie einige Beispiele von unbeteiligten Menschen (also Nicht-Jägern), die im Jagdjahr 2015/16 (1.4.2015 bis 31.3.2016) in Deutschland von Jägern erschossen wurden:


9.2.16 Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst
Beziehungsdrama mit Jäger endete mit zwei Toten: In Laatzen erschoss ein Jäger den neuen Partner seiner Ex-Freundin. Nach Großfahndung wird der Jäger wurde schließlich tot im Wald gefunden - er hat sich selbst erschossen. BILD, 9.2.2016

1.1.16: Jäger erschießt versehendlich Tochter
Ein 52-jähriger Jäger erschoss im Hohenlohekreis seine 16-jährige Tochter, als er zu Hause mit seiner doppelläufigen Schrotflinte hantierte. Süddeutsche Zeitung, 4.1.2016

21.12.2015: Beziehungsdrama mit Jäger (3 Tote)
Ein Jäger hat in Bayreuth drei Menschen erschossen und einen Mann schwer verletzt. Der Jäger erschoss seine 32-jährige Ex-Freundin, ihren Vater und verletzte ihren Freund schwer. Dann erschoss er sich selbst. Nordbayerischer Kurier, 21.12.2015

25.11.15: Jäger erschießt Vater und sich, Mutter verletzt
Ein 22-jähriger Jäger hat auf seine Eltern geschossen: Der Vater, ebenfalls Jäger, wurde erschossen, die Mutter überlebte schwer verletzt. Anschließend erschoss der Sohn sich in der Nähe eines Hochsitzes. NDR, 25.11.2015

29.9.15: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst
Im Hunsrück erschoss ein 46-jähriger Jäger seine Ehefrau, weil sie sich von ihm trennen wollte. Dann erschoss er sich im Wald neben einem Hochsitz. SWR, 29.9.2015

10.9.15: Jäger erschießt Mann, verletzt Frau schwer
Ein Jäger hat im Havelland vom Hochsitz aus auf ein Pärchen geschossen, dass es sich abends auf einer Decke gemütlich gemacht hatte. Der 31-jährige Mann wurde erschossen, seine 23-jährige Freundin schwer verletzt. Märkische Allgemeine,10.9.2015

1.9.15: 85-Jähriger erschießt Frau und sich selbst
Ein 85-Jähriger erschoss in Nürnberg seine Frau mit einem Gewehr, anschließend sich selbst. Bayerischer Rundfunk, 1.09.2015

30.6.15: Jäger erschießt Nachbarn und sich
Ein 74-jähriger Jäger erschoss im Streit seinen 77-jährigen Nachbarn vor dessen Haus im Harz. Im Anschluss erschoss sich der Jäger selbst. BILD, 30.6.2015

17.5.15: Tödlicher Schusswechsel zwischen Jäger und Polizei
Ein 74-jähriger Jäger aus Hessen widersetzte sich der Einweisung in eine Klinik - mit der Jagdwaffe in der Hand. Beim Schusswechsel mit der Polizei wurde er tödlich getroffen. t-online.de, 17.5.2015

13.5.15: Jäger erschießt Frau und sich
Ein 71-jähriger Jäger hat im Kreis Böblingen seine schlafende Ehefrau und anschließend sich selbst erschossen. BILD, 14.5.2015

25.4.15: Hobby-Jägerin erschießt ihre beiden Nachbarn
Eine 46-jährige Jägerin schoss ihrem Vermieter, der auf dem Balkon stand, quer durch den Kopf. Anschließend erschoss sie dessen fliehende Lebensgefährtin (BILD, 25.4.2015) Gutachter stuften die Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig ein - sie wurde in einer psychiatrischen Klinik des Maßregelvollzugs untergebracht. Urteil Kölner Landgericht, 1.2.2016

14.4.15: 74-Jähriger erschießt Freundin und sich
Ein 74-Jähriger hat erst seine 71-jährige Freundin und dann sich selbst erschossen. Remscheider Generalanzeiger, 14.4.2015



ZDF: "Wer jagt auf meinem Land und darf der das?"

Jetzt online ansehen: ZDF TerraXpress "Wer jagt auf meinem Land und darf der das?"

"Kaum ein Grundstückseigentümer weiß, dass auch ohne sein Einverständnis auf seinem Land gejagt werden darf, wenn dieses unter 75 Hektar groß ist. Einige Eigentümer wollen das nicht länger hinnehmen. Sie berufen sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft von einem Grundeigentümer aus ethischen Gründen abgelehnt werden kann. "Terra Xpress" zeigt, wie Grundeigentümer die Jagd auf ihrem Grundstück verhindern wollen."
(TerraXpress-Senderinfo)


TerraXpress filmte
- bei Raffaela Maier, die aus Gewissensgründen die Jagd auf ihrem Grundstück in Niederbayern stoppen will. Sie stellte einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung und berief sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der am 26.06.2012 entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Raffaela Maier erhielt einen bescheid von der Jagdbehörde, dass ihr Grundstück ab 1.4.2016 offiziell jagdrechtlich befriedet wird. Jetzt wehrt sie sich gegen die überhöhten Kosten von über 1000 Euro.
- beim Bio-Weingut Gänz, das für all seine landwirtschaftlichen Flächen die jagdrechtliche Befriedung beantragt hat. Inzwischen wurde zumindest für einen Teil der Grundstücke die jagdrechtliche Befriedung durch die Jagdbehörde ausgesprochen worden.
- bei der Stiftung Hof Butenland: Die privaten Flächen sind inzwischen jagdrechtlich befriedet worden. Doch weil es sich bei der Tierschutzstiftung nicht um einen privaten Grundeigentümer handelt, sondern um eine so genannte „juristische Person“, ist nach derzeitiger Gesetzeslage auf den Flächen der Stiftung keine jagdrechtliche Befriedung möglich. Dagegen wehrt sich die Stiftung Hof Butenland durch alle Instanzen. Doch bis das Verfassungsgericht entscheidet, werden Monate, wenn nicht gar Jahre vergehen.



Bayern: Grundstück im Kreis Rottal-Inn jagdfrei

Das etwa 5 Hektar große Grundstück von Raphaela Maier in Dobl bei Neukirchen (Niederbayern, Landkreis Rottal-Inn) ist seit 1.4.2016 offiziell jagdfrei.
Raphaela Maier lehnt die Jagd aus ethischen Gründen ab. Sie kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere tot schießen. Darum stellte sie bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde des Landkreises Rottal-Inn einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen. Anschließend berichtete die Passauer Neue Presse, dass es im Landkreis Rottal-Inn 16 Anträge für eine Befriedung gebe. Doch der Weg zum jagdfreien Grundstück war steinig... weiterlesen


Kreis Coesfeld: Hier darf nicht mehr gejagt werden

Helmut Hielscher besitzt seit über 35 Jahren ein etwa zwei Hektar großes Grundstück zwischen Dülmen und Coesfeld, direkt neben dem Naturschutzgebiet Welter Bach. Das Wäldchen mit Seen und sumpfiger Wiese ist ein Biotop für Tiere. Sogar ein Storchenpaar lebt dort. Der Naturschützer wollte die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden und stellte vor über zwei Jahren einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung. Nun hat der Kreis Coesfeld den Antrag bewilligt. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung am 8.4.2016.

Für den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gab es einen traurigen Anlass: Im Welter Bach hatten Jäger 2013 streng geschützte Nonnengänse erschossen, die dazu noch ihre Jungen führten und auf den Inseln in den Teichen von Hielscher brüteten. „Der BUND verklagte damals den Jagdpächter aus Nottuln und seine Gäste“, berichtet die Zeitung. Die Jäger wurden vom Verwaltungsgericht Münster zur Zahlung einer Strafe von 1800 Euro an den BUND verurteilt. Mit diesem Geld unterstützte der BUND Helmut Hielscher bei dem Antrag auf jagdliche Befriedung.

Im Kreis Coesfeld gibt es bislang 15 weitere Anträge auf jagdrechtliche Befriedung.


Verhindert Niedersachsen jagdfreie Grundstücke?

60 Grundbesitzer aus Niedersachsen haben sich in den vergangenen zwei Jahren bereits bei den zuständigen Jagdbehörden ihrer Landkreise gemeldet. Doch die Anträge wurden fast immer abgelehnt. Nur fünfmal wurde bisher einem Antrag stattgegeben und damit ein Privatgrundstück von der Jagd befriedet.

