ZDF: Warum die Jagd polarisiert

"Die einen finden in ihr Glück und Zufriedenheit, die anderen sehen in ihr ein veraltetes barbarisches Treiben, für manche ist sie ein großer Beitrag zu Natur- und Landschaftspflege, für andere ein künstlicher und überflüssiger Eingriff in die Natur. Nur eines ist sicher: die Jagd polarisiert." (ZDF "Sonntags", 19.10.2014, 9:00 Uhr)

Video „Warum jagt der Mensch?“ - Jäger Florian Asche (Autor des Buches „Jagen, Sex und Tiere essen“) berichtet von der Lust bei der Jagd: "Das Triebmodell Erotik ist sehr ähnlich dem Triebmodell Jagd.«

Video „Neue Spielräume für Jagdgegner“: berichtet über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und die Möglichkeit, private Grundstücke jagdrechtlich befrieden zu lassen.

Video "Wenn die Jagd verboten ist": stellt das Modell Kanton Genf vor: Hier gibt es seit 1974 ein allgemeines Jagdverbot.


»Der Jäger liebt die Natur...

... wie der Vergewaltiger sein Opfer« (Karin Hutter in ihrem Buch Karin Hutter »Ein Reh hat Augen wie ein 16-jähriges Mädchen«).

»Das Triebmodell Erotik ist sehr ähnlich dem Triebmodell Jagd«, so Jäger Florian Asche (Autor des Buches »Jagen, Sex und Tiere essen«) in der ZDF-Sendung »Sonntags« (19.10.2014) über die Lust bei der Jagd.
Und weiter: »Erotik und Tod haben eine sehr starke Verbindung«.
Dazu sagt Rainer Hagencord, Leiter des Institut für Theologische Zoologie, in der ZDF-Sendung: »Ich finde es schwierig, wenn jemand sagt, Jagd wäre für ihn wie guter Sex, denn Sex ist im guten Sinne einvernehmlich.«



Jäger in der Falle

In der Sendung "Warum die Jagd polarisiert" wurde auch Filmmaterial aus der ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle“ verwendet, die Anfang des Jahres die Jägerwelt erschütterte und zu Massenbeschwerden der Jäger führte.
Lesen Sie dazu auch die
Antwort des ZDF-Intendanten Dr. Thomas Bellut.



ZDF planet e: Jäger in der Falle (19.1.2014)



Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr:
Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten.
Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen.
Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen.
Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden.
Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.
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"Du sollst nicht töten..."

Karikatur von Bruno Haberzettl 



Schluss mit Hubertusmessen!

Alljährlich finden rund um den 3. November - dem "Hubertustag" - die so genannten Hubertusjagden statt. Und bis heute halten sowohl katholische, als auch evangelische Kirchen alljährlich Hubertusmessen ab und segnen die Waidmänner, ihre Waffen und die »Strecke« der getöteten Tiere. Anstatt den heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu machen, ernannte die Kirche ihn zum Patron der Jäger. Und dies, obwohl der heilige Hubertus der Legende nach der Jagd entsagte, als er im Geweih eines Hirsches ein strahlendes Kreuz erblickte.


Wann folgen Jäger Hubertus nach?

Der Legende nach war Hubertus ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: »Hubertus, warum jagst du mich?« Hubertus stieg vom Pferd und kniete vor dem Hirsch nieder. Von diesem Moment an beendete Hubertus das Jagen und führte fortan ein einfaches Leben.
Soweit die Legende. Nach seinem Erlebnis mit dem Hirsch hörte Hubertus also mit der Jagd auf und wurde ein ernster Christ. Denn wahres Christentum und Jagd passen einfach nicht zusammen.

Wann folgen Jäger und Pfarrer Hubertus nach?

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Schluss mit Hubertusmessen!



Die Hobbyjagd muss umgehend abgeschafft werden!

Von Rechtsanwalt Dominik Storr

Es ist wieder die Zeit gekommen, in der vermehrt paramilitärisch gekleidete und schwerbewaffnete Jäger ihre Aggressionen und ihre anderen niederen Beweggründe an den (unbewaffneten) Tieren auslassen. Dabei sind unabhängige Wissenschaftler, d.h. diejenigen, die nicht selbst jagen, längst zu dem Ergebnis gekommen, dass die Jagd nicht nur überflüssig, sondern auch in höchstem Maße schädlich ist.

Jagd ist der Artenfeind Nr. 2 gleich nach der konventionellen Landwirtschaft, sagt zum Beispiel der renommierte Zoologe Prof. Reichholf, der auf diesem Gebiet ein international anerkannter Experte ist. Die Jagd zerstört das Gleichgewicht in den Naturabläufen. Die Jagd sorgt bei einigen Arten wie Schwarz- und Rehwild für überhöhte Wildbestände (und damit auch für mehr Wildschäden), bei anderen, seltenen Arten führt sie zur Bestandsminimierung oder sogar zum Verlust der gesamten Spezies.

Die Jagd stresst die Tiere ungemein und vor allem ununterbrochen. Das macht die Tiere weit überdurchschnittlich hungrig und damit auch gefräßiger. Deutschland dürfte zudem eines der wenigen Länder sein, in denen an 365 Tagen im Jahr und an 24 Stunden am Tag gejagt werden darf.
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Statt Rebhuhn Jäger getroffen

Bei einer Treibjagd im österreichischen Bezirk Neusiedl wurde ein Jäger angeschossen. Dies berichtet die Tiroler Tageszeitung am 18.10.2014 und schreibt: „Ein 48-Jähriger hatte auf ein auffliegendes Rebhuhn gefeuert und dabei seinen Jagdkollegen getroffen.“


Bekannte Radrennfahrerin von Jäger angeschossen

Die bekannte Tiroler Radrennfahrerin Christiane Koschier-Bitante (österreichische Meisterin im Straßenrennen 1993) wurde beim Training vor einem Radrennen nahe der norditalienischen Stadt Vicenza von einem Jäger angeschossen und an einem Bein, am Arm und an der linken Hüfte verletzt. Dies berichtet oe24 am 14.10.2014. Der Jäger hatte neben der Straße Jagd auf Hasen gemacht.
Der Tierschutzverband LAV fordert einen sofortigen Jagd-Stopp in Italien: In den drei Wochen Jagdzeit seien bereits drei Menschen getötet und fünf verletzt worden.
Sehen Sie hier ein Foto von dem Jagdunfall
Lesen Sie dazu: Artikel in BLICK vom 16.8.2014
Artikel im Sport-Teil der FAZ, 16.10.2014


Frankreich: Zwei Tote bei Wildschweinjagd

Während der Wildschweinjagd wurden zwei Jäger in Frankreich von Jagdkollegen (74 und 84) bei Jagdunfällen erschossen. Dies berichtet Midi Libre am 13.10.2014.
Demanch habe sich der erste tödliche Jagdunfall um 6 Uhr morgens in der Nähe von Vézénobres Ales ereignet: Ein 84-jähriger Jäger erschoss versehentlich seinen 60-jährigen Kollegen, der sofort starb. Der zweite Tragödie tödliche Jagdunfall ereignete sich am frühen Nachmittag im Bereich der Montfrin: Ein 65- Jähriger wurde von einer Kugel in die Brust getroffen. Der Todesschütze war in diesem Fall ein 74 Jahre alter Jäger.


Jäger mit Wildschwein verwechselt

Am 10. Oktober hat ein schwerer Jagdunfall im Landkreis Regensburg ereignet. Dies berichten die Mittelbayerische Zeitung und wochenblatt.de am 11.10.2014.
Den beiden Meldungen zufolge waren zwei Jäger, die voneinander nichts wussten, gleichzeitig in einem Jagdrevier unterwegs, um Wildschweine zu jagen.
In der Dunkelheit hat der eine Jäger seinen Kollegen offenbar mit einem Wildschwein verwechselt. »Durch einen Schuss aus der Jagdwaffe des 42-Jährigen wurde der 57-Jährige im Beckenbereich getroffen und schwer verletzt«, so
wochenblatt.de. Er schwebe inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.


Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!

Wieder und wieder erschüttern Meldungen über Bedrohungen durch Jäger und Todesschüsse die Öffentlichkeit.
Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!
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Aktuelle Meldungen über Jagdunfälle



18.10.14: Statt Rebhuhn Jäger getroffen
14.10.14: Radfahrerin von Jäger angeschossen
13.10.14: Frankreich: Zwei Tote bei Wildschweinjagd
12.10.14 Jäger stirbt auf Treibjagd
11.10.14: Jagdunfall
10.10.14: Jäger mit Wildschwein verwechselt
7.10.14: Vorsicht, es wird scharf geschossen!
4.10.14: Jäger versetzen Anwohner in Angst
4.10.14: Tödlicher Jagdunfall
3.10.14: Jäger schoss auf Vögel - Auto brannte aus
3.10.14: Jagdunfall: Jäger schwer verletzt
30.9.14: Jagdunfall - Finger weggeschossen
24.9.14: Jäger schießt sich im Maisfeld selbst an
23.9.14: Jäger bedroht Taxifahrer mit Waffe
23.9.14: Jäger erschoss nachts zwei Pferde
20.9.14: Jäger schoss Sohn ins Schienbein
19.9.14: Mit Jagdgewehr auf Schüler geschossen
13.9.14: Jäger stirbt bei Unfall mit Gewehr
8.9.14: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt
5.9.14: Jäger schießt seinem Sohn ins Bein
4.9.14: Jäger bedroht Pilzsammler mit der Flinte
3.9.14: Tödlicher Jagdunfall
1.9.14: Jäger erschießt Finanzbeamten
1.9.14: Streit mit Hund endet mit Kugel im Bein


31.8.14: Jagdunfall in Kärnten
30.8.14: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt
25.8.14: Wildschweinjagd: Jäger erschießt Treiber
14.8.2014: Jäger stellt Kopfschuss auf Ehefrau als Unfall dar
12.8.14: Familiendrama - Mord und Selbstmord
11.8.14: Jäger trifft Schlafzimmer statt Fuchs
7.8.14: Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle
5.8.14: "Plötzlich hörte ich Schüsse"
28.7.14: Jagdunfall - Jäger tödlich verletzt
19.7.14: Jäger erschießt Reh im Wohngebiet
18.7.14: Erntejagd - auf Mähdrescher angeschossen
18.7.14: Bei Wildschweinjagd angeschossen
4.7.14: Reh vor den Augen 11-Jähriger erschossen
2.7.14: Ehemaliger Jäger erschießt 39-Jährigen

Lesen Sie unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014
Lesen Sie auch: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Wenn die Jagdsaison im Herbst begonnen hat, sind die Zeitungen voll mit Meldungen über Wildunfälle. Wildschweine und Rehe befinden sich auf der Flucht vor den tödlichen Kugeln der Jäger. Somit ist die Jagd, insbesondere Treib- und Drückjagden, eine Gefahr für Autofahrer.

Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen.