Der NDR hat für die Sendung Sendung Hallo Niedersachsen (3.3.2016) beim niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (das übrigens von einem Minister der GRÜNEN geführt wird), nachfragt, warum es in Niedersachsen nur so wenigen Antragstellern gelungen sei, ihr Grundstück zu befrieden. Die Antwort: »Das Jagdrecht sieht grundsätzlich eine flächendeckende Bejagung vor. Befriedungen von Flächen sind Ausnahmen von gesetzlichen Grundsätzen, die eng ausgelegt werden.« Die Politik des grünen Landwirtschaftsministeriums scheint vor allem lodengrün zu sein... weiterlesen


Jagdverbot auf Privatgrundstück in der Eifel

Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Aachen: Ein Ehepaar muss nicht länger hinnehmen, dass auf seinem Wald- und Wiesengrundstück gejagt wird. (VG Aachen, 23.2.2016, 3 K 1667/14).

Dr. Hans-Peter Schiffer und seine Frau Dr. Renate Käthe Schiffer sind bekennende Vegetarier und Pazifisten: Als Ärzte fühlen sie sich dem Leben verpflichtet, weshalb sie seit Jahrzehnten kein Fleisch mehr essen. Die Natur- und Tierliebhaber können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger ihrem 9,8 Hektar großen Grundstück in Odesheim in der Eifel (Nordrhein-Westfalen) Tiere tot schießen. Das Ehepaar musste 2015 sogar eine Treibjagd auf seinem Wald- und Wiesengrundstück miterleben: Schüsse seien nur 30 Meter neben ihm und seiner Frau eingeschlagen, so Dr. Schiffer. Mit ihrem Grundstück sind die Schiffers automatisch Mitglied in der Jagdgenossenschaft Mutscheid.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt.
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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 3 Jäger

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm ermittelt wegen Jagdwilderei und Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen drei Jäger, die im Dezember 2014 Schüsse auf Enten abfeuerten und damit auch zwei Spaziergängerinnen in Angst und Schrecken versetzten. Dies berichten die Westfälischen Nachrichten am 27.2.2016. In unmittelbarer Nähe der Spaziergängerinnen habe es laut geknallt, Schrotkugeln seien einschlugen. Von den Spaziergängerinnen darauf angesprochen, hätten sich die Jäger hätten sich ziemlich uneinsichtig und barsch verhalten.
»Jetzt müssen sie mit den Konsequenzen rechnen, denn der Ehemann der Spaziergängerin ist Jurist und der wollte den Vorfall nicht im Sande verlaufen lassen«, so die Zeitung. Die Generalstaatsanwaltschaft prüft derzeit, ob im betreffenden Gebiet überhaupt gejagt werden durfte, welche Enten überhaupt gejagt wurden und welche Schonzeiten für diese Tiere gelten.


Plötzlich im Kugelhagel

„Gefährlicher Waldspaziergang: Plötzlich im Kugelhagel“, meldet der MDR am 24.2.2016. Ulrike Pondorf geriet mit ihrem Sohn beim Joggen in der Nähe von Jena in eine Treibjagd: „Wir fanden uns plötzlich inmitten von Kugelhagel und Hundegebell wieder, worauf wir Reißaus nahmen“, zitiert der MDR die betroffene Frau. Es habe keinerlei Warnhinweisschilder oder Absperrungen gegeben.


Landkreis Höxter: Landwirt will Jagdverbot

„78-Jähriger beantragt Befriedung seiner Äcker – »Tieren Todesangst ersparen« - Bauer will Jagd verbieten“, titelt das Westfalenblatt am 10.2.2016.
Albert Fögen aus aus Borgentreich im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen) will die Jagd auf seinen Feldern und Wiesen nicht länger dulden. Der 78-Jährige bewirtschaftet seine Flächen inzwischen nicht mehr selbst, sondern hat sie an ökologische Landbaubetriebe verpachtet.
Der Landwirt lehnt Schüsse und Waffen ab und will auch Tieren die Angst vor Schüssen und die Angst vor dem Tod ersparen.
»Bei Treibjagden werden Wildtiere in Todesangst versetzt, die der von Tieren auf dem Schlachthof gleicht«, zitiert das Westfalenblatt den 78-Jährigen. »Ich habe als Bauer diese Tierängste, die bis zur Erstarrung gehen, kennengelernt.«


Schweiz: Tierschützer wollen Jagd verbieten

Im Schweizer Kanton Genf wurde die Jagd bereits 1974 per Volksentscheid verboten. Für Hobbyjäger ist die Jagd seither verboten. Stattdessen kümmern sich 11 professionelle Umwelthüter um das Wildtier-Management und die Betreuung der Naturreservate.
Tierschützer planen jetzt neue jagdkritische Volksinitiativen: Auch in anderen Kantonen sollen Jagdverbote nach dem Vorbild des Kantons Genf eingeführt werden. Dies berichtet die Zeitung
BLICK am 9.2.2016.
„Das Beispiel Genf beweist, dass es – auch in der dicht besiedelten Kulturlandschaft – ohne Jäger geht“, zitiert die Zeitung den Tessiner Tierschützer Carl Sonnthal. Weiter heißt es: „Seit der Mitte der 1970er-Jahre habe sich die wilde Fauna in Genf massiv verbessert, erklärte der kantonale Fauna-Inspektor Gottlieb Dändliker kürzlich an einer Fachtagung.“


Jagdverbot im Kanton Genf seit 1974

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch ein Referendum für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. In den nachfolgenden Jahren erhöhte sich die Zahl der an den Ufern des Genfer Sees und der Rhone überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. weiter

Bild: Im Kanton Genf haben Rehe und Hirsche ihre unnatürliche Scheu verloren: Sie kommen auch am hellichten Tage aus der Deckung.


Luxemburg als Vorbild in Sachen Wildtierschutz

In Luxemburg wurde Anfang 2016 das seit 2015 bestehende Fuchsjagdverbot um ein weiteres Jahr verlängert. Der kleine Staat kann damit als großes Vorbild für Europa dienen: Statt sich einseitig den Abschussinteressen der Jägerlobby unterzuordnen, setzt die luxemburgische Regierung darauf, Belange von Natur- und Tierschutz bei der Jagdgesetzgebung angemessener zu berücksichtigen. Die Botschaft: Auch Wildtiere brauchen Schutz vor ungerechtfertigten Nachstellungen.

Als das Jagdverbot auf Meister Reineke im letzten Jahr verkündet wurde, war der Protest des luxemburgischen Jagdverbands FSHCL massiv. Man startete Petitionen, zog vor Gericht, machte in der Presse publizistisch Hatz auf den Fuchs und die für das Jagdverbot verantwortlichen Politiker, allen voran den grünen Staatssekretär Camille Gira als Initiator der Regelung. In öffentlichen Stellungnahmen malte der FSHCL Schreckensszenarien ausufernder Fuchsbestände und um sich greifender Wildseuchen an die Wand. Dabei ist wissenschaftlich gut belegt, dass der Fuchsbestand sich weitestgehend unabhängig von jagdlichen Beeinflussungsversuchen entwickelt, weil intensive Bejagung die Fortpflanzungsraten in die Höhe schnellen lässt. Aus demselben Grund ist die Jagd auch zur Eindämmung von Tollwut oder Fuchsbandwurm ungeeignet – vieles deutet sogar darauf hin, dass diese sich bei hohem Jagddruck schneller ausbreiten können.
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Interview: Gérard Anzia, luxemburger Politiker

Interview mit dem luxemburgischen Politiker Gérard Anzia (Déi Gréng) über den Entschluss, den Fuchs weiter unter Schutz zu stellen.

Gérard Anzia, der für die luxemburgischen Grünen einen Sitz im Parlament hat, begrüßt die Entscheidung des Regierungsrates, den Fuchs auch für die Jagdsaison 2016/2017 unter Schutz zu stellen. Es gebe zurzeit keine Argumente - weder aus ökologischer noch aus gesundheitlicher Sicht -, die dagegen sprächen, so der Politiker.
„Eine Studie im Feldversuch um Nancy über drei Jahre belegt, dass durch die Bejagung des Fuchses weder die Fuchspopulation fällt, noch der Befall der Füchse mit dem Fuchsbandwurmes vermindert wird. Die Verbreitung wird eher begünstigt. Auch bei der Tollwut war die Bejagung keine Lösung“, führt Gérard Anzia aus.
greng.lu , 5.2.2016


Jäger ballert in Auto auf A31

„Horror-Erlebnis auf der A31 in Richtung Luxemburg“, so L'essentiel am 17.2.2016. Demnach fuhr ein 31-jähriger Franzose mit seiner kleinen Tochter auf dem Beifahrersitz durch ein kleines Waldstück, als eine Kugel in die Beifahrertür einschlug. Zum großen Glück wurde die Tochter nicht getroffen - die Kugel blieb in einer Verstärkung Tür stecken. „Ein paar Zentimeter höher und sie hätte die Scheibe der Beifahrertür durchschlagen können“, so die Zeitung. Der Mann habe sofort die Polizei gerufen. Alles deute daraufhin, dass es sich um das Geschoss eines Jägers handle.


Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!

Ein Jäger hat in Niedersachsen am 8.2.2016 erst den neuen Partner seiner Ex-Freundin und anschließend sich selbst erschossen. Wenige Tage zuvor hatte ein Jäger einen Kollegen bei der Fuchsjagd angeschossen und schwer verletzt. Am Neujahrsabend hatte ein Jäger aus Versehen seine 16-jährige Tochter erschossen.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!


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Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst

Ein Beziehungsdrama mit Jäger endete mit zwei Toten: „Jäger erschießt Freund ...und dann sich selbst“, titelt BILD am 9.2.2016. Demnach hat ein Jäger im niedersächsischen Laatzen den neuen Partner seiner Ex-Freundin erschossen. Die Polizei findet die Leiche des Nebenbuhlers im Keller. Weil der Jäger mehrere Waffen besitzt, leitet die Polizei eine Großfahndung mit Hubschrauber ein. Der Jäger wird schließlich tot im Wald gefunden – er hat sich selbst erschossen.


Jäger (74) bedrohte Spaziergängerin

Ein 74-jähriger Jäger bedrohte und beleidigte eine Spaziergängerin. Der Fall wurde vor dem Amtsgericht Weilheim verhandelt: Der Jäger muss 2000 Euro an den Tierschutzverein zahlen. Dies berichtet der Münchner Merkur am 8.2.2016. Demnach habe der Jäger in der Verhandlung seine Drohung zugegeben, dass er den Hund der Frau erschießen werde, wenn er ihn wiedersehen würde.
„Er hat gesagt, er will von seiner Waffe Gebrauch machen“, zitiert die Zeitung die Spaziergängerin. Dass er damit nur den Hund gemeint habe, glaube sie jedoch nicht.


Betrunkener Jäger verliert Jagdschein

Ein Jäger wurde mit 2,31 Promille Blutalkohol am Steuer erwischt - im Auto dabei hatte er ein Gewehr und 40 Schuss Munition. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat jetzt entschieden, dass er seinen Jagdschein, die Waffenbesitzkarte und seine Waffen abgegeben muss, weil er unzuverlässig "im Sinne des Waffengesetzes" sei. Dies berichtet die Hannoversche Allgemeine am 8.2.2016.


Zwei Menschen erschossen: Jägerin in Psychiatrie

Die Jägerin, die ihren Vermieter auf dem Balkon des Nachbarhauses quer durch den Kopf geschossen und anschließend und dessen fliehende Lebensgefährtin erschossen hatte, wird in einer psychiatrischen Klinik des Maßregelvollzugs untergebracht. Die meldet Focus online am 1.2.2016. Laut Urteil des Kölner Landgerichts vom 1.2.2016 sei die Jägerin eine Gefahr für die Allgemeinheit. Gutachter hatten die Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig eingestuft.


Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an

In Mönchengladbach wurde ein 73-jähriger Jäger von einem 19-jährigen Jagdkollegen angeschossen und schwer verletzt. Dies berichtet die Rheinische Post online am 31.1.2016.
Demnach hatten einige Jäger am Sonntagvormittag in einem Feld einen Heuballen umstellt, um einen Fuchs zu schießen. Dabei habe der Jungjäger offenbar zu früh geschossen und aus Versehen den Jagdkollegen getroffen.


Alkoholisierter Jäger bedrohte Spaziergänger

„Schießwütiger Jäger in Benzingerode: Jagdschein nach Alkoholkonsum entzogen“, titelt die Mitteldeutsche Zeitung, 25.1.2016.
Demnach hat die Waffenbehörde des Landkreises Harz dem
Jäger, der einen Tag vor Heiligabend einen 21-jährigen Spaziergänger mit seinem Golden Retriever mit dem Jagdgewehr in der Hand bedroht hatte, die waffenrechtliche Erlaubnis und der Jagdschein entzogen.
Bei dem 58-jährigen Jäger sei nach der Tat Atemalkoholkonzentration von rund 1,1 Promille gemessen worden. „Da gibt es keine Diskussion, im Waffenrecht gelten 0,0 Promille“, zitiert die Zeitung die Leiterin der Waffen- und Sprengstoffbehörde.


Mann bedroht seine Frau mit Jagdgewehr

Ein 55-jähriger Jäger bedrohte seine Frau während eines heftigen Streits mit dem geladenen Jagdgewehr. Dies meldet nachrichten.at am 11.1.2016. Die Frau habe sofort mit ihrem Sohn und dessen Freundin das Haus verlassen und die Polizei gerufen. Das Einsatzkommando Cobra nahm den Mann fest.


Jäger erschießt versehentlich 16-jährige Tochter

Ein 52-jähriger Jäger hat im baden-württembergischen Hohenlohekreis aus Versehen seine 16-jährige Tochter erschossen. Die berichtet die Süddeutsche Zeitung am 4.1.2016. Demnach hatte der Jäger am Neujahrsabend zu Hause mit seiner doppelläufigen Schrotflinte hantiert, als sich mindestens ein Schuss löste und die Tochter tödlich traf. Den Ermittlungen zufolge sei der Jäger legal im Besitz der Schrotflinte gewesen.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!

Lesen Sie dazu unsere Pressemeldung: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!
Lesen Sie auch: Menschen als Jägeropfer


Jägerlatein - Oder: Können Jäger zählen?

Was „Jägerlatein“ bedeutet, wird anhand des aktuellen furchtbaren tödlichen Vorfalls „Jäger erschießt aus Versehen seine Tochter“ deutlich:
Der Sprecher des Deutschen Jagdverbands, Torsten Reinwald, behauptet gegenüber
dpa, im Jahr 2014 etwa habe es lediglich vier Tote durch Jagdwaffen gegeben.

Für
3 Tote hat alleine ein Jäger in Bayreuth kurz vor Weihnachten gesorgt…

In Wirklichkeit waren es
2015 es mindestens 23 Tote (mindestens deswegen, weil nicht bei allen Meldungen wie „Stieftochter erschossen“, „Ehefrau und Nachbarn erschossen“ angegeben war, woher der Täter die Waffe hatte…)

2014 waren es mindestens 25 Tote, 2013 sogar mindestens 40 Tote. 2012 wurden über 25 Tote dokumentiert, 2011 über 40 Tote durch Jagd, Jäger und Jägerwaffen.



Warum sich Tiere ökologisch verhalten

Tierpopulationen halten sich durch soziale Phänomene (wie Begrenzung der Geburten durch Pheromone) im Gleichgewicht. Dies erklärt Andreas Moser, Biologe, Redaktionsleiter und Moderator der SRF-Sendung «Netz Natur», im Schweizer Tagesanzeiger (28.12.2015). Werden die Tiere bejagt und die Familienstrukturen zerstört, vermehren sich die Tiere unkontrolliert (dies gilt beispielsweise für Wildschweine und Wölfe).
"Neben diesen sozialen Phänomenen spielen weitere Kontrollmechanismen wie Krankheiten, Parasiten oder Verfügbarkeit von Nahrung eine Rolle. Erst ganz am Schluss kommt der Einfluss von Fressfeinden dazu. Diese regulieren aber ihre Beutetiere nicht – wie Wiener meint – quantitativ, sondern sorgen dafür, dass sich kranke und schwache Individuen nicht mehr fortpflanzen. Durch Auslese sorgen sie so für das Gegenteil, für die Fitness der Population ihrer Beutetiere."


Gefährliche Schüsse: Reiter geraten in Treibjagd

„Reiterinnen geraten in Treibjagd - PETA fordert Verbot der Hobbyjagd in Deutschland“, titelt die Bayerische Staatszeitung am 29.12.2015 und berichtet, von gefährlichen Schüssen, als zwei Reiterinnen mit ihren Pferden im Landkreis Pfaffenhofen plötzlich in eine Treibjagd geraten waren. „Die Reiterinnen fühlten sich durch die abgegebenen Schüsse derart bedroht, dass sie umgehend die Polizei riefen“, so die Zeitung. Die Polizei ermittelt.
Im Hinblick auf diesen und ähnliche Vorfälle sowie Jagdunfälle fordert PETA Deutschland e.V. das längst überfällige Verbot der Hobbyjagd in Deutschland.
PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.


Jäger bedroht Spaziergänger und Hund

Ein 21-jähriger Mann war einen Tag vor Heiligabend dem Golden Retriever der Familie seiner Freundin auf einem Wanderweg im Harz unterwegs, als er auf einen Jäger traf. Der Jäger wollte ihm das Weitergehen verwehren und stoppte den Spaziergänger und seinen Hund mit einem Schuss aus seiner Jagdflinte. „Der Mann hat gesagt, ich hätte dort oben nichts zu suchen", zitiert die Mitteldeutsche Zeitung am 29.12.2015 den jungen Mann. Dann habe der Jäger mit seinem Gewehr nacheinander auf den Hund und dessen Herrchen gezielt, sich dann nach links gedreht und in Richtung Wald einen Schuss abgegeben, so die Zeitung weiter. „In dem Moment hatte ich wirklich Angst, dass er mir noch von hinten in die Knochen schießt“, wird der 21-Jährige zitiert, der ein Knalltrauma erlitt. Der Golden Retriever sei völlig verängstigt geflohen, er fand ihn schließlich bei den Eltern seiner Freundin wieder. Der junge Mann rief die Polizei. Daraufhin habe der Jäger seine Jagderlaubnis sowie sämtliche Waffen und Munition abgeben müssen.


Privatwald soll schussfreie Zone werden

Der bekennende Vegetarier und Pazifist Dr. Hans-Peter Schiffer wehrt sich gegen die Jagd auf seinem Grundstück in Bad Münstereifel. Dies berichtet die Kölnische Rundschau am 6.11.2015.

Erst kürzlich musste er eine Treibjagd auf seinem zehn Hektar großen Wald- und Wiesengrundstück miterleben: Schüsse seien nur 30 Meter neben ihm und seiner Frau eingeschlagen.

Dr. Schiffer hat bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Euskirchen einen Antrag gestellt, das Grundstück aus ethischen Gründen zu befrieden und sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 berufen. Der Kreis lehnte den Antrag jedoch ab. Der Grundstückseigentümer legte gegen den Bescheid Widerspruch ein, über den das Verwaltungsgericht Aachen entscheiden muss.

„Ich fühle mich als Arzt dem Leben verpflichtet“, zitiert die Kölnische Rundschau Dr. Schiffer. „Daher essen wir auch seit Jahrzehnten kein Fleisch.“ Und: „Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Hobbyisten.“


Auf 2,7 Hektar im Kreis Steinfurt ruht die Jagd

Sabine L. ist Eigentümerin von drei Grundstücken mit 2,7 ha im Kreis Steinfurt. Sie stellte den Antrag, ihre Flächen zu „befriedeten Bezirken“ zu erklären, da sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehne. Der Kreis Steinfurt wies ihren Antrag ab.
Das Verwaltungsgericht Münster gab ihr jetzt Recht:
Die Tierschützerin darf die betreffenden Flächen zu befriedeten Gebieten erklären und damit die Jagd dort untersagen (Urteil vom 30.10.2015, Az.1 K 1488/14).
Dies berichtet das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben am 6.11.2015.

Mit ihrer Klage gegen den Kreis Steinfurt hatte sich die Grundstückseigentümerin auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) aus dem Jahr 2012 berufen.

"Aus ethischen Gründen: Tierschützerin darf Jagd auf ihrem Grundstück verbieten", titelt Legal Tribune online am 2.11.2015 und zitiert die Grundstückseigentümerin mit den Worten: "Der Gedanke, dass auf meinem Grund und Boden Tiere getötet und zuvor auch noch gejagt und damit gequält werden sollen, ist für mich unerträglich."


Experte für weitgehende Schonung der Tiere

Der Zoologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf plädiert für eine weitestgehende Schonung aller Arten.
"Aus reiner Jagdlust dürften Tiere nicht mehr geschossen werden, verlangt der Biologe, der auch prominenter Buchautor ist. Dies müsse vor allem für alle Vogelarten wie Wildenten und Wildgänse gelten", so der
FOCUS in seiner online-Ausgabe vom 1.11.2015.



In seiner Stellungnahme über die Änderung der Jagdverordnung in Hessen schreibt Prof. Dr. Josef H. Reichholf, dass es für die Behautung der Jäger, ohne Bejagung würden Tierarten „außer Kontrolle“ geraten und sich „übermäßig vermehren“, keine Beweise gebe:
"- Unbejagte oder nur im Einzelfall ausnahmsweise bejagte Gebiete, wie der Siedlungsbereich, insbesondere Städte und Großstädte sowie manche Naturschutzgebiete, zeigen hingegen, dass sich die darin lebenden Arten tatsächlich nicht über Gebühr vermehren und auch keiner anhaltenden jagdlichen Kontrolle bedürfen.
- Im Gegensatz zu den Verhältnissen in der freien Natur, in der sie durch die Bejagung (sehr) scheu gehalten werden, vermindern die Wildtiere in den Städten ihre Scheu. Sie sind für die Bevölkerung nun erlebbar und gut zu beobachten.
- Die gemäß Deutschem Jagdrecht durchgeführte Bejagung macht das Wild nicht nur sehr scheu, sondern sie verändert auch die tageszeitlichen Aktivitätsmuster der Wildtiere. Hauptfolgen sind die Wildunfälle im Straßenverkehr, wobei nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes z. B. im Jahr 2014 in Deutschland 18 Menschen ums Leben kamen und 2824 z. T. schwer verletzt wurden. Die Kosten für die KfzVersicherungen beliefen sich auf ~ 550 Millionen €.
- Die Bestände der zu regulierenden Arten wurden dennoch nicht „reguliert“, wie u. a. die Zunahme der Wildschweine beweist."

Lesen Sie die Stellungnahme von Prof. Dr. Josef H. Reichholf



Wald in Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) jagdfrei!

Ein kleiner Wald (3000 Quadratmeter) in Lippstadt-Benninghausen, Nordrhein-Westfalen, ist seit 1.4.2015 jagdfrei. Grundstückseigentümerin Gisela Splitthoff musste nur 111,- Euro Verwaltungsgebühr bezahlen! Dies sollte ein Vorbild für die Jagdbehörden anderer Landkreise und Städte sein, die immer noch mit Kosten von 1000 bis 2000 Euro versuchen, Grundstückseigentümer von der Befriedung ihres Grundstücks abzuhalten.
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ORF Thema: Jäger müssen draußen bleiben

"Die Jägerschaft ist alarmiert: Mehrere Waldbesitzer in Österreich haben beantragt, die Jagd auf ihrem Grund und Boden zu verbieten. Das Recht dazu gibt ihnen ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. „Die Jagd wird dann insgesamt undurchführbar“, klagt Jäger Anton Karlon. Denn die Jagdgebiete in Österreich setzen sich aus vielen solcher kleinen Privatwälder zusammen. „Man soll in die Natur nicht eingreifen – die regelt sich von selbst“, ist Waldbesitzer Helmut Rosenthaler überzeugt und will nicht länger „Zwangsmitglied“ der Jägerschaft sein. Der Wissenschaftler Walter Arnold hält dem entgegen: „Wir leben seit tausenden Jahren in einer Kulturlandschaft, die ohne Regulierung nicht mehr funktioniert.“ (ORF-Senderinfo)
Hier online ansehen



Jäger müssen draußen bleiben (ORF, 28.9.2015)



ZEIT-Interview: Allmachtsfantasien hinter der Jagd

"Hinter der Jagd stehen Allmachtsfantasien", überschreibt DIE ZEIT am 7.8.2015 ein Interview mit Mieke Roscher, die Mensch-Tier-Beziehungen erforscht.
Wer Tiere erlegt, dem gehe es um Dominanz. "Egal ob Löwen oder Giraffen in Afrika, Wölfe in Nordamerika oder Tiger in Indien erlegt werden – das Verhalten erinnert stark an die Kolonialisierung. Hinfahren, die Welt in Augenschein nehmen und dann als neuer, selbst ernannter Herrscher eine Entscheidung treffen", heißt es in dem Interview.