Auf Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 7.8.2014 hin: »Ein Schuss ins Maisfeld. ... Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.« Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden. Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: »Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.«


Die Verfolgung durch die Jagd hat eigentlich tagaktive Tiere wie Wildschweine, Füchse oder Rehe nachtaktiv gemacht. Erst wenn es dunkel wird, trauen sich die Tiere aus ihren Verstecken - das ist die Zeit, in der sich die Wildunfälle ereignen.
Unter dem anhaltend hohen Jagddruck hat die Scheu der bejagten Wildtiere extrem zugenommen: »Der Mensch ist der Feind, vor dem das Wild flieht, fliehen muss, um zu überleben - auch dann, wenn die Flucht vors Auto führt«, so Prof. Josef H. Reichholf. (in TIERethik 2013/2) Wenn das Wild nicht so scheu wäre, gäbe es weniger Wildunfälle. Auch der Wildschaden in der Land- und Forstwirtschaft würde weniger groß ausfallen. (ebda.)



Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

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Novellierung der Jagdgesetze JETZT!
Liste der Unterzeichner I
Liste der Unterzeichner II
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NEU: »Jagd kann Wildschweine nicht regulieren«

Regelmäßig pünktlich zum Herbstbeginn blasen Jäger und Landwirte zum Angriff auf unsere heimische Tierwelt auf Feldern, Wiesen und in unseren Wäldern. Jedes Jahr aufs Neue werden Argumente aus dem Bereich des Jägerlateins medienwirksam verbreitet, um Stimmung für die Jagd und gegen unsere heimischen Wildtiere zu machen. Wenn Medienkampagnen gegen Wildschweine in den nächsten Tagen an Sie heranfluten, prüfen Sie diese Aussagen an den Informationen von Wissenschaftlern, Biologen und Berufsjägern. weiterlesen

Informationsblatt 4 Seiten, A4
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Brunos Jagdkalender 2015

Geniale Karikaturen des bekannten österreichischen Zeichners Bruno Haberzettl in Postergröße!
Nach dem grandiosen Buch „Brunos Jagdfieber“, in dem Bruno Haberzettl die Jäger mit meisterhaften Karikaturen aufs Korn nimmt, gibt es mit „Brunos Jagdkalender 2015“ Karikaturen im Großformat 49,2 x 34 cm.
Bruno Haberzettl zählt zu den Größen der deutschsprachigen Karikatur-Szene. Seine Zeichnungen werden regelmäßig in überregionalen Pressemedien publiziert. Seit 1995 erscheint seine wöchentliche Karikatur am Sonntag in der »Kronen«- Zeitung.

Brunos Jagdkalender 2015
Ueberreuter-Verlag, 2014, ISBN: 978-3800076031
Preis: 14,95


Kleines Lexikon des Jägerlateins

Jäger haben bekanntlich eine eigene »Sprache«. Das Jägerlatein soll offenbar pure Grausamkeit verbrämen: Was anderes ist es, wenn das Blut des angeschossenen Tieres »Schweiß« genannt wird? Wenn »Anprechen« bedeutet, ein Tier ins Visier zu nehmen, um es zu erschießen? Irgendwie lässt die verachtende Sprache tief in die Psyche der Hobby-Tiertöter blicken...
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Appell Landesjagdgesetz Baden-Württemberg

Mehr Tierschutz im neuen Landesjagdgesetz in Baden-Württemberg
Bitte appellieren Sie an die Abgeordneten der SPD, tierschutzrelevante Aspekte nicht länger zu blockieren und aufzuweichen!


Baden-Württemberg: Politik kapituliert vor Jägern

Der vor der Sommerpause vorgestellte Referentenentwurf zum baden-württembergischen Landesjagdgesetz blieb aus Sicht des Tier- und Naturschutzes bereits weit hinter den Erwartungen zurück. Wie nun an die Öffentlichkeit drang, sollen die bereits äußerst überschaubaren Verbesserungen nun weiter aufgeweicht werden. Was übrig bleibt, ist eine weiterhin einseitig an den Abschussinteressen der Jägerschaft orientierte Politik, die die ursprünglichen Ziele der Jagdrechtsreform ad absurdum führt. weiter


Mehr Tierschutz ins Landesjagdgesetz in NRW!

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, das Landesjagdgesetz zu novellieren. Zahlreiche Tier- und Naturschutzverbände Nordrhein-Westfalens, darunter der BUND Naturschutz, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Tierrechtsorganisation PETA, der Deutsche Tierschutzbund, das Komitee gegen Vogelmord, der ETN Europäischer Tier- und Naturschutz und animal public setzen sich deshalb gemeinsam für ein ökologisches Jagdgesetz in NRW ein. Die Verbände haben in einer Resolution 10 zentrale Eckpunkte definiert, die sich in der geplanten Novellierung des Landesjagdgesetzes wiederfinden müssen, damit dem Tier- und Naturschutz sowie den Ankündigungen des Koalitionsvertrags entsprochen werden kann.
Schließen auch Sie sich mit ihrer Stimme an und fordern Sie eine grundlegende Reform des Jagdrechts!


NABU: Das deutsche Jagdrecht gehört ins Museum

Anlässlich der aktuellen Debatten um die Novellierung der Landesjagdgesetze in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hat der NABU die Jagdgesetze im Bund und in allen 16 Bundesländern einer naturschutzfachlichen Bewertung unterzogen

Das Ergebnis ist ernüchternd: „Anforderungen des Natur-, Arten- und Tierschutzes sowie gesellschaftliche und ethische Anliegen werden bisher kaum berücksichtigt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. 
„Das deutsche Jagdrecht ist verstaubt und veraltet: Der lodengrüne Geist des letzten Jahrhunderts haucht einem aus den meisten Jagdgesetzen entgegen.“ 
Lesen Sie: Bewertung der Jagdgesetze von Bund und Ländern


WDR: Streit um das neue Jagdgesetz in NRW

Streit um das neue Jagdgesetz für NRW:
Die Jagd in Nordrhein-Westfalen soll mehr in den Dienst der Ökologie gestellt werden und Aspekte des Tierwohls stärker berücksichtigen. Aber wie sinnvoll sind die geplanten Änderungen? Worüber sich Jäger und Naturschützer jetzt streiten, zeigt Quarks & Co.
Film ansehen


Niedersachsen:

Weiterhin Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten

Niedersachsens rot-grüne Landesregierung hat das Landesjagdgesetz novelliert. Doch die Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten bleibt weiterhin erlaubt - entgegen der Versprechen des grünen Landwirtschaftsministers Meyer vor der Wahl. weiterlesen
Bild: Illegal geschossene Nonnengans (diese Art darf nicht bejagt werden), NSG "Petkumer Deichvorland", Ems, EU-Vogelschutzgebiet


Petition gegen Ausweitung der Gänsejagd in Bayern

In Bayern wurde die reguläre Jagdzeit auf Grau-, Kanada- und Nilgänse massiv erweitert und währt jetzt vom 1. August bis zum 15. Januar. Dies obendrein ohne Abschusspläne oder Zielvorgaben. Es liegt rein im Ermessen der Jäger, wie viele Gänse geschossen werden. Dies bei einer Art, für deren Erhalt Deutschland laut BfN-Kriterien "in besonderem Maße Verantwortung" trägt.
Als unvereinbar mit den Erfordernissen des Tierschutzes erweist sich u.a. die Unmöglichkeit, bei der praktischen Jagdausübung zwischen Nachwuchs führenden Tieren und diesjährigen Junggänsen zu differenzieren.
Wohin das führt, ist am Starnberger See zu sehen: In Tutzing wurde bereits am ersten Tag der neuen Jagdzeitenregelung ein Viertel der Gänse geschossen - vor den Augen und gegen den Willen der Mehrheit der Bürger und der Gemeinde! Vier Tage später gab es dort schon keine Gänse mehr - sie wurden abgeschossen oder sind (vorübergehend) geflohen. Vor ein paar Jahren wurden am gesamten Starnberber See - damals noch mit Ausnahmegenehmigung - 70 % der Gänse geschossen!
Dies könnte sich nun in ganz Bayern wiederholen.

Eine Interessengruppe Wasservögel hat sich zusammengefunden und eine Petition initiiert, welche breit unterstützt und verlinkt werden sollte.
Zur Petition
Mehr Informationen:
www.gaensewelt.de
www.gaensewacht.de


Tipps bei der Begegnung mit Jägern

Liebe Tierfreunde,
ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?
Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern


Treib- oder Drückjagd - Was jeder tun kann

Das sicher Wichtigste ist die Aufklärung der Öffentlichkeit: Sehr wirkungsvoll sind entsprechende Presseberichte, denn die meisten Menschen haben noch immer wenig Vorstellung, was eine Treibjagd für die Wildtiere (und evtl. auch für Menschen und Haustiere, die in eine Treibjagd geraten) bedeutet. Wenden Sie sich an die örtliche Presse, vielleicht greift ein Redakteur das Thema auf. Und wenn nicht, weisen Sie durch einen Leserbrief auf das blutige Treiben hin.
Auch sonst gilt: Nehmen Sie Jagd-Berichte in der Presse zum Anlass, durch Leserbriefe über das blutige Hobby der Waidmänner und den ökologischen Unsinn der Jagd hinzuweisen. Anregungen dazu finden Sie hier.

Wenn die Treibjagd statt findet: Machen Sie Fotos vor Ort; das verunsichert die Jäger und lässt sie vorsichtiger werden. Vielleicht gelingt es Ihnen eine Straftat zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen!


Wenn Sie bei der Treib- oder Drückjagd offensichtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentieren können (z.B. angeschossene, leidende Tiere), erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei. Auch an das Vetarinäramt und die Jagdbehörde könnten Sie sich wenden. Anzeige sollten Sie auch erstatten, wenn Menschen (Anwohner, Spaziergänger) durch die Treibjagd gefährdet wurden.

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Bekannten über das Thema Jagd. Vielen Menschen ist noch nicht bekannt, was die Jagd für Tiere und Natur wirklich bedeutet. Infomaterial finden Sie hier!



Immer mehr jagdfreie Grundstücke in Deutschland

Von Schleswig-Holstein bis Bayern: In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke! Seit 1. April 2014 sind in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. Bereits Anfang 2013 waren in Bayern die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. Mit Ablauf des aktuellen Jagdjahres werden weitere Grundstücke in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein jagdfrei gestellt.
Ein großartiger Erfolg im Sinne der Rechte von Grundstückseigentümern und des Tierschutzes!



Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger ihre Grundstücke betreten und dort Tiere tot schießen oder Fallen aufstellen. Sie berufen sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012: Dieser hatte mit entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, wenn der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Aufgrund dieses Urteils wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern.

Laut der Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade haben bundesweit bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. „Da ist längst eine Lawine ins Rollen gekommen“, sagt Rechtsanwalt Dominik Storr, der über 60 ethische Jagdgegner aus ganz Deutschland vertritt.

Laut der Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade haben bundesweit bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. „Da ist längst eine Lawine ins Rollen gekommen“, sagt Rechtsanwalt Dominik Storr, der über 60 ethische Jagdgegner aus ganz Deutschland vertritt. weiterlesen

Eine aktuelle Dokumentation über jagdfreie Grundstücke und laufende Anträge auf jagdrechtliche Befriedung finden Sie hier.



Flyer bestellen: Zwangsbejagung ade!

Wir haben eine große Anzahl Flyer drucken lassen! Wenn Sie Flyer verteilen wollen, senden wir Ihnen diese auch in größerer Stückzahl kostenlos zu (gegen Übernahme der Portokosten).
Schreiben Sie uns an:
info@abschaffung-der-jagd.de

pdf-download:
Flyer "Zwangsbejagung ade" Bildschirmansicht [111 KB]
Flyer "Zwangsbejagung ade" Druckversion [1.973 KB]
Leprorello / Faltblatt "Zwangsbejagung ade" Bildschirmansicht [159 KB]
Leprorello / Faltblatt "Zwangsbejagung ade" Druckversion [4.671 KB]


Ostfriesland: Ulmenhof ab 1.4.215 jagdfrei!

Ab 1.4.2015 sind die Flächen des Ulmenhofs, einem Tierheim und Gnadenhof im Kreis Aurich in Ostfriesland, offiziell jagdrechtlich befriedet!
Der Ulmenhof e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich die aktive Tierhilfe zur Aufgabe gemacht hat. Auf dem ehemaligen Bauernhof in Uttum, in der Krummhörn (zwischen Emden und Greetsiel) wurde in Eigeninitiative und Eigenarbeit ein kleines Tierheim mit Gnadenhof aufgebaut. Gnadenbrottiere wie Pferde, Ziegen, Mini-Schweine, Gänse und Fundtiere wie zahlreiche Katzen dürfen hier ihren Lebensabend verbringen. Zum Ulmenhof gehören knapp 5 Hektar Land.
Der Jagdpächter hatet einen Hochsitz in Sichtweite des Grundstücks aufgestellt, das Grundstück mit Jagdfreunden betreten, um dort die Jagd auszuüben. weiterlesen


Sachsen-Anhalt: Erstes Grundstück jagdfrei!

In Sachsen-Anhalt ist das erste Grundstück mit Ablauf des Jagdjahres ab 1.4.2015 offiziell jagdfrei! Damit kam die zuständige Jagdbehörde einer anhängigen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht zuvor.
Bereits 2002 hatte Ludwig Weyhe einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seiner beiden Grundstücke in der Gemarkung Schielo im Landkreis Quedlinburg gestellt. Er hat auf seinen Flächen ein Biotop geschaffen, um wild lebenden Tieren ein Rückzugsgebiet zu geben. Durch Renaturierungsmaßnahmen wie die Anlage von Hecken ist auf den Flächen bereits ein aus Naturschutzsicht wertvolles, ursprüngliches Brachland entstanden.
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24.9.14: Jäger schießt sich im Maisfeld selbst an

Ein 37-jähriger Jäger hat sich bei der Jagd auf Wildschwiene in einem Maisfeld mit seiner Jagdwaffe aller Wahrscheinlichkeit nach selbst angeschossen. Dies meldet die Lausitzer Rundschau am 24.9.2014. Er soll nicht lebensgefährlich verletzt sein.


23.9.14: Jäger bedroht Taxifahrer mit Waffe

„Taxifahrer mit Pistole bedroht: Jäger festgenommen“, titelt die Aachener Zeitung am 23.9.2014.
Demnach wurde ein 58-jähriger Jäger in Herzogenrath am Dienstagabend von einem Sondereinsatzkommando der Polizei verhaftet, weil er mehrfach Taxifahrer mit einer Schusswaffe bedroht haben. „Die Sondereinsatzkräfte waren angefordert worden, da der Mann bei den Vorfällen mit den Taxifahrern stark alkoholisiert war und sich aggressiv gezeigt hatte“, so die Zeitung. „Die Polizisten trafen den Mann vor seiner Wohnung betrunken und mit einem Revolver in der Hand an.“ Die Polizei habe zwölf Schusswaffen und Munition beschlagnahmt. Der Jäger durfte seit 1976 Waffen legal besitzen und führen.


23.9.14: Jäger erschoss nachts zwei Pferde

Ein Jäger, der im vergangenen Jahr von einem Hochsitz aus nachts auf Pferde geschossen hatte, musste sich nun vor dem Amtsgericht Bad Bergzabern verantworten. Dies berichtet der SWR am 23.9.2014.
Ein Pferd war sofort gestorben, das andere musste wenig später eingeschläfert werden.
Das Verfahren gegen den Jäger wurde gegen Zahlung von 1.000 Euro eingestellt. „Die zuständige Kreisverwaltung entzog dem Mann wegen der Schüsse den Jagdschein. Dagegen will der Jäger jetzt rechtlich vorgehen“, so der SWR. 


20.9.14: Jäger schoss Sohn ins Schienbein

„Vater schoss Sohn auf der Jagd ins Schienbein“, titelt BLICK am 20.09.2014. Demnach befand sich ein 54-jähriger Jäger mit seinem 22-jährigen Sohn auf einem Jagdausflug. Sie hatten eine Gemse erschossen. Während sie das tote Tier trugen, löste sich ein Schuss aus der Jagdwaffe des Vaters und traf den 22-Jährigen ins Schienbein.
„In der Schweiz kommt es immer wieder zu Jagdunfällen. Zumeist ist die Ursache unvorsichtiges Hantieren mit der Waffe“, so die Zeitung.


19.9.14: Mit Jagdgewehr auf Schüler geschossen

In Frankreich hat ein 49-Jähriger mit einem Jagdgewehr auf eine Gruppe von 30 Schülern auf einem Schulausflug geschossen. Drei Schüler wurden verletzt, einer davon schwer. Die berichtet die Neue Züricher Zeitung am 19.9.2014. 



Malta verhängt totales Jagdverbot

Der Maltesische Premierminister hat am 20. September 2014 mit sofortiger Wirkung die Jagd bis zum 10. Oktober vollständig verboten. Grund für das vorzeitige Ende der Jagdsaison war der Abschuss zahlreicher geschützter Störche, Flamingos und Greifvögel.

Das Komitee gegen den Vogelmord, dessen Mitarbeiter die Wilderei mit Videokameras dokumentiert und an die Öffentlichkeit gebracht hatten, bezeichnete die Entscheidung als einen "Meilenstein" im Kampf gegen die illegale Zugvogeljagd auf der Mittelmeerinsel.

Lesen Sie einen aktuellen Artikel dazu in der Times of Malta



Tragische Verwechslungen bei der Jagd

„Tragische Verwechslungen bei der Jagd“, titelt die Main Post am 13.9.2014 in einem lesenswerten ganzseitigen Artikel.
Nach mehreren schweren
Jagdunfällen in der Region, bei denen Menschen schwer verletzt wurden oder sogar erschossen wurden, steht die Hobbyjagd in der Kritik.
Die Zeitung zitiert Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd: „Schusswaffen gehörten einfach nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen könnten. Eicher fordert zudem eine Waffenabgabe für Jäger über 60 Jahre sowie eine Null-Promille-Grenze.“
Weiter heißt es: "Jagdgegner Kurt Eicher indes verweist auf die Verantwortung, die Jäger beim Hantieren mit scharfen Waffen haben. 'Bei Polizisten und Bundeswehrsoldaten gibt es doch auch Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Nur Jäger dürfen bis ins Greisenalter hinein Waffen tragen und damit rumballern', sagte er. Und dass aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Jäger vom Gesetzgeber dringend festgelegt werden müsse."


13.9.14: Jäger stirbt bei Unfall mit Gewehr

Im österreichischen Bezirk Mistelbach wurde ein 72-jähriger Jäger beim Hantieren mit seinem Gewehr von einer Schrotladung tödlich getroffen. Dies meldet der ORF am 13.9.2014. Demnach stolperte der 72-Jährige in der Garage, wobei sich ein Schuss löste und den Jäger ins Gesicht traf. Offenbar hatte er vor, mit der Waffe auf die Jagd zu gehen.


WDR-Fernsehen: Ein Halali fürs neue Jagdgesetz

Ein Halali fürs neue Jagdgesetz
Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" vom 7.9.2014 im WDR-Fernsehen

„NRW will das Jagdgesetz novellieren: Das Jagdgesetz wurde seit Jahrzehnten kaum verändert. Die meisten Novellierungsversuche hat die Lobby der 350.000 Jäger in Deutschland verhindert. Da sich auf Bundesebene bis heute wenig tut, hat jetzt das Umweltministerium NRW angekündigt, das Landesjagdgesetz ändern zu wollen. Auch diesmal läuft die Jägerschaft Sturm. Um ihnen Paroli zu bieten, haben sich erstmals Tier- und Naturschutzverbände zusammengetan und in einer gemeinsamen Resolution das Ende von, ihrer Meinung nach, tierschutzwidrigen und ökologisch unverträglichen Jagdpraktiken gefordert.“
Lesen Sie mehr im WDR-Sender-Info

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5.9.14: Jäger schießt seinem Sohn ins Bein

„Ex-Ratsherr schießt seinem Sohn ins Bein“, titelt BILD am 5.9.2014. Demnach hat ein 59-jähriger Politiker und passionierter Jäger aus Dinslaken am 4.9.2014 seinem 29-jährigen Sohn ins Bein geschossen und ihn schwer verletzt. „Kurz nach Mitternacht, gegen 0.50 Uhr, waren der Ex-Stadtrat und sein Sohn in Streit geraten“, so BILD. Im Verlauf des Streits habe der Jäger einen Schuss aus seiner Faustfeuerwaffe auf seinen Sohn abgegeben. Das Projektil habe ein Bein durchschlagen, der Sohn sei schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen.
Die Polizei stellte im Haus des Politikers etliche Waffen sicher. „Für alle Waffen hatte der passionierte Jäger einen Waffenschein“, so die Zeitung.


4.9.14: Jäger bedroht Pilzsammler mit der Flinte

Bei einem Streit ums Revier im Tessin drohte ein Jäger einem Pilzsammler, ihn zu erschießen. Dies meldet BLICK am 4.9.2014.
„Wenn du nicht verschwindest, erschieß ich dich!“, soll demnach der Jäger zu dem Pilzsammler gesagt haben.


Jäger erschießt Finanzbeamten

Ein Jäger hat am Vormittag des 1.9.2014 im Finanzamt Rendsburg einen 58-jährigen Sachgebietsleiter erschossen. Dies meldet shz.de. „Laut Polizei ging den Schüssen ein Streit voraus“, heißt es. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der mutmaßliche Todesschütze ist selbstständiger Steuerberater, Lokalpolitiker und soll als Jäger im Besitz mehrerer Waffen gewesen sein.


Jagdunfall: Schon wieder ein Toter

Bei einer Jagd auf Wildschweine im Main-Tauber-Kreis hat ein 74-jähriger Jäger am Sonntagabend (24.8.2014) einen 44-jährigen Mann erschossen.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd.

Lesen Sie die Pressemeldung "Schluss mit der Hobbyjagd!"