Bayern: Grundstück im Rottal jagdfrei

Ein Grundstück mit Obstwiesen, Hecken und Weiher im Rottal in Niederbayern ist ab 1.4.2016 jagdfrei. »Unsere Obstwiesen, Hecken und der Weiher bieten Unterschlupf für Feldhasen, Fasane, Enten, Tauben, Goldammer, Bachstelze, Kiebitze, Frösche, Libellen, Fledermäuse und Igel«, berichtet Silke Schüder.
Silke Schüder und Stefan Hargasser können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Tiere, die auf ihren Wiesen und an ihrem Weiher Unterschlupf finden, durch Jäger getötet werden. weiterlesen


Bayern: Wiesengrundstück in Landshut jagdfrei

Irmgard Bauderer freut sich, dass ihr ca. 10.000 Quadratmeter großes Wiesengrundstück im Landkreis Landshut nun offiziell jagdfrei ist, nachdem es vorher durch richterlichen Beschluss schon vorläufig befriedet war. »Nun ist also mein Vogelbiotop end­gültig jagdfrei und ich kann nur hoffen, dass sich viele Grundstücksinhaber dazu entschließen, ebenfalls Anträge zu stellen.« weiterlesen


NRW: Wald in Hellwegbörde jagdfrei

Ein schöner Auenwald in der Aheaue bietet inmitten ausgeräumter Ackerflur der Hellwegbörde ein wichtiges Rückzuggebiet für Wildtiere - und ab 2016 auch Schutz vor den tödlichen Schüssen der Jäger. weiterlesen


Gefahr durch Blei in Wildfleisch

Jäger preisen Wildfleisch gerne als gesund und natürlich an. Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. und warnen allerdings vor den Gesundheitsgefahren: „Die von Jägern genutzte Bleimunition hinterlässt mikroskopisch kleine Rückstände im Fleisch, die sich nicht entfernen lassen“, so Dr. Ernst Guggolz von der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. in einer Meldung vom 22.6.2015. „Den Großteil des Wildes, das dem Verzehr dient, schießen Jäger mit Bleimunition“, heißt es weiter. Die Einschussstelle werde anschließend gesäubert, das umliegende Fleisch herausgetrennt. „Das reicht aber nicht, wie Lebensmittelchemiker nun feststellten: Durch den Einschuss werden mikroskopisch kleine Bleipartikel versprengt, zum Teil weit weg von der Einschussstelle. Die Partikel sind kaum sichtbar, und der Konsument isst sie unwissentlich mit."
Die Menge der Partikel ist dabei so groß, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung etwa kleinen Kindern und Schwangeren empfiehlt, kein Wild zu verzehren.


Luxemburg: Füchse werden weiterhin nicht bejagt

Die Abgeordnetenkammer in Luxemburg hat entschieden, dass es beim Verbot der Fuchsjagd bleibt.

In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit 1. April 2015 verboten. Zunächst sollte das Verbot für ein Jahr gelten. Die Jäger liefen gegen das ganzjährige Verbot der Fuchsjagd Sturm und sammelten 10.327 Unterschriften gegen das Fuchsjagdverbot.
Am 11. Mai 2015 fand darüber eine öffentliche Anhörung vor der Abgeordnetenkammer statt. Wildtierschutz Deutschland übergab an diesem Tag gemeinsam mit »Luxemburg for Foxes« mehr als 12.000 Unterschriften für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots.
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"2 Tote durch Fuchsbandwurm, 40 durch Jäger"

In Luxemburg fand am 11. Mai 2015 ein öffentliches Hearing statt: Die Jäger hatten 10.327 Unterschriften gegen das ganzjährige Jagdverbot auf Füchse gesammelt. Tierschützer hatten drei Petitionen für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots vorgelegt, wie Parlamentspräsident Mars di Bartolomeo in seiner Einleitung bemerkte. Dies berichtet das Luxemburgische Tagblatt am 11.5.2015.
Wieder malten die Jäger ihr bekanntes Jägerlatein in die Wand: Die Fuchs-Population werde sich verfünffachen, so Jäger-Präsident Georges Jacobs. „In den vergangenen Wochen war immer von einer Verdreifachung die Rede. Die Jäger sollen jetzt endlich einmal belegbare Zahlen bringen“, zitiert die Zeitung Staatsekretär Camille Gira.
Auch die angebliche die Gefahr der Verbreitung des Fuchsbandwurms weist der Staatsekretär erneut zurück: „Laut Gira sind zwei Fälle belegt, keiner der tödlich verlaufen ist“, berichtet das Luxemburgische Tagblatt. „In Deutschland habe es im letzten zwei Tote durch eine Fuchsbandwurminfektion gegeben, die Zahl der Toten durch Jagdunfälle habe bei 40 gelegen.“


Fuchsjagd ist nicht mehr zeitgemäß

In Deutschland werden Jahr für Jahr eine halbe Million Füchse geschossen. Es gibt nicht einmal ausreichende Schonzeiten für Füchse. Unser Nachbarland Luxemburg macht uns vor, wie moderner Tierschutz aussieht: Seit 1.4.2015 ist die Fuchsjagd verboten. Tierschutzorganisationen wollen 15.000 Unterschriften an die Regierung übergeben, damit das Verbot der Fuchsjagd auch über 2016 hinaus so bleibt.

Unterstützen Sie die Petition gegen die Fuchsjagd

Die gnadenlose Jagd auf Füchse versucht die Jagdlobby gegenüber der Öffentlichkeit mit dem angeblichen Schutz vor Tollwut und Fuchsbandwurm zu rechtfertigen.
Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« als tollwutfrei. Und: Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass Infektion beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm ins Reich der Legenden gehört: In Deutschland ist kein einziger Fall einer Infektion über Waldbeeren dokumentiert. Risiko der Ansteckung für den Menschen ist nicht der Fuchs, sondern nicht entwurmte Haustiere.


Rheinland-Pfalz: Bio-Weingut jagdfrei!

Ab 1.4.2015 sind die Weinberge und Wiesen des Bio-Weinguts Gänz im rheinland-pfälzischen Hackenheim offiziell jagdfrei! Die Bio-Winzerfamilie Gänz kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger in den ökologisch bewirtschafteten Weinbergen oder auf den Streuobstwiesen Tiere tot schießen.
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NRW: Grundstück in Mönchengladbach jagdfrei!

Obwohl die Jagdgenossenschaft die Stadt verklagen wollte: Eine tierliebende Familie hat erfolgreich durchgesetzt, dass auf ihrem 2585 Quadaratmeter großen Grundstück in Zukunft kein Tier mehr von Jägern erschossen wird.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.6.2012 entschieden, dass Grundstückseigentümer keine Jagd dulden müssen. »Ich bin selbst Vegetarierin, und wir möchten nicht, dass auf unserem Land Tiere getötet werden«, wird die Mutter von der Westdeutschen Zeitung am 18.3.2014 zitiert.
Schließlich hat die Stadt Mönchengladbach die Ackerfläche im März 2015 offiziell jagdrechtlich befriedet.
Doch damit nicht genug: Die Jagdgenossenschaft wollte die Befriedung nicht hinnehmen, zweifelte die »ethischen Gründe« der Familie an und verklagte die die Stadt! Die Jäger wollten verhindern, dass das Jagdrevier zu einem »Flickenteppich« wird.
Am 18.3.2015 fand der Prozess vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf statt. Die Rheinische Post berichtet am 19.3.2015, dass der Richter deutlich gemacht habe, dass das Verwaltungsgericht die Gewissensgründe, die die Familie anführe, nicht überprüfen werde. Die Jagdgenossenschaft könne nur Einwände gegen die Befriedung geltend machen, die die Ausübung der Jagd betreffen. Daraufhin zog die Jagdgenossenschaft ihre Klage zurück.
Lesen Sie den ausführlichen Bericht


Naturschützer fordern Ende der Hasenjagd

Deutsche Jäger schießen Jahr für Jahr an die 300.000 Hasen tot - obwohl der Feldhase auf der Roten Liste steht!

Naturschützer haben ein Ende der Hasenjagd gefordert. „Der Feldhase wird in Hessen immer seltener und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Wir rufen die Jäger dazu auf, das Tier des Jahres 2015 von der Abschussliste zu streichen“, sagte Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes Hessen gegenüber Focus online am 25.3.2015.
Im Jagdjahr 2013/14 wurden in ganz Deutschland 243.385 Hasen von Jägern erschossen. Im Jagdjahr 2012/13 waren es 314.426.


Hasenbestände gehen dramatisch zurück!