Lesen Sie unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014


PETA fordert Verbot der Hobbyjagd in Deutschland

Im Hinblick auf den aktuellen Jagdunfall, bei dem ein Jäger seinen Treiber erschoss, fordert PETA Deutschland e.V. ein längst überfälliges Verbot der sogenannten Hobbyjagd in Deutschland. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass jedes Jahr nicht nur hunderttausenden Tieren erhebliches Leid durch Fehlschüsse zugefügt wird, sondern auch mehrere Dutzend Menschen von Hobbyjägern getötet und verletzt werden. Nicht selten seien die Jäger alkoholisiert.
Lesen Sie die Pressemeldung von PETA Deutschland


Schweiz: "Genug ist genug"

Auch in der Schweiz mehren sich schwere Jagdunfälle mit verletzten Menschen und Berichte über eine extrem hohe Zahl angeschossener Tiere, die jämmerlich verendeten.
In Graubünden gibt es eine Volksinitiative ‚Für eine naturverträgliche und ethische Jagd’:
„Genug ist genug!“, sagt der Wildtierschutz Schweiz über die unnötigen Tötungen und überholten Ansichten der Jagd und Hege. „Die Jagd muss in Zukunft den heutigen Vorstellungen des Tierschutzes und den gewandelten Empfindungen und Bedürfnissen der Bevölkerung und des Tourismus entsprechen. Abschüsse müssen qualitativ einwandfrei und gezielt erfolgen. Die Schießstüchtigkeit der Jäger muss erhöht und auch kontrolliert werden. Es darf nicht sein, dass angeschossene Tiere irgendwo nach Tagen oder Wochen verenden.“
Wildtierschutz Schweiz hat am 26.8.2014 die erforderlichen Unterschriften für die Volksinitiative bei der Standeskanzlei in Chur eingereicht.
jagdkritik.ch/initiative/



Grundstück in Dithmarschen jagdfrei!

Dieter Grade aus Dithmarschen hat auf seiner 8259 Quadratmeter großen Wiese ein Biotop geschaffen, auf dem auch seltene Pflanzen wie wilde Orchideen wachsen. Der Naturschützer kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, die Jagd auf seinem Grund und Boden zuzulassen. Er beruft sich dabei auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Nach mehrfachen Verzögerungen wurde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung Anfang August 2014 zugestimmt.
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Grundstück im Bodenseekreis jagdfrei

Das zwei Hektar große Grundstück von Rudolf Moser bei Markdorf im Bodenseekreis ist jetzt jagdrechtlich befriedet. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung am 19.8.2014 unter dem Titel „Tierfreund setzt sich gegen Jäger durch“.

Rudolf Moser und seine Frau haben auf dem Grundstück ein Biotop errichtet, ein eingetragenes Naturschutzgebiet mit geschützten Pflanzenarten, einem Tümpel und Streuobstwiese. „Meine Frau und ich wollten, dass das Grundstück auch ein Refugium für Tiere und nicht nur für Pflanzen ist“, zitiert die Schwäbische Zeitung den 83-jähringen Tierfreund, der die Jagd aus tiefster Überzeugung ablehnt.

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, der entschieden hatte, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, wenn der Grundstückseigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, beantragte Rudolf Moser die jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks. Im Juli 2014 genehmigte das Kreisjagdamt seinen Antrag.

Lesen Sie auch: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"


Jäger stellt Kopfschuss auf Ehefrau als Unfall dar

Vor dem Landgericht Fulda findet ein Mordprozess gegen einen 69-jährigen Jäger statt. Er wird beschuldigt, seine Ehefrau mit der Repetierbüchse in den Kopf geschossen zu haben, während sie im Bett schlief. Dies berichten welt.de und Radio FFH am 14.8.2014.
Bei der Verhandlung am 14.8.2014 versuchte der Jäger die Tat als tragischen Unfall darzustellen: Seine Frau habe ihn mit dem Messer bedroht. „Der Schuss habe sich bei dem Versuch gelöst, sie zu beschwichtigen“, berichtet welt.de. Der Jäger besitzt legal Waffen.


Jäger versetzt Dorf in Angst

„Jäger versetzt Dorf in Angst“, titeln die Niederösterreichischen Nachrichten am 12.8.2014. Eine besorgte Mutter hat sich an die Zeitung gewandt, weil ein Jäger im Ortsgebiet schießt: „Der Jäger schießt von der öffentlichen Straße aus seinem Geländewagen auf einen Rehbock, der sich nur wenige Meter vor einem Wohngebäude befindet“. Einige Wochen zuvor soll der Jäger von zwei nebeneinander stehenden Häusern direkt an einer Pferdeweide vorbei auf ein anderes Reh geschossen haben.
Dem Jagdpächter sind die Beschwerden schon länger bekannt: „Ich habe dem Betreffenden schon oft gesagt, dass er das unterlassen soll. Dass man ganz nahe bei Häusern schießt, ist natürlich verboten".


Jäger zielt auf Fuchs und trifft Schlafzimmer

„Sehr unsanft geweckt worden ist ein Paar im Westerwald. Am frühen Morgen schlug ein Querschläger-Geschoss im Schlafzimmerfenster seines Hauses in Dernbach ein“, meldet stern.de am 11.8.2014. Ein Jäger hatte auf einem Hochsitz in rund 500 Metern Entfernung auf einen Fuchs gezielt und zweimal abgedrückt.

Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014



"Wildschweinplage"? - Schäden werden überschätzt!

Während Jäger und Landwirte in der Öffentlichkeit klagen, die landwirtschaftlichen Schäden durch Wildschweine würden immer mehr zunehmen, hat die Wildforschungsstelle Aulendorf für Baden-Württemberg ermittelt, dass sich der jährliche Schaden durch Wildschweine auf lediglich 2 Euro pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche im Durchschnitt beläuft.

Dies geht aus einer Stellungnahme des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hervor. Insgesamgt belaufen sich die Schäden in Baden-Württemberg 1 bis 3 Mio. Euro. Das sind gerade mal 10 bis 30 Cent pro Einwohner und Jahr!

Schäden: 22 Cent pro Bundesbürger

Hochrechnungen des bayerischen Jagdverbands kommen auf 17 Millionen Euro Schaden durch Wildschweine in ganz Deutschland. Bei 80 Millionen Einwohnern sind das pro Jahr Schäden in Höhe von nur 22 Cent pro Bundesbürger!

Statt Wildschweine das ganze Jahr über intensiv zu bejagen, fordert der Verband Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Baden Württemberg e.V. im Zuge Reform des Landesjagdgesetzes die Einrichtung eines Wildschadenfonds. Finanziert werden könnte der Fond durch die Kommunen (z.B. über Jagdpachteinnahmen) und die Land- und Forstwirtschaft. (Pressemeldung vom 15.8.2014)


Aus Tierschutzgründen fordert der Verband weiterhin den verstärkten Einsatz non-letaler Maßnahmen zur Wildschadensvermeidung, zur Bestandskontrolle und zum Schutz vor Seuchen (z.B. mittels chemischer Vergrämungsmittel, mechanischer Schutzvorrichtungen, Impfungen usw.) sowie ein Verbot von Schüssen auf flüchtende Tiere (bei Bewegungsjagden werden bis zu 70 Prozent der Tiere nicht sofort durch Blattschüsse getötet, sondern erleiden qualvolle Kiefer-, Bauch- und Laufschüsse).

Statt massiv Jagd auf die schlauen Tiere zu machen, was die Wildschweinbestände weiter in die Höhe treibt, soll die Fütterung der Wildschweine durch Jäger einschließlich Anlockfütterungen (Kirrungen) verboten werden. In Gebieten mit hoher Schwarzwilddichte sei der Einsatz von Kontrazeptiva (Wildschweinpille) denkbar.



Jagd kann Wildschweine nicht regulieren

Jägerlatein lehrt: Wildschweine müssen massiv bejagt werden. Die Realität zeigt: Je mehr Wildschweine geschossen werden, desto mehr vermehren sie sich.

Inzwischen scheinen die Jäger mit ihrem Latein am Ende zu sein: »Sind die Jäger überhaupt in der Lage, die Schwarzkittel dauerhaft zu regulieren?«, fragt die
Jägerzeitschrift WILD UND HUND Anfang Mai im Editorial und gibt auch gleich die Antwort: »Insgesamt haben jedoch alle Bemühungen der vergangenen Jahre keinen Erfolg gebracht. Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter.«

Um ihr blutiges Hobby zu rechtfertigen, behaupten die Jäger, sie müssten Tierbestände durch Abschuss »regulieren«. Ohne Jagd würde zu einer »Wildschweinschwemme«, gar zu einer »Wildschwein-Plage« kommen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter und weiter.

Jagdzeitschrift: »Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter«

Dass Jagd die Zahl der Wildschweine nicht nachhaltig regulieren kann, gibt Deutschlands größte Jagdzeitschrift jetzt offen zu: »Bis Ende der 1980er-Jahre belief sich die gesamteuropäische Schwarzwildstrecke auf 550 000 Stück. Im Jagdjahr 2012/13 wurden alleine in Deutschland 644 239 Sauen erlegt«, heißt es in WILD UND HUND 9/2014. Und weiter: »Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass wir die Sauen mit jagdlichen Mitteln offenbar nicht mehr nachhaltig regulieren können«.


Jäger geben zu:



Jägerlatein am Ende

Deutlicher könnte das Eingeständnis der Jäger nicht sein: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren. Dabei weisen Wissenschaftler und sogar einige kritische Jäger bereits seit Jahren darauf hin, dass das »Wildschwein-Problem« hausgemacht ist: Die massive Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen. Die Jagd ist somit nicht nur nutzlos, sondern sogar kontraproduktiv!

Lesen Sie:
Wissenschaft entlarvt Jägerlatein: Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen
Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Warum jagen Jäger wirklich?

»Warum jagen wir?« - Diese Frage stellte WILD UND HUND im Editorial 22/2012. Die Antwort: Einige Jäger würden die Jagd als Kick beschreiben, andere von großer innerer Zufriedenheit sprechen. »Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe«, so die Redakteurin Silke Böhm. »Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?«
Doch der Tod, der mit dem Beutemachen der Jäger verbunden ist, sei in der Öffentlichkeit verpönt. »Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«
Die Jägerin bedauert, dass die Lust am Jagen dadurch in den Hintergrund gedrängt werde: »Weshalb die Freude leugnen, die uns so gut tut und die uns zu dem macht, was wir sind - Menschen. ... Jagen ist etwas zutiefst Menschliches.«



Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche räumt in seinem Buch »Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen« (Neumann-Neudamm, 2012) mit den gängigen Begründungen und Rechtfertigungen für die Jagd auf, die da sind: Jäger als Ersatz für Großraubwild, Jäger als Bekämpfer von Wildschäden und Seuchen, Jäger als Naturschützer und Biotop-Pfleger, Waidgerechtigkeit... Ein Jäger, der diese Gründe für die Jagd anführe, würde lügen, so Asche. Und er gibt offen zu:
»Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts... Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet.«

Der Jäger und Journalist Eckhard Fuhr widmete der Frage, warum er jage, einen Artikel in der ZEIT (48/2010): »Und natürlich, ich gebe es zu, Jagd ist aufregend. ...Wenn das tote Reh dann gefunden ist, stellt sich ein unvergleichliches Gefühl innerer Zufriedenheit ein. Doch, vergleichbar ist es: Nach erfolgreicher Jagd fühlt man sich wie nach gutem Sex…«
Fuhr schreibt, wenn es ihm nur um Erholung in der Natur ginge, würde er Golf spielen. »Jagen dagegen ist Sinn schlechthin. Jagen ist keine Neben-, sondern eine Hauptsache. Ich jage, also bin ich.«

Lesen Sie weiter: Warum jagen Jäger wirklich?



Die Natur braucht keine Jäger

Die Natur braucht keine Jäger - und die Jäger geben inzwischen selbst zu, dass sie Tierbestände nicht wirklich regulieren können und »Hege«, »Naturschutz« und »Wildschadensvermeidung« nur als Begründungen für ein blutiges Hobby vorgeschoben sind.

Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Sind »Genuss« und »Lust« ein »vernünftiger Grund« für das Töten von Tieren?



"Hochbetagte Jäger nicht auf Schießstand zwingen"

Der Bayerische Jägerpräsident Jürgen Vocke hat die Forderung eines Schießleistungsnachweises für alle Jäger beim Landesjägertag in Altötting scharf kritisiert: Die »teils hochbetagten Jagdherren« dürfte man nicht »auf den Schießstand zwingen«. Hintergrund: Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger fordert in einem Positionspapier einen Schießleistungsnachweis auch für Hobbyjäger. In Deutschland gibt es etwa 360.000 Hobbyjäger und ca. 1.000 Berufsjäger.

Die Berufsjäger setzen sich in demPositionspapier »insbesondere aus Gründen des sicheren Schusswaffengebrauchs und des Tierschutzes dafür ein, dass zukünftig jeder Jäger, der in Deutschland die Jagd ausübt, den jährlichen Nachweis eines Übungsschießens zu erbringen hat. Hierbei soll jeder Einzelne insbesondere seine Treffsicherheit überprüfen und gegebenenfalls verbessern.«

Die Berufsjäger sollten sich »um ihren eigenen Dreck kümmern«, so dazu Jägerpräsident Vocke auf dem Landesjägertag. (Jägerzeitschrift WILD UND HUND, 10/2014)

Hier stellt sich doch die Frage, wie es sein kann, dass hochbetagte Greise, die wahrscheinlich nicht mehr richtig sehen und hören können, überhaupt mit Tötungswaffen unterwegs sein dürfen...


"Schluss mit der Hobbyjagd!"

Das Durchschnittsalter der deutschen Jäger liegt in dem meisten Landesjagdverbänden bei 58 und 60 Jahren, in manchen Kreisvereinen noch höher. Bei Soldaten und Polizisten gibt es Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Müsste nicht aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Waffenträger festgesetzt werden?

Wildtiere, die »nur« angeschossen werden, müssen furchtbare Qualen leiden. Und immer wieder werden Haustiere wie Ponys auf der Weide mit Wildtieren »verwechselt«. Auch Menschen werden regelmäßig Opfer von Jagdunfällen: Spaziergänger, Radfahrer, Reiter, Autofahrer auf der Landstraße... Im Mai 2014 wurde sogar eine Frau, die auf einer Bank am Tennisplatz saß, getroffen und schwer verletzt.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd fordert: Schluss mit der Hobbyjagd!



Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Über Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 7.8.2014 hin: „ Ein Schuss ins Maisfeld. Die Kugel rast hindurch, findet keinen Halt. Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.“ Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden.
Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: „Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.“ Im Übrigen werde bei Treibjagden das Tierschutzgesetz Füßen: Die Hundemeute im Feld reiße mehr Jungwild als geschossen werde.


6.8.14: Isländerstute statt Wildschwein erschossen

„Jäger zielt auf Wildschwein und gibt tödlichen Fehlschuss ab“, meldet die Badische Zeitung am 6.8.2014. Demnach war ein Jäger im Kreis Waldshut um 23 Uhr auf dem Hochsitz. „Er zielte, drückte ab und traf. Nur leider erwischte sein Schuss das falsche Tier.“ Statt eines Wildschweins hatte der Jäger eine schwarze Isländerstute erschossen, die auf der Weide eines Pferdehofs stand. Die Polizei habe die Ermittlungen gegen den Jäger eingeleitet.

Die Badische Zeitung erinnert an zwei ähnliche Fälle: 2012 hatte Jäger in Kirchzarten statt eines Wildschweins einen Wallach erschossen. 2011 wurden bei Gersbach statt Wildschweinen zwei trächtige Kühe erschossen.
Dazu die Badische Zeitung: “Solche Verwechslungen kommen gelegentlich vor. Unter Jägern soll für irrtümlich erschossene Kühe sogar ein eigenes Schlagwort kursieren: "Butterhirsche".“

Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


taz, 26.7.14: Anachronistische Privilegien

"Neugestaltung der Jagdgesetze: Anachronistische Privilegien" titelt die taz am 26.7.2014 und schreibt: "Naturschutzverbände fordern neue Regeln für die Jagd. Die Jäger hingegen pochen auf ihre Jagdrechte."
Ein lesenswerter Artikel von Stefan Adler, der Forstwissenschaften und Waldökologie studiert hat und als Waldreferent und Jagdexperte in der Bundesgeschäftsstelle des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) tätig ist.


SWR: Tödliches Risiko: Immer mehr Waffen

SWR-Fernsehen Betrifft, Sendung vom 23.7.2014:
Tödliches Risiko: Immer mehr Waffen - kaum Kontrollen

„In Deutschland sind 5,5 Millionen Schusswaffen registriert, verteilt auf 1,45 Millionen Besitzer. Waffenliebhaber behaupten, dass legaler Waffenbesitz ungefährlich sei, wissenschaftliche Studien dagegen belegen: Die Verfügbarkeit von Waffen, gepaart mit emotionalen Ausnahmezuständen, erhöhen das tödliche Risiko.“

Informationen zur Sendung
Sendung in Medieathek ansehen


18.7.14: Erntejagd - auf Mähdrescher angeschossen

Die Erntejagden gehen wieder los: Bei einem Jagdunfall in der Nähe der L 3017 bei Wildsachsen wurde ein 37 jähriger Landwirt angeschossen, der mit seinem Mähdrescher ein Rapsfeld mähte. Dies berichtet die Frankfurter Neue Presse am 18.7.2014.
Demnach schossen Teilnehmer eines Jagdseminars auf flüchtende Wildschweine. Dabei durchschlug eine Kugel die Frontscheibe des Mähdreschers und traf den Landwirt unterhalb des Knies. „Der Schütze – ein 69-Jähriger aus Hofheim – hat jedenfalls eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung am Hals“, so die Zeitung.

Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014


18.7.14: Bei Wildschweinjagd angeschossen

Noch ein Unfall bei einer Erntejagd: Bei einer Wildschweinjagd in der Wetterau ist eine 51-jährige Jägerin angeschossen und schwer verletzt worden. Dies melden die Frankfurter Neue Presse und t-online.de am 18.7.2014.
Die Jägerin war Teil einer Jagdgesellschaft, die eine Erntejagd rund um ein Feld, das gerade abgemäht wurde, veranstaltete. Die Jäger schossen auf die Wildschweine, die aus dem Feld flüchteten. Ein 52 Jahre alter Jagdgenosse hatte eigentlich ein flüchtendes Wildschwein erlegen wollte. Dabei wurde die 51-Jährige von einem Projektil im Hüftbereich getroffen. Sie musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Frankfurt geflogen werden.


WDR-Fernsehen: Abschuss von Katzen

WDR Fernsehen: Abschuss von Katzen
(Sendung vom So., 6.7.2014)

"Januar 2014 bei Rheine im Münsterland: Eine Familie findet ihre Katze erschossen in der Nähe ihres Grundstückes. Die Kugel steckt noch in ihrem Körper, wie ein Röntgenbild zeigt. An jenem Tag waren Jäger in der Nähe des Wohngebietes auf Kaninchenjagd gewesen. Mai 2014 im Kreis Euskirchen: nach zehn Tagen kommt eine Katze von einem ihrer Ausflüge schwer verletzt nach Hause. Mehrere Schrotkugeln stecken in ihrem Kopf. Die behandelnde Tierärztin berichtet, sie hätte in den vergangenen eineinhalb Jahren alleine 13 angeschossene Katzen behandelt.
Diese Fälle sind keine Einzelfälle: alleine in NRW wurden 2012/2013 laut offizieller Jagdstatistik über 10.000 Katzen und 77 Hunde erschossen."
In der Mediathek ansehen und weitere Informationen zur Sendung


Ein Jäger hat meine Katze erschossen

Jörn Rogge schreibt an die Initiative zur Abschaffung der Jagd:

»
Ich habe auf Facebook gerade einen Tipp zu Ihrer Seite bekommen.
Mein Thema: Der Abschuss meines Lieblings von einem „Jäger“ der mein Tier und mich sehr gut kennt und auf Nachfragen ob evt. in der Gegend Fallen gestellt werden antwortete:
„Ne – die habe ich gestern morgen abgeschossen – die war ein bischen zu weit vom Dorf weg“ – was nicht stimmt.
weiterlesen

Bild: Abgeschossen - ein Stück weit hinter meinem Haus. Main Coon - Jungtier mit 2 Jahren gerade ausgewachsen.«


Presseecho

"Ein Jäger hat meine Katze abgeknallt!", titelt BILD Bremen, 5.6.2013 und schreibt:
"Flauschiges Fell, ein gutmütiges Wesen, lustig und treu. Kater „Lemmon“, Exemplar der Edelrasse Maine Coon (Wert: 1000 Euro).
Abgeknallt von einem fiesen Jäger! Und dem Katzenbesitzer bricht es das Herz. Er klagt den Schützen an."

"Jäger erschießt Rassekatze", meldet die
Kreiszeitung am 6.6.2014 und berichtet ausführlich über den Abschuss der zweijährigen „Lemon“, einer Maine-Coon-Katze .
„Sie war wie ein Kind-Ersatz, das kann man mit Geld nicht wieder gut machen“, zitiert die Kreiszeitung den Katzenbesitzer. „Es darf nicht sein, dass Haustiere abgeknallt werden, nur weil sie mal einen Meter zu weit gehen. Das muss aufhören!“

Der Jäger hat den Abschuss auf "Facebook" mehrfach zugegeben und verteidigt den Abschuss: "Im Rahmen des Jagdschutzes gibt es die Verpflichtung, wildlebende Tiere vor wildernden Katzen zu schützen."

Der Katzenbesitzer hat den Jäger bei der Polizei angezeigt.


Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer
7-Punkte-Plan der Initiative jagdgefährdeter Haustiere IJH für Haustierhalter, deren Haustier durch Jäger verletzt oder getötet wurde



Plädoyer gegen Vogeljagd

In seinem sehr lesenwerten Beitrag „Die Nachtigall singt in Berlin“ für den Tagesspiegel Berlin (30.5.2014) schreibt Prof. Dr. Josef H. Reichholf über die Artenvielfalt in den großen Städten: In Berlin brüten über 150 Vogelarten - das sind zwei Drittel aller Vogelarten, die in Mitteleuropa zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen vorkommen.

Und er stellt die Frage: „Muss es sein, dass die Städte vogelreicher sind als das Land? Wäre es nicht an der Zeit, die Jagd auf Vögel gänzlich zu verbieten, und nicht bloß den Südeuropäern ihren Vogelfang vorzuwerfen?“


Grundstück in Höxter/NRW jagdfrei!