Entgegen anders lautender Meldungen von Jagdverbänden geht Wildtierschutz Deutschland davon aus, dass der Bestand des Feldhasen seit Jahren dramatisch rückläufig ist. Demnach gibt es heute noch etwa halb so viele Hasen wie vor 10 Jahren. Bereits vor zwei Jahren hat Wildtierschutz Deutschland deshalb gefordert, die Hasenjagd unverzüglich einzustellen. weiterlesen

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Jäger und Alkohol

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: Ein Jäger verliert seinen Waffenschein, weil er alkoholisiert von seinem Hochsitz geschossen hatte. "Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist, auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt", so das Bundesverwaltungsgericht in seiner Pressemitteilung.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd hat eine
Dokumentation mit Presseberichten über Jäger und Alkohol zusammengesellt.
Wir waren selbst überrascht, wie viele Meldungen es in den letzten Jahren über Gefährung durch alkoholisierte Jäger gab.
Die Dunkelzimmer dürfte um ein Vielfaches höher liegen!

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt

»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.«
Pythagoras, Griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

»Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde.«
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950 (1856-1950)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«
»Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.«
Leo Tolstoi, russischer Humanist und Dichter (1828-1910)
»Als Künstler und überzeugter Naturfreund bin ich gegen Tierquälerei in jeder Form.
Inspiriert haben mich die Worte von Pythagoras und George Bernard Shaw.«
Artur Sowinski
www.artsowinski.de


Jägermentalität: Auf Naturschutz wird geschossen

 



Das Bild wurde hier aufgenommen.
Der Fotograf schreibt: "In dem Naturschutzgebiet wurde vor einigen Jahren auch ein Radfahrer angeschossen, der mir entgegen kam."



DVD: Halali oder der Schuss ins Brötchen

DIE KULTSENDUNG AUF DVD!

Während der Jagd in einem deutschen Wald kommt es zu einem tragischen Unfall. Das Gewehr eines Jägers klemmt und so schaut er direkt in Lauf der geladenen und entsicherten Waffe. Da er gerade ein Brötchen isst, geht der sich lösende Schuss durch ebendieses und den Kopf. Der Jäger ist sofort tot. "Halali oder Der Schuss ins Brötchen" erzählt, wie die Jagdkollen mit der Situation umgehen. Schließlich haben sie ein Ansehen zu verlieren.
Die DVD erscheint am 13.Februar 2015 im ARD-Videoshop


Räude und Jägerlatein: Töten für Tiergesundheit?

Von Dag Frommhold, fuechse.info

Während Tier- und Naturschützer mehr Schutz für Meister Reineke fordern, behaupten Jagdverbände, man müsse Füchse intensiv bejagen. Immer häufiger führen sie als Argument dafür die Bekämpfung der Räude ins Feld. Einer kritischen Betrachtung hält diese Sichtweise jedoch nicht statt. Tatsächlich dürfte es vielmehr die Lust an der Fuchsjagd sein, die Waidmänner dazu motiviert, gegen den Schutz von Füchsen Sturm zu laufen. weiterlesen


Vogelschutz durch Abschaffung der Jagd

Studie belegt: Jagdfreier Kanton Genf hat internationale Bedeutung für den Vogelschutz

Durch die Abschaffung der Jagd im schweizer Kanton Genf 1974 bekam das Gebiet des Genfer Sees und des Flusses Rhône internationale Bedeutung für den Vogelschutz. Dies belegt eine aktuelle Studie des Schweizer Vogelschutzes SVS-BirdLife.


Demnach ist dieser für den Vogelschutz zuvor wenig bedeutsame Gewässerabschnitt heute eine bedeutsames Biotop für überwinternde Tafel- und Reiherenten, Hauben- und Zwergtaucher, Pfeif-, Schnatter-, Krick- und Stockenten. Auch für den Gänsesäger sind die Gewässer im Kanton Genf ist es ein wichtiges Brut- und Überwinterungsgebiet. Besonders der gestaute Bereich bei Peney und oberhalb Verbois sowie die Rade de Genève sind wichtige Ruhegebiete für Wasservögel, wogegen die Nahrungsgebiete auch im fließenden Abschnitt liegen. Teilgebiete sind Limikolenrastplätze, die als besonders wertvoll (Vasières de Peney, Rade de Genève) oder als wichtiges Gebiet (lac de Verbois) eingestuft sind.
Quelle: BirdLife International (2012) Important Bird Areas factsheet: River Rhone: Geneva to Verbois reservoir. http://www.birdlife.org on 07/04/2012
http://www.birdlife.org/datazone/sitefactsheet.php?id=3269



100 Jahre Jagdverbot: Nationalpark Schweiz

Der Schweizerische Nationalpark feiert 2014 sein hundertjähriges Bestehen. Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können - und so war von Anfang an die Jagd verboten. Der Schweizerische Nationalpark ist somit ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht.
Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück. Sie tragen zur Vermehrung des Waldes bei, weil sie Baumsamen verbreiten. weiterlesen


Albanien beschließt zweijährigen Jagdbann

Albanien hat einen totalen Jagdbann über das gesamte Land für zwei Jahre beschlossen. Darüber berichtet die Zeitschrift National Geographic am 14.2.20014.
Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur begrüßt das Jagdverbot: „EuroNatur gratuliert der albanischen Regierung und dem albanischen Parlament zu dieser Entscheidung“, sagt Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.
EuroNatur hatte die Regierung Albaniens mehrfach öffentlich aufgefordert, die maßlose Jagd auf Zugvögel und Wildtiere zu unterbinden. So seien die Feuchtgebiete an der albanischen Adriaküste und im Hinterland jedes Jahr zur Todesfalle für Hunderttausende Zugvögel geworden.
Bild: Nicht nur die Zugvögel, auch der Luchs profitieren vom Jagdverbot.


Ein Muss für alle Tierfreunde: Brunos Jagdfieber

Der bekannte österreichische Karikaturist und Tierschützer Bruno Haberzettl nimmt kein Blatt vor den Mund und die Jagd und die Jäger aufs Korn: Hat die Natur wirklich auf alkoholisierte Schwerbewaffnete gewartet, um wieder ins Lot gerückt zu werden? Muss unsere von der Wildnis so schrecklich bedrohte Zivilisation zur Jagd als Mittel greifen, um ihren Lebensraum zu verteidigen? Ist der Fuchs unser größter Feind? - Diese Karikaturen liefern die unzweideutige Antwort auf diese und ähnliche Fragen: klug und zum Schießen komisch.
Ein Muss für alle Tierfreunde - und ein wunderbar originelles Geschenk für alle humorvollen Jagdgegner und die, die es noch werden möchten.

Lesen Sie dazu auch das "Freiheit für Tiere"- Interview mit Bruno Haberzettl

Bruno Haberzettl: Brunos Jagdfieber
Hardcover mit Schutzumschlag 21 × 27 cm, 96 Seiten
Ueberreuter-Verlag, 1. Auflage September 2013 · ISBN: 978-3800075669
Preis: 19,50


Image der Jäger am Boden

Weil das Image der Jäger am Boden ist, hat der Deutsche Jagdschutzverband eine "Aufklärungs-Kampagne" gestartet.
Teil der Kampagne “Fakten statt Vorurteile” sind Postkarten: So ist auf einer Postkarte ein Jäger mit lauter Lippenstift-Kussabdrücken zu sehen.
Auf einer anderen Postkarte wurde ein Wildschwein per Fotomontage auf einen Kinderspielplatz platziert. Märchen wie "Rotkäppchen und der Wolf" lassen grüßen!

Und auf der extra neu eingerichteten Internetseite sind noch mehr Jäger-Märchen zu lesen: „Tollwut, Wildunfälle, steigende Wildschweinbestände“.
Die Wahrheit ist:
>> Deutschland ist seit vielen Jahren offiziell tollwutfrei
>> Immer in der Jagdsaison steigt die Zahl der Wildunfälle, weil die Wildtiere um ihr Leben rennen
>> Ursache für die steigenden Wildschweinbestände sind die Jäger selbst

Dokumentation: Postkarten-Aktion des DJV · Quelle: djv.newsroom.de
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd möchte die Aufklärungsarbeit über die Jagd und die Taten von Jägern mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.

>>
Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere - alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
>> Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr etwa 300.000 Katzen und 30.000 Hunde tot.
>> Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt.
>> Jagd ist nach der industriellen Landwirtschaft "Artenfeind Nr. 2".
>> Jäger vergiften die Natur wird mit hochtoxischem Blei.
... Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen oder Hecken pflanzen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Lesen Sie dazu auch:
Fakten gegen die Jagd
Warum jagen Jäger wirklich?


DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

NEUE DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

Die TV-Dokumentation »Brennpunkt Erde: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere« zeigt die Schönheit des Waldes und seiner Bewohner, der wild lebenden Tiere - aber auch die Verfolgung, den Krieg der Jäger gegen unsere Mitgeschöpfe.
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Wildschweine: Jagd funktioniert nicht

Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland, hat einen sehr lesenswerten Aufsatz geschrieben: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht".
Hier heißt es u.a.: "Unter den Augen der Jäger vermehren sich die Wildbestände so sehr, dass man nun scheinbar verzweifelt zu tierschutzwidrigen Exekutionsmaßnahmen greifen will. Statt der Flinte wird die bisher hoch gepriesene Waidgerechtigkeit ins Korn geworfen. Die erst genannte Alternative wird allerdings erst gar nicht geprüft, mutmaßlich motiviert durch die eigene Freude am Töten und scheinbar mit dem Ziel wenigstens noch einen Schuss aus einer Waffe auf gefangenes Wild abgeben zu dürfen. Dabei könnte aber gerade ein generelles Jagd- und Tötungsverbot natürliche Regulierungsmechanismen des Wildes wieder in Gang setzen, die bisher durch die menschliche Jagd ausgeschaltet wurden."
lesen Sie: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht" von Mario Natale
lesen Sie auch: Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Drückjagden: Nur 30% beim ersten Schuss tot

Bis zu 70 Prozent der Wildtiere sind bei Treib- und Drückjagden nicht beim ersten Schuss tot - auf diese Tierschutzproblematik weist die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz in den TVT-Nachrichten 2/2011 hin. Untersuchnungen zufolge seien bei Drückjagden in Hessen nur etwa ein Drittel der Wildschweine mit Blattschuss erlegt worden, die überwiegende Mehrheit wurde `nur´ angeschossen und "wies Waidwund-, Keulen- oder Laufschüsse auf". Auch würden 60 Prozent der weiblichen Rehe Bauchschüsse aufweisen. Bild: Diesem jungen Wildschwein wurde der Kiefer weggeschossen. Es starb nach Tagen durch Verhungern und Verdursten.


Jedes dritte Wildschwein "nur" angeschossen

In Bayern müssen bei der Wildschweinjagd 30-35% der beschossenen Tiere nachgesucht werden. Das heißt: Sie sind nicht beim ersten Schuss tot, sondern sind "nur" angeschossen und können schwer verletzt fliehen. Es vergehen Stunden oder sogar Tage, bis das angeschossene Tier bei der Nachsuche von einem Hund gefunden wird und ein Jäger den tödlichen "Fangschuss" ansetzt - sofern das angeschossene Tier überhaupt gefunden bzw. überhaupt nachgesucht wird.
"Etwa 1/3 aller auf Schwarzwild abgegebener Schüsse fordern eine Nachsuche durch ein Nachsuchengespann", schreibt ein Hundeführer im jagdblog.blogspot.de.


Gnadenlose Jagd auf Haustiere

Jäger töten jedes Jahr etwa 40.000 Hunde und 300.000 Katzen

Für Jäger sind Katzen „Raubzeug“ – und da gilt die Devise: „Schießen – Schaufeln – Schweigen“. In den Jägerforen, wo die Jäger unter sich sind, sprechen sie Klartext:

„Ob überzählige Bauernkatze oder verwilderte Hauskatze - die Lösung sollte identisch sein - und endgültig!“ (Jäger Isegrim im landlive-Forum, 2013)

„Kann man einem Katzenbesitzer den Abschuss eigentlich in Rechnung stellen? 3€ Munition, 20€ Arbeitzeit, 5€ Entsorgungspauschale usw.!“ (Jäger Gamenes im landlive-Forum, 2013)


Katzenlockmittel in Jägerkatalog

Aus dem Katalog der Firma Kieferle GmbH:

Lockmittel
1. Katzenlockmittel
Ein Präparat aus reinem Baldrianwurzelpulver. Lockt jede Katze zum
Fangplatz oder in die Kastenfalle.

250 ml 9.00 €
(= 100 ml 3,61 €)


Jagd: "weil sie uns Genuss und Lust bereitet"

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu:

„Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“
Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet.
Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."

Lesen Sie auch, was andere Jäger dazu sagen
Lesen Sie: Lusthaftigkeit des Tötens


Sind Wildtiere von Natur aus scheu?

Immer mehr Wildtiere zieht es in die Nähe der Menschen. Es scheint unglaublich: In unseren Großstädten findet sich eine ganz erstaunliche und immer weiter zunehmende Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten. Und je größer die Stadt, desto vielfältiger und reichhaltiger ist ihr Tierleben. Füchse ziehen ihre Jungen seelenruhig vor den Augen der Spaziergänger in Parks groß, Wildschweine laufen am helllichten Tage mit ihrem Nachwuchs durch die Grünanlage, Waschbären ziehen im Gartenhäuschen ein, Habichte und Wanderfalken nisten mitten in der Innenstadt. weiterlesen


Wilde Tiere in Berlin

„In der Stadt fühlen sich Wildschweine sicherer“ titelt die Berliner Zeitung am 8.6.2013 und berichtet, dass das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ein Projekt zur Erforschung wilder Tiere in der Stadt gestartet hat.
"Weil in der Stadt nicht gejagt wird, fühlen sich Wildschweine hier sicherer", sagt die Biologin Karoline Weißhuhn vom Leibniz-Institut im Interview mit der Berliner Zeitung. "Wildschweine sind hier weniger scheu. In den Wäldern, auf dem Land sind sie fast komplett nachtaktiv, weil der Jagddruck groß ist, und sie sich nachts sicherer fühlen. Dieser Druck fällt weg. In der Stadt werden Wildschweine oder auch Füchse tagaktiv."



Ein ehemaliger Jäger berichtet

Ein ehemaliger Jäger, der mit als junger Mann seinen Jagdschein gemacht hatte, schreibt in seinem Blog über die Gründe, warum er heute Jagd und Jägern sehr kritisch gegenüber steht - und warum er sein Gewehr an den Nagel gehängt hat.
Motiviert vom Slogan der Jagdlobby "Jagd ist angewandter Naturschutz“ musste er schnell feststellen, "dass die Atmosphäre im Dunstkreis der Jäger, die ich dabei kennen lernte, durchaus nicht in erster Line mit dem Inhalt dieses Slogans vereinbar war".


Schusswaffe im Haus - mehr Familientragödien

Eine Schusswaffe im Haus erhöht nachweislich das Risiko von Familientragödien.
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland - meist mit legalen Waffen. „Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte“, erklärt der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet. (TV Südbaden aktuell, 8.7.2011).


Kleines Lexikon des Jägerlateins

Jäger haben bekanntlich eine eigene »Sprache«. Das Jägerlatein soll offenbar pure Grausamkeit verbrämen: Was anderes ist es, wenn das Blut des angeschossenen Tieres »Schweiß« genannt wird? Wenn »Anprechen« bedeutet, ein Tier ins Visier zu nehmen, um es zu erschießen? Irgendwie lässt die verachtende Sprache tief in die Psyche der Hobby-Tiertöter blicken...
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Tipps bei der Begegnung mit Jägern

Liebe Tierfreunde,
ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?
Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern


Treib- oder Drückjagd - Was jeder tun kann

Das sicher Wichtigste ist die Aufklärung der Öffentlichkeit: Sehr wirkungsvoll sind entsprechende Presseberichte, denn die meisten Menschen haben noch immer wenig Vorstellung, was eine Treibjagd für die Wildtiere (und evtl. auch für Menschen und Haustiere, die in eine Treibjagd geraten) bedeutet. Wenden Sie sich an die örtliche Presse, vielleicht greift ein Redakteur das Thema auf. Und wenn nicht, weisen Sie durch einen Leserbrief auf das blutige Treiben hin.
Auch sonst gilt: Nehmen Sie Jagd-Berichte in der Presse zum Anlass, durch Leserbriefe über das blutige Hobby der Waidmänner und den ökologischen Unsinn der Jagd hinzuweisen. Anregungen dazu finden Sie hier.

Wenn die Treibjagd statt findet: Machen Sie Fotos vor Ort; das verunsichert die Jäger und lässt sie vorsichtiger werden. Vielleicht gelingt es Ihnen eine Straftat zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen!


Wenn Sie bei der Treib- oder Drückjagd offensichtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentieren können (z.B. angeschossene, leidende Tiere), erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei. Auch an das Vetarinäramt und die Jagdbehörde könnten Sie sich wenden. Anzeige sollten Sie auch erstatten, wenn Menschen (Anwohner, Spaziergänger) durch die Treibjagd gefährdet wurden.

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Bekannten über das Thema Jagd. Vielen Menschen ist noch nicht bekannt, was die Jagd für Tiere und Natur wirklich bedeutet. Infomaterial finden Sie hier!



Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Über Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 7.8.2014 hin: „ Ein Schuss ins Maisfeld. Die Kugel rast hindurch, findet keinen Halt. Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.“ Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden.
Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: „Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.“ Im Übrigen werde bei Treibjagden das Tierschutzgesetz Füßen: Die Hundemeute im Feld reiße mehr Jungwild als geschossen werde.


Plädoyer gegen Vogeljagd

In seinem sehr lesenwerten Beitrag „Die Nachtigall singt in Berlin“ für den Tagesspiegel Berlin (30.5.2014) schreibt Prof. Dr. Josef H. Reichholf über die Artenvielfalt in den großen Städten: In Berlin brüten über 150 Vogelarten - das sind zwei Drittel aller Vogelarten, die in Mitteleuropa zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen vorkommen.

Und er stellt die Frage: „Muss es sein, dass die Städte vogelreicher sind als das Land? Wäre es nicht an der Zeit, die Jagd auf Vögel gänzlich zu verbieten, und nicht bloß den Südeuropäern ihren Vogelfang vorzuwerfen?“


Wildtiere brauchen Ruhezonen

Unmissverständlich erklärte der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf im Bayerischen Fernsehen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: »Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.« Ruhezonen könnten die gefürchteten Wildschäden vermindern: »Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss.« (»Unser Land« vom 16.11.2012)


In seinem Grundsatzartikel »Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften« der Zeitschrift TIERethik (2-2013) legt Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugend dar, weshalb die Regulation von frei lebenden Tierbeständen durch die Jagd nicht funktioniert und auch nicht nötig ist. Vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte von 2012 mit seinen Folgen für das Revierjagdsystem stellt der Zoologe in aller Deutlichkeit fest, dass Jagd in der Kulturlandschaft aus ökologischen Gründen nicht sein muss. Der dichtbesiedelte Kanton Genf (Jagdverbot seit 40 Jahren) und der Schweizerische Nationalpark (Jagdverbot seit 100 Jahren) beweisen laut Reichholf, dass weder im Siedlungsraum der Menschen noch in besonders naturnahen Naturschutzgebieten eine Kontrolle der Bestände durch die Jagd notwendig ist.
mehr Informationen



Jagdverbote in immer mehr Ländern

Immer mehr Länder sprechen für den Schutz von Wildtieren Jagdverbote aus: In Albanien ist im Februar 2014 ein zweijähriger totaler Jagdbann in Kraft getreten, um Wildtiere und vor allem die Zugvögel besser zu schützen. In Griechenland gilt seit Dezember 2013 ein generelles Jagdverbot. Auf der griechischen Insel Tilos herrscht Jagdverbot schon seit 1993. Seit 2002 gilt ein weitreichendes Jagdverbot in Holland. In Israel ist seit 2013 die Jagd zu Sportzwecken verboten. Costa Rica hat 2013 ein umfangreiches Jagdverbot erlassen. In Botswana sind seit 2014 Trophäenjagd und Jagdtourismus verboten, um den Artenschutz zu fördern. Kenia hat die Jagd schon 1977 verboten.


Dass eine Natur ohne Jagd möglich ist, zeigen nicht nur die Erfahrungen im Schweizerischen Nationalpark, der seit 100 Jahren jagdfrei ist, oder im Schweizer Kanton Genf, in dem seit der Volksabstimmung von 1974 die Jagd verboten ist. Auch in Italien sind die weitläufigen Nationalparks alle seit Jahrzehnten jagdfrei: Im Nationalpark Gran Paradiso ist die Jagd seit 1922 verboten, im Nationalpark Belluno seit 1990.

Lesen Sie unsere ausführliche Dokumentation!



Interview mit einem ehemaligen Jäger

»Jetzt stellen Sie sich vor, da kommt eine Kugel geflogen und zerstört einen göttlichen Bauplan. Das war für mich der Grund, den guten Hirsch abzulehnen. Ich war damals vom jagdlichen Schießen schon ferner denn je, weil auch der beste Schuss die Zerstörung eines göttlichen Bauplanes ist. Ich bin von Saulus zum Paulus geworden. Ich selber habe 54 Jahre gejagt, aber heute muss ich sagen, dass all der Zauber, mit dem sich die Jäger umgeben- wie z.B. dem toten Tier noch ein grünes Zweiglein zwischen die Zähne klemmen -, nur eine Tarnung des Mordes ist.«
Prof. Richard Finke, ehemaliger Jäger

Lesen Sie das Interview mit einem ehemaligen Jäger


Meisterhafte Karikaturen

Achtung Jäger, jetzt wird zurückgeschossen!

Der bekannte österreichische Karikaturist Bruno Haberzettl beschäftigt sich mit seinem Lieblingsthema: der Jagd.
Und jedes Bild ist ein Treffer: von den verschiedenen Jägertypen zu den absurden Ausprägungen ihres Hobbys.
weiterlesen

Lesen Sie das "Freiheit für Tiere"-Interview mit dem Karikaturisten Bruno Haberzettl


BVerG: Null-Promille-Grenze für Jäger

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: Ein Jäger verliert seinen Waffenschein, weil er alkoholisiert von seinem Hochsitz geschossen hatte. Auf der Rückfahrt hielt ihn die Polizei mit 0,47 Promille an.

"Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist, auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt", so das
Bundesverwaltungsgericht in seiner Pressemitteilung. Weiter heißt es: "Nach der einschlägigen Vorschrift des Waffengesetzes besitzen Personen die erforderliche Zuverlässigkeit nicht, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie mit Waffen und Munition nicht vorsichtig oder sachgemäß umgehen. Vorsichtig und sachgemäß geht mit Schusswaffen nur um, wer sie ausschließlich in nüchternem Zustand gebraucht und sicher sein kann, keine alkoholbedingten Ausfallerscheinungen zu erleiden, die zu Gefährdungen Dritter führen können." weiterlesen
Aktenzeichen: BVerwG 6 C 30.13 - Urteil vom 22. Oktober 2014

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


ZDF planet e: Jäger in der Falle (19.1.2014)



Antwort des ZDF-Intendanten zur Jäger-Beschwerde

Der Intendant des ZDF, Dr. Thomas Bellut, nimmt Stellung zu den Massenbeschwerden der Jäger gegen die ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten“.
Lesen Sie die Stellungnahme des ZDF-Intendanten vom 2.4.2014

ZDF planet e: Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten - Sendung ansehen und weitere Informationen

Mehr zur öffentlichen Diskussion über die Dokumentation "Jäger in der Falle"



ZDF-Dokumentation: Jäger in der Falle

planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)

Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.
Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“


40 Jahre Jagdverbot im Kanton Genf/Schweiz

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch Volksabstimmung für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. Mit überaus positiven Auswirkungen für die Natur, Tiere und die Menschen: Noch nie war die Biodiversität größer – und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich.
An den Ufern des Genfer Sees und der Rhône erhöhte sich die Zahl der überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. Vögel und die anderen Wildtiere verlieren immer mehr einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird. So werden wild lebende Tiere wieder erlebbar: Spaziergänger bekommen regelmäßig Wildtiere wie Feldhasen oder Rehe zu Gesicht – mit etwas Glück kann man am helllichten Tage sogar Hirsche beobachten. weiterlesen


Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie



Prof. Dr. Josef H. Reichholf zum Thema «Jägerlatein und Wildbiologie», Vortragsabend vom 15. 10. 2013 an der Uni Basel
Lesen Sie dazu auch:
www.jagdreguliertnicht.ch



Jagd reguliert nicht



Jagd reguliert nicht - Vortrag von Gottlieb Dandliker, seit 2001 Faunainspektor im jagdfreien Kanton Genf und verantwortlich für das Wildtiermanagement.



Schluss mit Hubertusmessen!

 



Alljährlich finden im Herbst die so genannten Hubertusjagden statt. Und bis heute halten sowohl katholische, als auch evangelische Kirchen alljährlich Hubertusmessen ab und segnen die Waidmänner, ihre Waffen und die »Strecke« der getöteten Tiere.

Die Legende Hubertus und dem kreuztragenden Hirsch ist aus der Dichtung und der bildenden Kunst bekannt. Gemäß der überlieferten Legende wurde Hubertus um 655 als Sohn eines Edelmannes geboren und starb im Jahre 728. Anfangs führte er ein vergnügungssüchtiges Leben und war ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: »Hubertus, warum jagst du mich?«

Wann folgen die Jäger Hubertus nach?

Lesen Sie:
Schluss mit Hubertusmessen! - Wann folgen Jäger Hubertus nach?



"Du sollst nicht töten..."

Karikatur von Bruno Haberzettl