Detlef Korsawe freut sich über sein jagdfreies Grundstück im Kreis Höxter beim Naturschutzgebiet Desenberg in der Nähe von Warburg: Mit Ende des laufenden Jagdjahres zum 1.4.2015 ist sein viertel Hektar Land offiziell jagdrechtlich befriedet!

»Das Grundstück ist natürlich sehr klein, aber mir ging es ums Prinzip. Und jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt...«, berichtet der Tier- und Naturfreund. weiterlesen


Grundstück in Eutin ab 1.4.2015 jagdfrei!

Familie Karcher besitzt ein malerisches Grundstück im schleswig-holsteinischen Eutin. Ab 1.4.2015 sind die 1,6 Hektar offiziell jagdfrei.
»Wir haben schon lange versucht, unser Grundstück jagdfrei zu bekommen«, erzählt Adolf Karcher, ein pensionierter Richter. »Auf unserem Grundstück beobachten wir Hasen, Fasane, Adler und Reiher. Wir haben einem Teich mit verschiedenen Uferzonen angelegt, der die Tiere anzieht: nicht nur die verschiedensten Wasservögel, auch Rehe und Wildschweine kommen zum Trinken. Die Jäger haben direkt vor unserem Teich einen Jagdsitz errichtet. Wir wollten nicht, dass die Jäger die Tiere schießen, für die wir ein Biotop geschaffen haben.« weiterlesen


WDR Fernsehen: Jagdfreie Zonen in NRW

Hilfe für Bambi? Jagdfreie Zonen in NRW

"Wer außerhalb der Stadt Grund und Boden besitzt, musste bisher Treibjagden zulassen. So wollte es das deutsche Jagdrecht. Doch seit Dezember vergangenen Jahres gilt eine Ausnahme, auf die sich Gegner des Paragraphen berufen dürfen: Aus Gewissensgründen können sie ihr Grundstück zur jagdfreien Zone erklären. Und genau das haben die ersten jetzt getan. Der Landesjagdverband befürchtet nun, dass es dadurch zu mehr Wildschäden, vor allem durch Wildschweine, kommen könnte. Wir diskutieren über Für und Wider solcher jagdfreien Zonen." (WDR Senderinformation)

Zu Gast in der Sendung: André Hölscher, ein Grundstückseigentümer, auf dessen Grundstück inzwischen die Jagd verboten ist, und Hans-Jürgen Thies, Justiziar beim Landesjagdverband NRW.

Informationen zur Sendung vom 4.6.2014


NRW: 89 Anträge auf Jagdverbot

„Keine Jagd auf meinem Grundstück: 89 Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen haben bis Ende April 2014 beantragt, dass auf ihrem Grund und Boden nicht mehr gejagt werden darf. Dies berichtet die Aachner Zeitung am 23.5.2014 und beruft sich auf eine Antwort des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Lesen Sie dazu:
Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar Grundstück von André Hölscher jagdfrei
Nordrhein-Westfalen: Grundstück in Geseke jagdfrei
Nordrhein-Westfalen: Immer mehr Anträge auf Ruhen der Jagd


Kreis Soest: 9 Anträge gegen Zwangsbejagung

Der unteren Jagdbehörde des Kreises Soest liegen 9 Anträge vor, in denen Eigentümer darum bitten, ihre Wiesen oder Felder als befriedete Gebiete auszuzeichnen. Dies berichtet der Soester Anzeiger am 19.5.2014.
Trotz des eindeutigen Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte vom 26.6.2012 versucht die Jagdbehörde auf Zeit zu spielen: „Es gibt keine Fristen an die wir uns halten müssen und die nun folgende Prüfung ist umfangreich und es sollte nicht schnell entschieden werden“, zitiert die Zeitung einen Vertreter der Jagdbehörde.

Lesen Sie dazu:
Immer mehr jagdfreie Grundstücke in Deutschland
Zwangsbejagung ade: Tierfreunde müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden


NRW: 10 Hektar im Münsterland jagdfrei!

André Hölscher hat es geschafft: Seine beiden landwirtschaftlichen Grundstücke im Münsterland mit insgesamt 10 Hektar Fläche sind mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 jagdfrei.
André Hölscher ist als Comedian alias „Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp“ bekannt. Presse und Fernsehen haben immer wieder über sein Engagement gegen die Jagd auf seinem Grundstück berichtet.
Am 7. März 2014 erhielt der 39-jährige Ladberger den Bescheid der Unteren Jagdbehörde des Kreises Steinfurt. "Gleich nach Bekanntwerden des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Sommer 2012 habe ich den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung meiner Flächen gestellt. Aufgrund der Bindung an die deutsche Gesetzesgebung teilte mir die Behörde damals mit, derzeit nicht über mein Anliegen entscheiden zu können, den Antrag aber zurückzustellen."
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NRW: Grundstück im Kreis Soest jagdfrei!

Sofort nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2012 stellte der Biologe und Ökologe Dr. Karl-Heinz Loske einen Antrag auf Befriedung seiner Grundstücke. Seit 1.4.2014 sind 2,2 Hektar in der mittelwestfälischen Hellwegbörde (Geseke, Kreis Soest) offiziell jagdrechtlich befriedet.
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25 Hektar im Rheinland jagdfrei!

Grundstückseigentümerin im Rheinland muss Jagd nicht länger dulden

Das gut 25 Hektar große Grundstück von Margot Scheibe in Hohenöllen-Sulzhof in Rheinland-Pfalz ist ab 1. April 2014 offiziell jagdfrei. Die untere Jagdbehörde hat mit Bescheid vom 3.3.2014 ihrem Antrag stattgegeben, ihr Grundstück jagdrechtlich zu befrieden.


Margot Scheibe, die vor Jahrzehnten selbst Jägerin gewesen war, ist seit vielen Jahren überzeugte Vegetarierin und Tierschützerin. Mit ihrem gut 25 Hektar großem Grundstück war sie automatisch und gegen ihren Willen Mitglied in der Jagdgenossenschaft. Das Grundstück ist ein kleines Paradies mit viel Wald, umgeben von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Sehr zum Unmut der Jäger, welche bei Treibjagden verhindern wollten, dass sich die Tiere hinter den Zaun flüchten. Die Forderung nach Abriss des Zauns wurde laut. Sogar ein Loch wurde in den Zaun geschnitten. weiterlesen


2 Hektar in der Pfalz jagdfrei!

In Rheinland-Pfalz wurden die Flächen weiterer Grundstückseigentümer jagdrechtlich befriedet: Frank Schlimbach aus Kusel freut sich über 2 Hektar jagdfreies Grundstück in der Pfalz.

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Rheinland Pfalz: Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Zwangsbejagung von Grundstücken im Landkreis Pirmasens

Rheinland-Pfalz: Bio-Winzer will Jagd nicht dulden


Schleswig-Holstein: Erste Grundstücke jagdfrei!

Seit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 sind auch in Schleswig-Holstein die ersten Grundstücke jagdfrei. Zu Beginn des Jahres 2014 hatten bereits über 20 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt - und es werden immer mehr.
Das 6,5 Hektar große Grundstück Jutta Reichardt in Neuendorf-Sachsenbande im Kreis Steinburg nördlich von Hamburg wird seit 1.4.2014 offiziell nicht mehr bejagt.
Das Hofgrundstück ist von einem großen Garten und vielen Anpflanzungen umgeben, daran schließt sich feuchtes Grünland an, wie es in der Küstenregion typisch ist. weiterlesen


Bayern: 4 Waldgrundstücke jagdfrei!

Seit Beginn des Jagdjahres 2014/15 am 1.4.2014 sind die vier Waldgrundstücke von Familie Vilsmaier in Niederbayern offiziell jagdfrei. »Das ging ohne Probleme, die Kosten hierfür waren nur 150 Euro«, berichtet Fred Vilsmaier.

2008 kauften Susanne und Fred Vilsmaier vier Waldgrundstücke in Niederbayern. »Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir mit diesem Kauf automatisch Zwangsmitglieder der örtlichen Jagdgenossenschaft waren. Da wir uns seit vielen Jahrzehnten für den Tierschutz engagieren, waren wir entsetzt. Wir sind, was dieses Thema betrifft, dann ständig am Laufenden geblieben und so kam es dann Schlag auf Schlag, zuerst das Urteil vom Europäischen Gerichtshof, dann das Grundsatzurteil vom Bayerischen Verwaltungsgericht und zum Schluss unser Antrag beim Landratsamt in Kelheim.« weiterlesen


Wildtiere brauchen Ruhezonen

Unmissverständlich erklärte der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf im Bayerischen Fernsehen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: »Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.« Ruhezonen könnten die gefürchteten Wildschäden vermindern: »Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss.« (»Unser Land« vom 16.11.2012)


In seinem Grundsatzartikel »Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften« der Zeitschrift TIERethik (2-2013) legt Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugend dar, weshalb die Regulation von frei lebenden Tierbeständen durch die Jagd nicht funktioniert und auch nicht nötig ist. Vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte von 2012 mit seinen Folgen für das Revierjagdsystem stellt der Zoologe in aller Deutlichkeit fest, dass Jagd in der Kulturlandschaft aus ökologischen Gründen nicht sein muss. Der dichtbesiedelte Kanton Genf (Jagdverbot seit 40 Jahren) und der Schweizerische Nationalpark (Jagdverbot seit 100 Jahren) beweisen laut Reichholf, dass weder im Siedlungsraum der Menschen noch in besonders naturnahen Naturschutzgebieten eine Kontrolle der Bestände durch die Jagd notwendig ist.
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Jagdverbote in immer mehr Ländern

Immer mehr Länder sprechen für den Schutz von Wildtieren Jagdverbote aus: In Albanien ist im Februar 2014 ein zweijähriger totaler Jagdbann in Kraft getreten, um Wildtiere und vor allem die Zugvögel besser zu schützen. In Griechenland gilt seit Dezember 2013 ein generelles Jagdverbot. Auf der griechischen Insel Tilos herrscht Jagdverbot schon seit 1993. Seit 2002 gilt ein weitreichendes Jagdverbot in Holland. In Israel ist seit 2013 die Jagd zu Sportzwecken verboten. Costa Rica hat 2013 ein umfangreiches Jagdverbot erlassen. In Botswana sind seit 2014 Trophäenjagd und Jagdtourismus verboten, um den Artenschutz zu fördern. Kenia hat die Jagd schon 1977 verboten.


Dass eine Natur ohne Jagd möglich ist, zeigen nicht nur die Erfahrungen im Schweizerischen Nationalpark, der seit 100 Jahren jagdfrei ist, oder im Schweizer Kanton Genf, in dem seit der Volksabstimmung von 1974 die Jagd verboten ist. Auch in Italien sind die weitläufigen Nationalparks alle seit Jahrzehnten jagdfrei: Im Nationalpark Gran Paradiso ist die Jagd seit 1922 verboten, im Nationalpark Belluno seit 1990.

Lesen Sie unsere ausführliche Dokumentation!



ZDF planet e: Jäger in der Falle



Antwort des ZDF-Intendanten zur Jäger-Beschwerde

Der Intendant des ZDF, Dr. Thomas Bellut, nimmt Stellung zu den Massenbeschwerden der Jäger gegen die ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten“.
Lesen Sie die Stellungnahme des ZDF-Intendanten vom 2.4.2014

ZDF planet e: Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten - Sendung ansehen und weitere Informationen

Mehr zur öffentlichen Diskussion über die Dokumentation "Jäger in der Falle"



ZDF-Dokumentation: Jäger in der Falle

planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)

Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.
Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“


Wenn Jägern die Argumente ausgehen...

Als Reaktion auf die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" schrieb ein adliger Jäger mit Doktortitel an die Initiative zur Abschaffung der Jagd:

"Ich wünsche Ihnen einen guten Genuss mit Hirsetalern all you can eat und anschließendem Bundesliga-Darmverschluss.
Gegen ein sexuell unerfülltes Leben ohne Freunde und voller qualvoller Stunden mit Dianetic 1-11 hilft übrigens der Freitod."

Es scheint zu stimmen, dass Jäger keine Kritik an ihrem Hobby vertragen können...



NDR-Fernsehen: Keine Jagd auf meinem Grundstück!

NDR „Hallo Niedersachsen“, 16.3.2014: „Streit zwischen Grundstückseigentümern und Jagdpächtern“
Der NDR filmte bei Familie Huber auf dem Ulmenhof, einem Tierheim und Gnadenhof in Ostfriesland. Die Eigentümer haben einen Antrag auf Ruhen der Jagd auf ihren Flächen gestellt. Der Jagdpächter hat einen Hochsitz in Sichtweise des Grundstücks aufgestellt, das Grundstück mit Jagdfreunden betreten, um dort die Jagd auszuüben. Familie Huber hat Angst, dass ihre Katzen erschossen werden könnten, wenn sie sich mehr als 300 Meter vom Hof entfernen.
Im NDR-Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Regelungen der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften noch auf das Reichsjagdgesetz von 1934 zurückgehen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte aber geurteilt hat, dass es ein Menschenrecht ist, die Jagd aus ethischen Gründen auf dem eigenen Grundstück zu verbieten.
Im Kreis Aurich haben bereits sechs Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt - mit einer schnellen Entscheidung ist aufgrund des aufwändigen Antragsverfahrens und der Einspruchsmöglichkeiten des Jagdpächters, der Jagdgenossenschaft und der Nachbarn nicht zu rechnen. Für das Antragsverfahren sollen bis zu 2.000 Euro Gebühren fällig sein. Dennoch haben inzwischen weit über 30 Grundstückseigentümer aus Niedersachsen den Antrag gestellt - "Tendenz steigend", hießt es in dem NDR-Bericht.
Sehen Sie den Bericht in der Mediathek
Sehen Sie dazu auch: NDR-Dokumentation "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur"


NDR: Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände

NDR-Fernsehen "Schleswig-Holstein Magazin", Mi., 4.3.2014:Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände"

Bislang musste jeder die Jagd auf seinem Land zulassen. Bei der Naturschutzbehörde können Eigentümer nun einen Antrag stellen, dass ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird." (NDR-Sender-Info)

Der NDR hat bei Dieter Grade von Natur in Not Dithmarschen gefilmt, welche die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden will und einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt hat.

Bericht in der NDR-Mediathek ansehen


40 Jahre Jagdverbot im Kanton Genf/Schweiz

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch Volksabstimmung für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. Mit überaus positiven Auswirkungen für die Natur, Tiere und die Menschen: Noch nie war die Biodiversität größer – und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich.
An den Ufern des Genfer Sees und der Rhône erhöhte sich die Zahl der überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. Vögel und die anderen Wildtiere verlieren immer mehr einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird. So werden wild lebende Tiere wieder erlebbar: Spaziergänger bekommen regelmäßig Wildtiere wie Feldhasen oder Rehe zu Gesicht – mit etwas Glück kann man am helllichten Tage sogar Hirsche beobachten. weiterlesen


Jagd reguliert nicht



Gottlieb Dandliker, Faunainspektor im Kanton Genf (Jagdverbot seit 1974), 15.10.2013 an der Uni Basel:
"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen"



Vogelschutz durch Abschaffung der Jagd

Studie belegt: Jagdfreier Kanton Genf hat internationale Bedeutung für den Vogelschutz

Durch die Abschaffung der Jagd im schweizer Kanton Genf 1974 bekam das Gebiet des Genfer Sees und des Flusses Rhône internationale Bedeutung für den Vogelschutz. Dies belegt eine aktuelle Studie des Schweizer Vogelschutzes SVS-BirdLife.


Demnach ist dieser für den Vogelschutz zuvor wenig bedeutsame Gewässerabschnitt heute eine bedeutsames Biotop für überwinternde Tafel- und Reiherenten, Hauben- und Zwergtaucher, Pfeif-, Schnatter-, Krick- und Stockenten. Auch für den Gänsesäger sind die Gewässer im Kanton Genf ist es ein wichtiges Brut- und Überwinterungsgebiet. Besonders der gestaute Bereich bei Peney und oberhalb Verbois sowie die Rade de Genève sind wichtige Ruhegebiete für Wasservögel, wogegen die Nahrungsgebiete auch im fließenden Abschnitt liegen. Teilgebiete sind Limikolenrastplätze, die als besonders wertvoll (Vasières de Peney, Rade de Genève) oder als wichtiges Gebiet (lac de Verbois) eingestuft sind.
Quelle: BirdLife International (2012) Important Bird Areas factsheet: River Rhone: Geneva to Verbois reservoir. http://www.birdlife.org on 07/04/2012
http://www.birdlife.org/datazone/sitefactsheet.php?id=3269



100 Jahre Jagdverbot: Nationalpark Schweiz

Der Schweizerische Nationalpark feiert 2014 sein hundertjähriges Bestehen. Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können - und so war von Anfang an die Jagd verboten. Der Schweizerische Nationalpark ist somit ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht.
Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück. Sie tragen zur Vermehrung des Waldes bei, weil sie Baumsamen verbreiten. weiterlesen


Albanien beschließt zweijährigen Jagdbann

Albanien hat einen totalen Jagdbann über das gesamte Land für zwei Jahre beschlossen. Darüber berichtet die Zeitschrift National Geographic am 14.2.20014.
Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur begrüßt das Jagdverbot: „EuroNatur gratuliert der albanischen Regierung und dem albanischen Parlament zu dieser Entscheidung“, sagt Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.
EuroNatur hatte die Regierung Albaniens mehrfach öffentlich aufgefordert, die maßlose Jagd auf Zugvögel und Wildtiere zu unterbinden. So seien die Feuchtgebiete an der albanischen Adriaküste und im Hinterland jedes Jahr zur Todesfalle für Hunderttausende Zugvögel geworden.
Bild: Nicht nur die Zugvögel, auch der Luchs profitieren vom Jagdverbot.


NDR-Fernsehen: Waidmannsheil - Jägern auf der Spur



Das NDR-Fernsehen sendete am 14.10.2013 die Reportage „45 Minuten“ mit dem Titel „Waidmannsheil – Jägern auf der Spur“.
„Die Jagd ist für die einen eine wichtige Tradition, für die anderen grausam und überholt. Das deutsche Jagdrecht gewährt den 350.000 Jägern in Deutschland weitreichende Privilegien. Ist es noch zeitgemäß? Und wie sinnvoll sind einzelne Arten der Jagd? Brauchen wir sie überhaupt noch?“ (Senderinformation)
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Informationen des NDR zur Sendung



Ein Muss für alle Tierfreunde: Brunos Jagdfieber

Der bekannte österreichische Karikaturist und Tierschützer Bruno Haberzettl nimmt kein Blatt vor den Mund und die Jagd und die Jäger aufs Korn: Hat die Natur wirklich auf alkoholisierte Schwerbewaffnete gewartet, um wieder ins Lot gerückt zu werden? Muss unsere von der Wildnis so schrecklich bedrohte Zivilisation zur Jagd als Mittel greifen, um ihren Lebensraum zu verteidigen? Ist der Fuchs unser größter Feind? - Diese Karikaturen liefern die unzweideutige Antwort auf diese und ähnliche Fragen: klug und zum Schießen komisch.
Ein Muss für alle Tierfreunde - und ein wunderbar originelles Geschenk für alle humorvollen Jagdgegner und die, die es noch werden möchten.

Lesen Sie dazu auch das "Freiheit für Tiere"- Interview mit Bruno Haberzettl

Bruno Haberzettl: Brunos Jagdfieber
Hardcover mit Schutzumschlag 21 × 27 cm, 96 Seiten
Ueberreuter-Verlag, 1. Auflage September 2013 · ISBN: 978-3800075669
Preis: 19,50


Neues Informationsflugblatt zum Thema Jagd

animal public hat ein neues Informationsflugblatt zum Thema Jagd veröffentlicht. Damit will die Tierschutzorganisation anlässlich der aktuellen Debatte über die Novellierung des Jagdrechts in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg über die bis heute gebräuchlichen tierschutzwidrigen Jagdmethoden aufklären.

Das Flugblatt kann ab sofort über den Onlineshop von animal public bezogen werden.


Jagdverband startet Propaganda-Aktion

Zur Image-Verbesserung startete der Bayerische Jagdverband eine bayernweite Plakataktion »Ich mag meinen Jäger, weil...«
"Ein Feld mit bunten Blumen am Waldrand, stimmungsvoller Hörnerklang in der Kirche, Kinder mit leuchtenden Augen auf Entdeckungsreise im Wald – Jagd ist mehr als nur das Erlegen von Wild!" - Ein Jahr lang will der Jagdverband durch »Plakate mit wechselnden Motiven« über die Aufgaben der Jäger informieren.

Diese »Information« kann getrost in diese Rubrik »Jägerlatein« eingeordnet werden. Denn gezeigt werden nicht Jäger mit toten Tieren, sondern Jäger mit Blümchen. Und auch die Pressemeldung des Jagdverbands liest sich wie eine Märchenstunde: »Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger ... setzen sich ein für den Natur-, Tier- und Artenschutz, engagieren sich in der Umweltbildung...« Der Jagdverband beklagt, dass die Taten der Jäger bei vielen »Nichtjägern« noch lange nicht angekommen seien.
Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.


Was sind denn die Taten der Jäger? Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Katzen und ca. 30.000 Hunde. Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt. Die Natur wird mit Blei vergiftet. Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.
pdf-download Plakate "Ich mag meinen Jäger nicht" [915 KB]



DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

NEUE DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

Die TV-Dokumentation »Brennpunkt Erde: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere« zeigt die Schönheit des Waldes und seiner Bewohner, der wild lebenden Tiere - aber auch die Verfolgung, den Krieg der Jäger gegen unsere Mitgeschöpfe.
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Dokumentation, Laufzeit 45 min.
Preis: 9,80 Euro
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Wildschweine: Jagd funktioniert nicht

Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland, hat einen sehr lesenswerten Aufsatz geschrieben: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht".
Hier heißt es u.a.: "Unter den Augen der Jäger vermehren sich die Wildbestände so sehr, dass man nun scheinbar verzweifelt zu tierschutzwidrigen Exekutionsmaßnahmen greifen will. Statt der Flinte wird die bisher hoch gepriesene Waidgerechtigkeit ins Korn geworfen. Die erst genannte Alternative wird allerdings erst gar nicht geprüft, mutmaßlich motiviert durch die eigene Freude am Töten und scheinbar mit dem Ziel wenigstens noch einen Schuss aus einer Waffe auf gefangenes Wild abgeben zu dürfen. Dabei könnte aber gerade ein generelles Jagd- und Tötungsverbot natürliche Regulierungsmechanismen des Wildes wieder in Gang setzen, die bisher durch die menschliche Jagd ausgeschaltet wurden."
lesen Sie: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht" von Mario Natale
lesen Sie auch: Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine

Sind die Jäger schuld an der Wildschweinschwemme?
Derzeit ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen: Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem?


Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt auch eine französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
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Lesen Sie weitere Beweise: Die Ursache der Wildschweinschwemme
Lesen Sie die Übersetzung der fanzösischen Langzeitstudie als pdf-download [4.523 KB]



Drückjagden: Nur 30% beim ersten Schuss tot

Bis zu 70 Prozent der Wildtiere sind bei Treib- und Drückjagden nicht beim ersten Schuss tot - auf diese Tierschutzproblematik weist die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz in den TVT-Nachrichten 2/2011 hin. Untersuchnungen zufolge seien bei Drückjagden in Hessen nur etwa ein Drittel der Wildschweine mit Blattschuss erlegt worden, die überwiegende Mehrheit wurde `nur´ angeschossen und "wies Waidwund-, Keulen- oder Laufschüsse auf". Auch würden 60 Prozent der weiblichen Rehe Bauchschüsse aufweisen. Bild: Diesem jungen Wildschwein wurde der Kiefer weggeschossen. Es starb nach Tagen durch Verhungern und Verdursten.


Jedes dritte Wildschwein "nur" angeschossen

In Bayern müssen bei der Wildschweinjagd 30-35% der beschossenen Tiere nachgesucht werden. Das heißt: Sie sind nicht beim ersten Schuss tot, sondern sind "nur" angeschossen und können schwer verletzt fliehen. Es vergehen Stunden oder sogar Tage, bis das angeschossene Tier bei der Nachsuche von einem Hund gefunden wird und ein Jäger den tödlichen "Fangschuss" ansetzt - sofern das angeschossene Tier überhaupt gefunden bzw. überhaupt nachgesucht wird.
"Etwa 1/3 aller auf Schwarzwild abgegebener Schüsse fordern eine Nachsuche durch ein Nachsuchengespann", schreibt ein Hundeführer im jagdblog.blogspot.de.


Gnadenlose Jagd auf Haustiere

Jäger töten jedes Jahr etwa 40.000 Hunde und 300.000 Katzen

Für Jäger sind Katzen „Raubzeug“ – und da gilt die Devise: „Schießen – Schaufeln – Schweigen“. In den Jägerforen, wo die Jäger unter sich sind, sprechen sie Klartext:

„Ob überzählige Bauernkatze oder verwilderte Hauskatze - die Lösung sollte identisch sein - und endgültig!“ (Jäger Isegrim im landlive-Forum, 2013)

„Kann man einem Katzenbesitzer den Abschuss eigentlich in Rechnung stellen? 3€ Munition, 20€ Arbeitzeit, 5€ Entsorgungspauschale usw.!“ (Jäger Gamenes im landlive-Forum, 2013)


Katzenlockmittel in Jägerkatalog

Aus dem Katalog der Firma Kieferle GmbH:

Lockmittel
1. Katzenlockmittel
Ein Präparat aus reinem Baldrianwurzelpulver. Lockt jede Katze zum
Fangplatz oder in die Kastenfalle.

250 ml 9.00 €
(= 100 ml 3,61 €)


Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.


Vor diesem Hintergrund wagen immer mehr Jäger die Flucht nach vorne. Wir, die nichtjagende Mehrheit der Bevölkerung, sollen Verständnis für ihr Hobby, ihre »Passion« entwickeln.
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Jagd: "weil sie uns Genuss und Lust bereitet"

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu:

„Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“
Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet.
Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."

Lesen Sie auch, was andere Jäger dazu sagen
Lesen Sie: Lusthaftigkeit des Tötens


Bayern: Tollwut-Schilder müssen entfernt werden

Die Schilder »Tollwut - gefährdeter Bezirk« (ein Freibrief für das Töten von Füchsen) müssen in Bayern entfernt werden. Dazu hat das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in einem Rundschreiben alle Regierungsbezirke [30 KB] aufgefordert.

Grund: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« offiziell als tollwutfrei.


Da seitdem kein Tollwutfall bei Haus- oder Wildtieren aufgetreten ist, gibt es auch keine »gefährdeten Bezirke« im Sinne des § 8 der Tollwutverordnung mehr.
»Gebietsweise noch immer vorhandene Schilder führen in der Bevölkerung z. T. zu Verunsicherung, was die Sicherheit der eigenen Person oder die von Haustieren betrifft«, heißt es in dem Schreiben aus dem Staatsministerium. »Wir bitten daher, über die Kreisverwaltungsbehörden bei betroffenen Gemeinden die Entfernung der Schilder zu veranlassen.«
Lesen Sie das Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit: "Tollwutfreiheit Deutschland - Aufhebung gefährdeter Bezirke" [30 KB]



Image der Jäger am Boden

Weil das Image der Jäger am Boden ist, hat der Deutsche Jagdschutzverband eine "Aufklärungs-Kampagne" gestartet.
Teil der Kampagne “Fakten statt Vorurteile” sind Postkarten: So ist auf einer Postkarte ein Jäger mit lauter Lippenstift-Kussabdrücken zu sehen.
Auf einer anderen Postkarte wurde ein Wildschwein per Fotomontage auf einen Kinderspielplatz platziert. Märchen wie "Rotkäppchen und der Wolf" lassen grüßen!

Und auf der extra neu eingerichteten Internetseite sind noch mehr Jäger-Märchen zu lesen: „Tollwut, Wildunfälle, steigende Wildschweinbestände“.
Die Wahrheit ist:
>> Deutschland ist seit vielen Jahren offiziell tollwutfrei
>> Immer in der Jagdsaison steigt die Zahl der Wildunfälle, weil die Wildtiere um ihr Leben rennen
>> Ursache für die steigenden Wildschweinbestände sind die Jäger selbst

Dokumentation: Postkarten-Aktion des DJV · Quelle: djv.newsroom.de
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd möchte die Aufklärungsarbeit über die Jagd und die Taten von Jägern mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.

>>
Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere - alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
>> Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr etwa 300.000 Katzen und 30.000 Hunde tot.
>> Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt.
>> Jagd ist nach der industriellen Landwirtschaft "Artenfeind Nr. 2".
>> Jäger vergiften die Natur wird mit hochtoxischem Blei.
... Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen oder Hecken pflanzen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Lesen Sie dazu auch:
Fakten gegen die Jagd
Warum jagen Jäger wirklich?


Sind Wildtiere von Natur aus scheu?

Immer mehr Wildtiere zieht es in die Nähe der Menschen. Es scheint unglaublich: In unseren Großstädten findet sich eine ganz erstaunliche und immer weiter zunehmende Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten. Und je größer die Stadt, desto vielfältiger und reichhaltiger ist ihr Tierleben. Füchse ziehen ihre Jungen seelenruhig vor den Augen der Spaziergänger in Parks groß, Wildschweine laufen am helllichten Tage mit ihrem Nachwuchs durch die Grünanlage, Waschbären ziehen im Gartenhäuschen ein, Habichte und Wanderfalken nisten mitten in der Innenstadt. weiterlesen


Wilde Tiere in Berlin

„In der Stadt fühlen sich Wildschweine sicherer“ titelt die Berliner Zeitung am 8.6.2013 und berichtet, dass das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ein Projekt zur Erforschung wilder Tiere in der Stadt gestartet hat.
"Weil in der Stadt nicht gejagt wird, fühlen sich Wildschweine hier sicherer", sagt die Biologin Karoline Weißhuhn vom Leibniz-Institut im Interview mit der Berliner Zeitung. "Wildschweine sind hier weniger scheu. In den Wäldern, auf dem Land sind sie fast komplett nachtaktiv, weil der Jagddruck groß ist, und sie sich nachts sicherer fühlen. Dieser Druck fällt weg. In der Stadt werden Wildschweine oder auch Füchse tagaktiv."



ARD: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?

"Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?", so lautete die Frage in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" vom 29.04.2013 mit dem Titel "Tier oder wir - Wie viel Natur erträgt der Mensch?".
Dabei wurde auch über unsere
Strafanzeige gegen die Fuchs-Massentötung in Hessen berichtet.

Sehen Sie:
Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport? (Hart aber fair, Sendung vom 29.04.2013)
Sehen Sie: Wildtiere erobern die Städte (Hart aber fair, Sendung vom 29.4.2013)
Die gesamte Diskussion sehen Sie hier


In letzter Zeit wird die Kritik an der Hobbyjagd auch in den Medien immer wieder laut. So wurde bei „hart aber fair“ in der Diskussion zwischen Tierschützern und Jägern deutlich: Jagd ist ein Hobby, hat aber mit Ökologie nichts zu tun.

BILD titelte nach der Sendung:
HART, ABER FAIR - Tierquäl-Vorwürfe gegen Textil-König
Denn der Jäger und Trigema-Chef Wolfgang Grupp musste sich und sein blutiges Hobby in der Sendung immer wieder verteidigen. BILD schreibt dazu:
“Grupp beharrt darauf, dass die Jagd der Ökologie diene. „Focus"-Journalist Miersch genervt: „Sagen Sie doch einfach, Sie produzieren Wildfleisch. Und dann ist es auch gut. Aber lassen Sie die Ökologie doch mal weg."

BILD zitiert auch die Journalistin und Tierschützerin Hilal Sezgin:
„Die Jagd läuft auf das Schießen hinaus. Es endet immer damit, dass das Tier erschossen wird. Wir wollen aber mit anderen Tierarten zusammen leben".
bild.de, 30.4.2013



Ein ehemaliger Jäger berichtet

Ein ehemaliger Jäger, der mit als junger Mann seinen Jagdschein gemacht hatte, schreibt in seinem Blog über die Gründe, warum er heute Jagd und Jägern sehr kritisch gegenüber steht - und warum er sein Gewehr an den Nagel gehängt hat.
Motiviert vom Slogan der Jagdlobby "Jagd ist angewandter Naturschutz“ musste er schnell feststellen, "dass die Atmosphäre im Dunstkreis der Jäger, die ich dabei kennen lernte, durchaus nicht in erster Line mit dem Inhalt dieses Slogans vereinbar war".


Schusswaffe im Haus - mehr Familientragödien

Eine Schusswaffe im Haus erhöht nachweislich das Risiko von Familientragödien.
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland - meist mit legalen Waffen. „Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte“, erklärt der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet. (TV Südbaden aktuell, 8.7.2011).



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